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Die aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft (aserbaidschanisch Azərbaycan milli futbol komandası) ist die Auswahl der besten Fußballspieler aus Aserbaidsch

Aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Aserbaidschan
Azərbaycan
Logo Azərbaycan Futbol Federasiyaları Assosiasiyası
Verband Azərbaycan Futbol Federasiyaları Assosiasiyası
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Nike
Cheftrainer Aykhan Abbasov (interim)
Kapitän Emin Mahmudov
Rekordspieler Rəşad Sadıqov (111)
Rekordtorschütze Emin Mahmudov (16)
Heimstadion Tofiq-Bəhramov-Stadion
FIFA-Code AZE
FIFA-Rang 124. (1136,67 Punkte)
(Stand: 1. April 2026)
Heim
Auswärts
Ausweich
Bilanz
306 Spiele
60 Siege
79 Unentschieden
167 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Georgien 1990 Georgien 6:3 Aserbaidschan Aserbaidschan
(Gurdschaani, Georgien; 17. September 1992)
Höchster Sieg
Aserbaidschan Aserbaidschan 6:1 St. Lucia Saint Lucia
(Sumqayıt, Aserbaidschan; 27. März 2026)
Höchste Niederlage
Frankreich Frankreich 10:0 Aserbaidschan Aserbaidschan
(Auxerre, Frankreich; 6. September 1995)
(Stand: 30. März 2026)

Die aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft (aserbaidschanisch Azərbaycan milli futbol komandası) ist die Auswahl der besten Fußballspieler aus Aserbaidschan.

Die Mannschaft konnte sich bisher weder für eine Fußball-Weltmeisterschaft noch für eine Fußball-Europameisterschaft qualifizieren. Obwohl das Land geographisch in Asien liegt, ist der Verband Mitglied der europäischen UEFA, weswegen die Nationalmannschaft an den europäischen Wettbewerben teilnimmt.

Geschichte

Bis Ende 1991 war Aserbaidschan Teil der Sowjetunion, weswegen Spieler aus der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik nur in der Fußballnationalmannschaft der UdSSR spielen konnten.

Der aserbaidschanische Fußballverband wurde 1992 gegründet und trat 1994 der UEFA und der FIFA bei. Ihre ersten Pflichtspiele bestritt die aserbaidschanische Fußballnationalmannschaft im Rahmen der Qualifikation zur Europameisterschaft 1996 und beendete diese mit einem Punkt aus 10 Spielen abgeschlagen auf dem letzten Platz. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Heimspiele in Trabzon in der Türkei ausgetragen.

In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1998 gelang ihnen ein überraschender 1:0-Sieg gegen die Schweiz, waren dies doch die einzigen Punkte, die sie in dieser Gruppe holen konnten.

Eine weitere Überraschung gelang ihnen in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2000 mit dem 1:1 gegen den späteren EM-Halbfinalisten Portugal. Allerdings holte Aserbaidschan auch in jener Qualifikationsrunde nur vier Punkte und verlor 1:2 gegen Liechtenstein.

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2002 gelang der erst dritte Pflichtspielsieg für Aserbaidschan, ein 2:0 gegen die Slowakei. Dem folgte in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2004 ein 2:1 gegen Serbien-Montenegro.

Dennoch gehört Aserbaidschan immer noch zu den Fußball-Entwicklungsländern. Auch die Nominierung des Brasilianers Carlos Alberto Torres, einstiger Weltmeister von 1970, zum Nationaltrainer änderte daran nichts. Er ist mittlerweile schon wieder entlassen. Im November 2005 wurde Şahin Diniyev zum neuen Nationaltrainer ernannt. Er legte einen Dreijahresplan zum Aufbau einer neuen Mannschaft vor und setzte den Wechsel der Trikotfarben in blau-rot-grün (Nationalfarben) durch. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 wurde man erneut Gruppenletzter, es gelang aber ein Sieg gegen Finnland (1:0). Von April 2008 bis Oktober 2014 war Berti Vogts Nationaltrainer der aserbaidschanischen Elf. Mit dem ehemaligen deutschen Bundestrainer belegte man in der WM-Qualifikation für 2010 den vorletzten Platz und ließ Liechtenstein hinter sich. Gegen Liechtenstein gab es den einzigen Sieg und ein Unentschieden. Eine große Sensation gab es im letzten Spiel zu bejubeln. Gegen den Gruppenzweiten, EM-Halbfinalisten und Erzrivalen Russland erreichte man in Baku ein 1:1.

