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Die 000025XXV. Olympischen Winterspiele (italienisch 000025XXV Giochi olimpici invernali) fanden vom 6. bis zum 22. Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezz

Olympische Winterspiele 2026

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Die 000025XXV. Olympischen Winterspiele (italienisch 000025XXV Giochi olimpici invernali) fanden vom 6. bis zum 22. Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt. Nach Cortina d’Ampezzo 1956 und Turin 2006 waren es die dritten Winterspiele in Italien.

000025XXV. Olympische Winterspiele
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Austragungsort: Mailand und Cortina d’Ampezzo (Italien)
Stadion: Giuseppe-Meazza-Stadion
Arena von Verona
Eröffnungsfeier: 6. Februar 2026
Schlussfeier: 22. Februar 2026
Eröffnet durch: Sergio Mattarella (Staatspräsident)
Olympischer Eid: Stefania Constantini, Dominik Fischnaller (Athleten)
Elisabetta Biavaschi, Maurizio Marchetto (Trainer)
Raffaella Locatelli, Gabriele Toldo (Kampfrichter)
Disziplinen: 16 (8 Sportarten)
Wettkämpfe: 116
Länder: 92
Athleten: 2917 (1553 , 1364 )
← Peking 2022
Französische Alpen 2030 →
Medaillenspiegel
Rang Land Gold Silber Bronze Ges.
1 Norwegen Norwegen 18 12 11 41
2 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 12 12 9 33
3 Niederlande Niederlande 10 7 3 20
4 Italien Italien 10 6 14 30
5 Deutschland Deutschland 8 10 8 26
6 Frankreich Frankreich 8 9 6 23
7 Schweden Schweden 8 6 4 18
8 Schweiz Schweiz 6 9 8 23
9 Osterreich Österreich 5 8 5 18
10 Japan Japan 5 7 12 24
Vollständiger Medaillenspiegel

Es war das erste Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele, dass zwei Städte als offizielle Gastgeber fungierten. Insgesamt wurden die Wettkämpfe an sechs verschiedenen Orten ausgetragen, die sich über den italienischen Teil der Ostalpen verteilten.

Norwegen erreichte zum vierten Mal in Folge Rang eins im Medaillenspiegel. Die Niederlande erlangten mit Rang drei ihr bestes Ergebnis bei allen Olympischen Winterspielen. Italien erzielte als Gastgebernation mit dem vierten Rang und insgesamt 30 Medaillen sein ebenfalls bestes Ergebnis. Deutschland verpasste den vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) angestrebten dritten Rang und landete mit insgesamt 26 Medaillen auf Rang fünf. Die Volksrepublik China konnte an ihren Erfolg bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking (Rang vier) nicht anknüpfen und erreichte diesmal nur Rang zwölf. Brasilien (Rang 19) gewann eine Goldmedaille und wurde damit die erste lateinamerikanische Nation, die bei Olympischen Winterspielen Edelmetall gewann.

Inhaltsverzeichnis

Vergabe der Spiele

→ Hauptartikel: Bewerbungen für die Olympischen Winterspiele 2026

Die Abstimmung über den Austragungsort fand am 24. Juni 2019 auf der 134. IOC-Sitzung in Lausanne (Schweiz) statt.

Austragungsort 1. Wahlgang
Italien  Mailand-Cortina 47
Schweden  Stockholm-Åre 34

Ausschlaggebend war Beobachtern zufolge die deutlich höhere Zustimmung in der Bevölkerung (83 zu 55 Prozent) sowie die zögerliche Haltung in Schweden bezüglich staatlicher Finanzgarantien, während in Italien nach anfänglichen Diskussionen die Regierung volle Unterstützung zusicherte.

