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Die Frauenstraße ist eine Innerortsstraße im Stadtbezirk Altstadt-Lehel (Nr. 1) von München. Sie bildet einen Teil des in diesem Abschnitt nicht ausgebauten Alt

Frauenstraße (München)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Frauenstraße
Wappen
Straße in München
Riemerschmid-Wirtschaftsschule
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Basisdaten
Ort  München
Ortsteil  Altstadt-Lehel
Angelegt 
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten  1897
Anschluss­straßen  Blumenstraße, Thomas-Wimmer-Ring
Querstraßen  Reichenbachstraße, Westenriederstraße, Zwingerstraße, Tal
Plätze  Viktualienmarkt, Isartorplatz
Nummern­system  Orientierungsnummerierung
Bauwerke  Riemerschmid-Wirtschaftsschule
U-Bahn-Stationen S-Bahn
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge 660,5 m
Vorlage:Infobox Straße/Bezeichnung U-Bahn

Die Frauenstraße ist eine Innerortsstraße im Stadtbezirk Altstadt-Lehel (Nr. 1) von München. Sie bildet einen Teil des in diesem Abschnitt nicht ausgebauten Altstadtrings.

Verlauf

Die Frauenstraße setzt ab der Höhe des nordöstlichen Kopfbaus der Schrannenhalle mit einem nahezu rechtwinkligen Knick die Blumenstraße nach Osten fort und bildet mit einem leichten Linksbogen die Südgrenze des Viktualienmarkts. Dabei lässt sie die Reichenbachstraße nach Süden zum Reichenbachplatz und zum Gärtnerplatz abzweigen. Der Viktualienmarkt endet an der Einmündung des nach Süden abgeknickten Asts der Westenriederstraße (Fußgängerzone). Von dort ab setzt sich die Frauenstraße als enge Schlucht zwischen zwei Häuserzeilen fort. Den Ostabschluss der nördlichen Zeile bildet die städtische Riemerschmid-Wirtschaftsschule zur Zwingerstraße hin. An der südlichen Ecke zur Zwingerstraße wies die Brandmauer zu einem abgeräumten Grundstück seit 1978 bis zur Neubebauung im Jahr 2012 eine monumentale gemalte Scheinfassade auf. Östlich der Zwingerstraße schließt sich zum Isartorplatz ein in en 1970er Jahren weitgehend neu bebauter, als „Rieger-Block“ (nach dem damaligen Pelzgeschäft Rieger-Pelze am Isartor) benannter Komplex an, in dem auch die bekannte Gaststätte Braunauer Hof liegt. Auf der nördlichen Straßenseite befindet sich an der Stelle des im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten und 1953 abgeräumten Isartortheaters (zuletzt Atlantikpalast-Kino) eine kleine Grünanlage zur Westenriederstraße hin. Die Frauenstraße endet an der großzügig ausgebauten Kreuzung am Isartorplatz.

Öffentlicher Personennahverkehr

Die Frauenstraße wird in ihrem Nordteil durch die S-Bahn-Station Isartor an der Stammstrecke erschlossen. Sie wird von mehreren metrobus- und Stadtbuslinien durchfahren. Parallel zu ihr verkehrt die Straßenbahn durch die Rumfordstraße.

Namensherkunft

Der Name Frauenstraße ist im Jahr 1810 in einem Schreiben des Stadtmagistrats an das Generalkommissariat des Isarkreises erstmals belegt. Es wird vermutet, dass er als Gegenstück zur nahe gelegenen Herrenstraße entstanden ist.

Geschichte

Die Straße wurde in den 1810er Jahren nach Abbruch des Mauerrings parallel zum ehemaligen, 1966 aufgelassenen knapp nördlich verlaufenden Östlichen Stadtgrabenbach angelegt.

Gebäude unter Denkmalschutz

  • Nr. 6: Mietshaus, Eckbau, mit Putzgliederung, 1882 (Denkmalliste D-1-62-000-1812)
  • Nr. 8: Mietshaus, neuklassizistisch, 1911 von Hans Hartl und Johann Baptist Schmidbauer (Denkmalliste D-1-62-000-1813)
  • Nr. 9: Mietshaus, Neurenaissance, Ende 19. Jahrhundert (Denkmalliste D-1-62-000-1814)
  • Nr. 10/12: Mietshausblock, langgestreckte, barockisierende Fassade, mit vier Erkern, 1908–1909 von Stefan Wollmann; in Medaillons gemalte Ansichten von München (Denkmalliste D-1-62-000-1815)
  • Nr. 11: Mietshaus, in spätklassizistischer Tradition, 1890 von August Exter (Denkmalliste D-1-62-000-1816)
  • Nr. 13: Mietshaus, deutsche Renaissance, mit zwei Erkern; 1902; große Hausmadonna (Denkmalliste D-1-62-000-1818)
  • Nr. 14: Mietshaus, spätklassizistisch, um 1860; Gruppe mit Nr. 16 (Denkmalliste D-1-62-000-1819)
  • Nr. 15: Mietshaus, neuklassizistisch, um 1900, im Kern wohl älter (Denkmalliste D-1-62-000-1820)
  • Nr. 16: Mietshaus, spätklassizistisch, um 1860; Gruppe mit Nr. 14 (Denkmalliste D-1-62-000-1821)
  • Nr. 18: Mietshaus, fünfgeschossiger, reich gegliederter Neurenaissancebau, errichtet von Johann Thomas 1876 (Denkmalliste D-1-62-000-1822)
  • Nr. 19: Städt. Riemerschmid-Wirtschaftsschule, stattlicher Bau im barockisierenden Jugendstil, 1900–1901 von Robert Rehlen; mit Westenriederstraße 20 (Denkmalliste D-1-62-000-1823)
  • Nr. 20: Mietshaus, Neurenaissance, 1875, 1904 teilweise umgestaltet (Denkmalliste D-1-62-000-1824)
  • Nr. 22: Mietshaus, neubarock, reich gegliedert und stuckiert, um 1880/90 (Denkmalliste D-1-62-000-1825)
  • Nr. 26: Mietshaus, Neurenaissance, um 1870/80 (Denkmalliste D-1-62-000-1826)
  • Nr. 28: Mietshaus, Neurenaissance, um 1870/80 (Denkmalliste D-1-62-000-1827)
  • Nr. 34: Mietshaus, spätbiedermeierlich, 1865 von Michael Reifenstuel; Innenbau 1992/93 weitgehend erneuert (Denkmalliste D-1-62-000-1828)
  • Nr. 36: Mietshaus, spätbiedermeierlich, 3. Viertel 19. Jahrhundert (Denkmalliste D-1-62-000-1829)
  • Nr. 38: Mietshaus, spätbiedermeierlich, 3. Viertel 19. Jahrhundert (Denkmalliste D-1-62-000-1830)
  • Nr. 44: Fassade eines Mietshauses, fünfgeschossig, mit gotisierender Gliederung, von Franz Kil, bezeichnet 1864, Zinnenbekrönung Rekonstruktion von 1926; Abbruch des Hauses 1989/90 (Denkmalliste D-1-62-000-1831)

Ehemaliges Baudenkmal

  • Nr. 4: Mietshaus, um 1860, mit Lisenen und Stichbogenfenstern, nach aus statischen Gründen erlaubtem Abbruch 2012 aus der Denkmalliste gestrichen

Schule

  • Riemerschmid-Wirtschaftsschule (Nr. 19)
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