In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 gelang dem Team nach dem 1:6 gegen Deutschland und 0:3 gegen Österreich am 12. Oktober 2010 ein 1:0-Sieg gegen die Türkei. Auch mit einem 1:1 gegen Belgien am 2. September 2011 konnte die Mannschaft überraschen.

In der WM-Qualifikation 2018 spielte Aserbaidschan auch gegen Deutschland. Durch den Sieg gegen Norwegen am zweiten Spieltag und das 0:0-Unentschieden gegen Tschechien stieg die Nationalmannschaft in der FIFA-Weltrangliste (Ausgabe Oktober 2016) auf Platz 88, den besten Platz in der Geschichte des Landes.

Weltmeisterschafts-Teilnahmen

  • 1930 bis 1994 – Nicht teilgenommen, war Teil der Fußballnationalmannschaft der UdSSR.
  • 1998 bis 2022 – Nicht qualifiziert

Europameisterschafts-Teilnahmen

Aserbaidschan nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. In der sowjetischen Nationalmannschaft spielten aserbaidschanische Spieler aber keine große Rolle. Nur wenige aserbaidschanische Spieler kamen zu EM-Einsätzen, so 1972 Anatoli Banischewski. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm Aserbaidschan erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber nie qualifizieren und es reichte höchstens zum vorletzten Gruppenplatz.

Jahr Gastgeberland Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996Englandnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Rumänien und Frankreich gescheitert.
2000Niederlande und Belgiennicht qualifiziertIn der Qualifikation an Rumänien und Portugal gescheitert.
2004Portugalnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Italien und Wales gescheitert.
2008Österreich und Schweiznicht qualifiziertIn der Qualifikation an Polen und Portugal gescheitert.
2012Polen und Ukrainenicht qualifiziertIn der Qualifikation an Deutschland und der Türkei gescheitert.
2016Frankreichnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Italien, Kroatien und Norwegen gescheitert.
2021Europanicht qualifiziertIn der Qualifikation an Kroatien und Wales gescheitert.
2024Deutschlandnicht qualifiziertIn der Qualifikation an Belgien und Österreich gescheitert.

UEFA Nations League

  • 2018/19: Liga D, 2. Platz mit 3 Sieg, 3 Remis und 1 Niederlage
  • 2020/21: Liga C, 3. Platz mit 1 Sieg, 3 Remis und 2 Niederlagen
  • 2022/23: Liga C, 2. Platz mit 3 Siegen, 1 Remis und 2 Niederlagen
  • 2024/25: Liga C, 4. Platz mit 1 Remis und 5 Niederlagen

Kleinere Turniere

JahrPositionSp.SUNTorePkt.
1993  ECO-Cup1.42118:55

Länderspiele gegen deutschsprachige Mannschaften

DatumOrtHeimmannschaftResultatGastmannschaft
1.31. August 1996Baku Aserbaidschan1:0 Schweiz
2.11. Oktober 1997Zürich Schweiz5:0 Aserbaidschan
3.14. Oktober 1998Vaduz Liechtenstein2:1 Aserbaidschan
4.5. Juni 1999Baku Aserbaidschan4:0 Liechtenstein
5.8. September 2004Wien Österreich2:0 Aserbaidschan
6.7. September 2005Baku Aserbaidschan0:0 Österreich
7.10. September 2008Baku Aserbaidschan0:0 Liechtenstein
8.12. August 2009Baku Aserbaidschan0:2 Deutschland
9.9. September 2009Hannover Deutschland4:0 Aserbaidschan
10.10. Oktober 2009Vaduz Liechtenstein0:2 Aserbaidschan
11.3. März 2010Luxemburg Luxemburg1:2 Aserbaidschan
12.7. September 2010Köln Deutschland6:1 Aserbaidschan
13.8. Oktober 2010Wien Österreich3:0 Aserbaidschan
14.7. Juni 2011Baku Aserbaidschan1:3 Deutschland
15.7. Oktober 2011Baku Aserbaidschan1:4 Österreich
16.6. Februar 2013Dubai Aserbaidschan1:0 Liechtenstein
17.22. März 2013Luxemburg Luxemburg0:0 Aserbaidschan
18.7. Juni 2013Baku Aserbaidschan1:1 Luxemburg
19.26. März 2017Baku Aserbaidschan1:4 Deutschland
20.8. Oktober 2017Kaiserslautern Deutschland5:1 Aserbaidschan
21.1. September 2021Luxemburg Luxemburg2:1 Aserbaidschan
22.11. November 2021Baku Aserbaidschan1:3 Luxemburg
23.24. März 2023Linz Österreich4:1 Aserbaidschan
24.16. Oktober 2023Baku Aserbaidschan0:1 Österreich