Örtlichkeiten

Wettkampfstätten

 
Olympische Winterspiele 2026 (Italien Nord)
 
Mailand
 
Bormio
 
Livigno
 
Cortina d’Ampezzo
 
Antholz
 
Predazzo
 
Fleimstal
 
Verona
Lage der Austragungsorte in Norditalien
  •  
    Milano San Siro Olympic Stadium – Eröffnungsfeier
  •  
    Milano Santagiulia Ice Hockey Arena – Eishockey
  •  
    Cortina d’Ampezzo – Ski Alpin, Schlittenwettbewerbe und Curling
  •  
    Stelvio Ski Centre – Ski Alpin und Skibergsteigen
  •  
    Predazzo Ski Jumping Stadium – Skispringen und Nordische Kombination
  •  
    Arena von Verona – Schlussfeier
  •  
    Livigno Snow Park - Snowboard und Freestyle Skiing

Mailand-Cluster

Wettkampfstätte Name Ort Sportarten Kapazität Bau
Giuseppe-Meazza-Stadion Milano San Siro Olympic Stadium Mailand Eröffnungsfeier 75.817 vorhanden
Arena Milano Milano Santagiulia Ice Hockey Arena   Eishockey 11.800 neu
Forum di Milano Milano Ice Skating Arena Assago   Eiskunstlauf 12.700 vorhanden
  Shorttrack vorhanden
Fiera Milano Milano Rho Ice Hockey Arena Rho   Eishockey 6.500 temporär
Milano Speed Skating Stadium   Eisschnelllauf 6.500 temporär

Cortina-d’Ampezzo-Cluster

Wettkampfstätte Name Ort Sportarten Kapazität Bau
Olimpia delle Tofane Tofane Alpine Skiing Centre Cortina d’Ampezzo   Ski Alpin 7.000 vorhanden
Stadio olimpico del ghiaccio Cortina Curling Olympic Stadium   Curling 3.000 vorhanden
Cortina Sliding Centre –   Bob 5.500 neu
  Rennrodeln
  Skeleton
Südtirol Arena Antholz-Anterselva Biathlon Arena Antholz   Biathlon 19.000 vorhanden

Veltlin-Cluster

Wettkampfstätte Name Ort Sportarten Kapazität Bau
Pista Stelvio Stelvio Ski Centre Bormio   Ski Alpin 7.000 vorhanden
  Skibergsteigen
Livigno Snow Park – Livigno   Snowboard 2.000 temporär
  Freestyle-Skiing 8.400
Livigno Aerials & Moguls Park – 3.000 temporär

Fleimstal-Cluster

Wettkampfstätte Name Ort Sportarten Kapazität Bau
Stadio del salto Giuseppe Dal Ben Predazzo Ski Jumping Stadium Predazzo   Skispringen 5.000 neu
  Nordische Kombination
Centro del fondo e del biathlon Fabio Canal Tesero Cross-Country Skiing Stadium Tesero   Skilanglauf 15.000 vorhanden
  Nordische Kombination

Verona-Cluster

Wettkampfstätte Name Ort Sportarten Kapazität Bau
Arena von Verona Verona Olympic Arena Verona Schlussfeier 15.000 vorhanden

Unterbringung der Delegationen

Mailand

→ Hauptartikel: Olympisches Dorf (Mailand)

In Mailand wurde ein Olympisches Dorf auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs „Scalo di Porta Romana“, einer Industriebrache an der Via Lorenzini/Ecke Via Ripamonti im Stadtteil Municipio 4 erbaut. Während der Spiele beherbergte das Dorf 1300 Bewohner. Das Bauprojekt wurde 2025 mit dem International Safety Award des British Safety Council ausgezeichnet. Nach den Spielen plant die Immobiliengesellschaft COIMA, den Komplex in Studentenwohnungen umzuwandeln.

Cortina d’Ampezzo

Etwa vier Kilometer nördlich von Cortina d’Ampezzo wurde auf dem Gelände des stillgelegten Flugplatzes Cortina d’Ampezzo in Fiames ein temporäres Olympisches Dorf errichtet. Während der Spiele waren hier etwa 1400 Menschen in 350 18 qm großen Mobilheimen untergebracht. Die Kosten beliefen sich auf ungefähr 35 Millionen Euro. Alle Heime wurden nach den Spielen verkauft und auf Campingplätzen in Italien weitergenutzt.

Bormio

In Bormio standen insgesamt 400 Betten in vier bestehenden Hotels für die Delegationen zur Verfügung. Die zentrale Lage ermöglichte eine schnelle Erreichbarkeit der Wettkampfstätten.

Livigno

Die Unterbringung in Livigno erfolgte in drei bestehenden, nahe beieinander liegenden Hotels.

Antholz

In Rasen-Antholz waren in vier bestehenden Hotels insgesamt 300 Personen untergebracht. Hierfür wurden in den Hotels diverse Räume umfunktioniert, damit die Einrichtungen den Standards des IOC entsprachen.

Predazzo

Das Olympische Dorf in Predazzo, wo die Delegationen des Nordischen Skisports untergebracht waren, befand sich auf dem Gelände der Alpinschule der Guardia di Finanza. Hierfür wurden die Räumlichkeiten der Kaserne saniert. Insgesamt standen dort 750 Betten zur Verfügung.

Zeremonien

Olympischer Fackellauf

 
Ankunft der olympischen Flamme in Mailand am 5. Februar 2026

Das olympische Feuer wurde am 26. November 2025 traditionsgemäß im griechischen Olympia entzündet. Es folgte die erste Phase des Fackellaufs auf griechischem Gebiet. Mit dem Flugzeug kam das olympische Feuer im Dezember an den Flughafen Rom-Fiumicino. Am 5. Dezember entzündete der Präsident der Italienischen Republik, Sergio Mattarella, bei einer Zeremonie auf der Piazza del Quirinale den Kessel für die olympische Flamme. Am Folgetag startete der Fackellauf auf italienischem Boden. Dabei wurden propalästinensische Demonstranten daran gehindert, den Fackellauf zu stören. Die ersten Etappen führten durch die Region Latium und die Region Umbrien. Es folgte die Toskana, ehe die Route auf die beiden Inseln Sardinien und Sizilien führte. Anschließend kehrte der Fackellauf auf das Festland zurück und führte durch Kalabrien. Von dort aus ging es wieder in den Norden durch Kampanien, ehe Neapel erreicht wurde. Anschließend führte der Weg über die Regionen Latium, Apulien und Molise in die Abruzzen. Der weitere Weg führte über Emilia-Romagna in das Piemont und das Aostatal. Mitte Januar erreichte das olympische Feuer mit der Lombardei die erste von drei Regionen der Spiele. Es folgten weitere Etappen nach Venetien, der zweiten Region der Spiele. Dort war Verona, Austragungsort der Schlussfeier, das Ziel. Anschließend führte die Route nach Cortina d’Ampezzo, einem der gastgebenden Orte. Im Anschluss führte die Route durch die Region Trentino-Südtirol. Vom 30. Januar an führte der Fackellauf durch die Lombardei. Über Livigno, Austragungsort der Wettkämpfe im Freestyle-Skiing und Snowboard, ging die Route nach Mailand. Während der Eröffnungsfeier wurde das Feuer in Mailand am Arco della Pace von den Ski-Legenden Alberto Tomba und Deborah Compagnoni gemeinsam entzündet. Gleichzeitig wurde es in Cortina d’Ampezzo auf der Piazza Dibona von der Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia entzündet.

Eröffnungsfeier

→ Hauptartikel: Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026

Die Eröffnungsfeier fand am 6. Februar statt. Hauptveranstaltungsort der Eröffnungsfeier war Mailand, wo der größte Teil der Zeremonie im Milano San Siro Olympic Stadium stattfand. Parallel wurde eine Zeremonie in Cortina d’Ampezzo abgehalten. An beiden Orten war während der Eröffnungsfeier gleichzeitig eine Schale, je ein Olympisches Feuer, entzündet worden. Athleten aus Russland und Belarus, die unter der Bezeichnung „Individuelle Neutrale Athleten“ an den Start gingen, durften nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Grund war der russische Angriffskrieg in der Ukraine. Sowohl die Delegation Israels als auch der anwesende US-amerikanische Vizepräsident J. D. Vance wurden hörbar ausgepfiffen. Der US-Sender NBC schnitt die Unmutsäußerungen gegen Vance aus seiner Berichterstattung heraus. Die ukrainische Delegation wurde unter Jubel begrüßt.