Rekordspieler

Stand: 30. März 2026

RangNameEinsätzeTorePositionZeitraum
1.Rəşad Sadıqov1115Abwehr2001–2017
2.Maksim Medvedev814Abwehr2009–2022
3.Badavi Hüseynov801Abwehr2012–
Aslan Kərimov800Mittelfeld1994–2008
5.Kamran Ağayev790Tor2008–2018
6.Qara Qarayev770Mittelfeld2013–2022
7.Mahir Şükürov764Abwehr2004–2014
8.Mahmud Qurbanov751Mittelfeld1992–2008
Tərlan Əhmədov750Abwehr1992–2005
10.Ramil Şeydayev6910Angriff2016–
11.Qurban Qurbanov6814Angriff1992–2005
12.Emin Ağayev651Abwehr1992–2005
13.Emin Mahmudov6216Mittelfeld2016–
13.Vüqar Nadirov614Angriff2004–2015
14.Rahid Əmirquliyev603Mittelfeld2007–2018

Quelle: eu-football.info

Rekordtorschützen

Stand: 30. März 2026

RangNameToreEinsätzeQuoteZeitraum
1.Emin Mahmudov16620,262016–
2.Qurban Qurbanov14680,211992–2005
3.Ramil Şeydayev10690,142016–
4.Vaqif Cavadov9580,162006–2014
5.Dimitrij Nazarov8460,172014–2022
6.Elvin Məmmədov7370,192008–2017
Branimir Subašić7400,182007–2013
Rauf Əliyev7470,152010–2018
9.Renat Dadashov6430,142017–
Mahir Emreli6590,102017–
Zaur Tağızadə6400,151997–2008

Quelle: eu-football.info

Trainer

  •  Əhməd Ələsgərov (1992)
  •  Ələkbər Məmmədov (1993)
  •  Ağasəlim Mircavadov (1994)
  •  Kazbek Tuayev (1994)
  •  Ağasəlim Mircavadov (1994–1995)
  • Kazbek Tuayev (1995–1996)
  • Vaqif Sadıqov (1997–1998)
  • Əhməd Ələsgərov (1999)
  •  Əsgər Abdullayev (2000, Interimstrainer)
  •  İqor Ponomaryov (2001–2002)
  • Kazbek Tuayev (2002)
  • Əsgər Abdullayev (2002–2003)
  • Carlos Alberto (2004–2005)
  • Vaqif Sadıqov (2005)
  •  Şahin Diniyev (2006–2007)
  •  Gjoko Hadžievski (2007–2008)
  •  Nazim Süleymanov (2008, Interimstrainer)
  • Deutschland Berti Vogts (2008–2014)
  •  Mahmud Qurbanov (2014, Interimstrainer)
  • Robert Prosinečki (2014–2018)
  • Qurban Qurbanov (2018)
  • Nikola Jurčević (2018–2019)
  • Italien Gianni De Biasi (2020–2023)
  • Arif Asadov (2024, Interimstrainer)
  • Portugal Fernando Santos (2024–2025)
  • Aykhan Abbasov (seit 2025, Interimstrainer)

Quelle: eu-football.info

Siehe auch

  • Liste aserbaidschanischer Fußballnationalspieler
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