Schlussfeier

→ Hauptartikel: Schlussfeier der Olympischen Winterspiele 2026

Die Schlussfeier der Spiele fand am 22. Februar in der Arena von Verona statt.

Wettkampfprogramm

Es fanden in acht Sportarten und 16 verschiedenen Disziplinen insgesamt 116 Wettkämpfe (54 für Männer, 50 für Frauen und 12 Mixed-Wettbewerbe) statt. Das waren sieben Wettbewerbe, eine Disziplin und eine Sportart mehr als in Peking 2022. Nachfolgend die Änderungen im Detail:

  • Skibergsteigen wurde als neue Sportart erstmals olympisch. Es wurde je ein Sprint für Männer und Frauen sowie ein Mixed-Wettbewerb ausgetragen.
  • Im Skeleton wurde ein neuer Mixed-Teamwettbewerb erstmals ausgetragen.
  • Im Rennrodeln wurde der Doppelsitzer der Frauen ins Programm aufgenommen.
  • Im Freestyle-Skiing wurde das Programm um je einen Dual-Moguls-Wettkampf für Männer und Frauen ergänzt.
  • Im Ski Alpin wurde der Mixed-Teamwettbewerb nach zwei Austragungen (2018 und 2022) wieder aus dem Programm gestrichen, sodass es eine Medaillenentscheidung weniger gab. Zusätzlich wurde anstelle der Alpinen Kombination eine Team-Kombination für Männer und Frauen ausgetragen.
  • Im Skispringen wurde der Großschanzenwettbewerb der Frauen erstmals ins Programm aufgenommen. Zusätzlich wurde aufgrund einer Reduktion der Quotenplätze bei den Männern anstatt des Mannschaftswettbewerbs mit vier Springern ein Super-Team-Wettbewerb mit zwei Springern ausgetragen.
  • In der Nordischen Kombination wurde der Mannschaftswettbewerb mit vier Startern durch einen Teamsprint mit zwei Startern ersetzt. Grund hierfür war ebenfalls eine Reduktion der Quotenplätze.
  • Im Skilanglauf wurden die Renndistanzen für beide Geschlechter angeglichen: Der Einzelstart wurde mit 10 Kilometern, der Skiathlon mit 20 Kilometern, der Massenstart mit 50 Kilometern und die Staffel mit 4 × 7,5 Kilometern ausgetragen.

Olympische Sportarten/Disziplinen

  •   Biathlon Gesamt (11) = Männer (5) / Frauen (5) / Mixed (1)
  • Bobsport
    •   Bob Gesamt (4) = Männer (2) / Frauen (2)
    •   Skeleton Gesamt (3) = Männer (1) / Frauen (1) / Mixed (1)
  •   Curling Gesamt (3) = Männer (1) / Frauen (1) / Mixed (1)
  •   Eishockey Gesamt (2) = Männer (1) / Frauen (1)
  • Eislauf
    •   Eiskunstlauf Gesamt (5) = Männer (1) / Frauen (1) / Mixed (3)
    •   Eisschnelllauf Gesamt (14) = Männer (7) / Frauen (7)
    •   Shorttrack Gesamt (9) = Männer (4) / Frauen (4) / Mixed (1)
  •   Rennrodeln Gesamt (5) = Männer (2) / Frauen (2) / Mixed (1)
  •   Skibergsteigen Gesamt (3) = Männer (1) / Frauen (1) / Mixed (1)
  • Skisport
    •   Freestyle-Skiing Gesamt (15) = Männer (7) / Frauen (7) / Mixed (1)
    •   Ski Alpin Gesamt (10) = Männer (5) / Frauen (5)
    • Ski Nordisch
      •   Nordische Kombination Gesamt (3) = Männer (3)
      •   Skilanglauf Gesamt (12) = Männer (6) / Frauen (6)
      •   Skispringen Gesamt (6) = Männer (3) / Frauen (2) / Mixed (1)
    •   Snowboard Gesamt (11) = Männer (5) / Frauen (5) / Mixed (1)

Zeitplan

Der Zeitplan umfasste Veranstaltungen vom 4. bis 22. Februar 2026.

Zeitplan
Disziplin Mi.
4.
Do.
5.
Fr.
6.
Sa.
7.
So.
8.
Mo.
9.
Di.
10.
Mi.
11.
Do.
12.
Fr.
13.
Sa.
14.
So.
15.
Mo.
16.
Di.
17.
Mi.
18.
Do.
19.
Fr.
20.
Sa.
21.
So.
22.
Ent-
schei-
dungen
Februar
  Eröffnungsfeier
  Biathlon 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 11
Bob-
sport
  Bob 1 1 1 1 04
  Skeleton 1 1 1 03
  Curling 1 1 1 03
  Eishockey 1 1 02
Eislauf   Eiskunstlauf 1 1 1 1 1 05
  Eisschnelllauf 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 2 14
  Shorttrack 1 2 1 1 2 2 09
  Rennrodeln 1 1 2 1 05
  Skibergsteigen 2 1 03
Skisport   Freestyle-Skiing 1 1 1 1 1 1 1 1 1 3 2 1 15
  Ski Alpin 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 10
Ski
Nordisch
  Nordische Kombination 1 1 1 03
  Skilanglauf 1 1 2 1 1 1 1 2 1 1 12
  Skispringen 1 1 1 1 1 1 06
  Snowboard 1 2 1 2 2 1 2 11
  Schlussfeier
Entscheidungen 5 8 5 9 8 9 7 8 9 6 6 9 6 7 9 5 116
Disziplin Mi.
4.
Do.
5.
Fr.
6.
Sa.
7.
So.
8.
Mo.
9.
Di.
10.
Mi.
11.
Do.
12.
Fr.
13.
Sa.
14.
So.
15.
Mo.
16.
Di.
17.
Mi.
18.
Do.
19.
Fr.
20.
Sa.
21.
So.
22.
Ent-
schei-
dungen
Februar

Farblegende

  • Eröffnungsfeier
  • Wettkampftag (keine Entscheidungen)
  • Wettkampftag (x Entscheidungen)
  • Schaulaufen (Eiskunstlauf-Gala)
  • Schlussfeier
  • Teilnehmer

    Es qualifizierten sich Athleten von 92 Nationalen Olympischen Komitees für die Spiele. Benin, Guinea-Bissau und die Vereinigten Arabischen Emirate gaben ihr Debüt bei den Olympischen Winterspielen.

    Die Nationalen Olympischen Komitees von Russland und Belarus waren aufgrund des russischen Überfalls auf die Ukraine weiterhin suspendiert. Wie bei den Olympischen Sommerspielen 2024 durften einzelne Athleten aus beiden Ländern als Individuelle Neutrale Athleten (AIN) an den Olympischen Winterspielen 2026 teilnehmen. Diese Athleten mussten vom Internationalen Verband der jeweiligen Sportart und von einem Panel des IOC zugelassen werden. Nur die Internationale Eislaufunion (ISU) bei den Eislaufsportarten Eisschnelllauf, Eiskunstlauf und Shorttrack sowie die International Ski Mountaineering Federation (ISMF) beim Skibergsteigen erlaubten die Teilnahme von neutralen Athleten aus Russland und Belarus. Bei den Mannschaftssportarten Curling und Eishockey sowie bei Teamwettbewerben in anderen Sportarten ließ das IOC grundsätzlich keine russischen und belarussischen Athleten zu.

    Teilnehmer der 000025XXV. Olympischen Winterspiele
    Europa (1915 Athleten aus 48 Ländern)
    • Albanien  Albanien (4)
    • Andorra  Andorra (6)
    • Armenien  Armenien (5)
    • Aserbaidschan  Aserbaidschan (2)
    • Belgien  Belgien (30)
    • Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina (5)
    • Bulgarien  Bulgarien (20)
    • Danemark  Dänemark (39)
    • Deutschland  Deutschland (189)
    • Estland  Estland (32)
    • Finnland  Finnland (103)
    • Frankreich  Frankreich (162)
    • Georgien  Georgien (8)
    • Griechenland  Griechenland (5)
    • Vereinigtes Konigreich  Großbritannien (55)
    • Irland  Irland (4)
    • Island  Island (4)
    • Israel  Israel (10)
    • Italien  Italien (196)
    • Kosovo  Kosovo (2)
    • Kroatien  Kroatien (14)
    • Lettland  Lettland (68)
    • Liechtenstein  Liechtenstein (8)
    • Litauen  Litauen (17)
    • Luxemburg  Luxemburg (2)
    • Malta  Malta (1)
    • Moldau Republik  Moldau (5)
    • Monaco  Monaco (1)
    • Montenegro  Montenegro (2)
    • Niederlande  Niederlande (39)
    • Nordmazedonien  Nordmazedonien (4)
    • Norwegen  Norwegen (80)
    • Osterreich  Österreich (117)
    • Polen  Polen (60)
    • Portugal  Portugal (3)
    • Rumänien  Rumänien (29)
    • San Marino  San Marino (1)
    • Schweden  Schweden (110)
    • Schweiz  Schweiz (175)
    • Serbien  Serbien (3)
    • Slowakei  Slowakei (53)
    • Slowenien  Slowenien (37)
    • Spanien  Spanien (20)
    • Tschechien  Tschechien (116)
    • Turkei  Türkei (8)
    • Ukraine  Ukraine (46)
    • Ungarn  Ungarn (15)
    • Zypern Republik  Zypern (2)
    Amerika (499 Athleten aus 15 Ländern)
    • Argentinien  Argentinien (8)
    • Bolivien  Bolivien (1)
    • Brasilien  Brasilien (15)
    • Chile  Chile (4)
    • Ecuador  Ecuador (1)
    • Haiti  Haiti (2)
    • Jamaika  Jamaika (7)
    • Kanada  Kanada (210)
    • Kolumbien  Kolumbien (1)
    • Mexiko  Mexiko (5)
    • Puerto Rico  Puerto Rico (1)
    • Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago (7)
    • Uruguay  Uruguay (1)
    • Venezuela  Venezuela (1)
    • Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten (235)
    Asien (395 Athleten aus 19 Ländern)
    • China Volksrepublik  China, Volksrepublik (126)
    • Chinesisch Taipeh  Chinesisch Taipeh (9)
    • Hongkong  Hongkong (4)
    • Indien  Indien (2)
    • Iran  Iran (4)
    • Japan  Japan (120)
    • Kasachstan  Kasachstan (36)
    • Kirgisistan  Kirgisistan (2)
    • Korea Sud  Korea, Republik (73)
    • Libanon  Libanon (2)
    • Malaysia  Malaysia (1)
    • Mongolei  Mongolei (3)
    • Pakistan  Pakistan (1)
    • Philippinen  Philippinen (2)
    • Saudi-Arabien  Saudi-Arabien (2)
    • Singapur  Singapur (1)
    • Thailand  Thailand (3)
    • Usbekistan  Usbekistan (2)
    • Vereinigte Arabische Emirate  Vereinigte Arabische Emirate * (2)
    Ozeanien (71 Athleten aus 2 Ländern)
    • Australien  Australien (54)
    • Neuseeland  Neuseeland (17)
    Afrika (15 Athleten aus 8 Ländern)
    • Benin  Benin * (1)
    • Eritrea  Eritrea (1)
    • Guinea-Bissau  Guinea-Bissau * (1)
    • Kenia  Kenia (2)
    • Madagaskar  Madagaskar (2)
    • Marokko  Marokko (2)
    • Nigeria  Nigeria (1)
    • Sudafrika  Südafrika (5)
    Andere (21 individuelle Athleten)
    • Individuelle Neutrale Athleten  Individuelle Neutrale Athleten (21)
    (Anzahl der Athleten)
    * 
    erstmalige Teilnahme an Winterspielen

    Erfolgreichste Athleten

    Die erfolgreichsten Teilnehmer
    Rang Athlet Nation Sportart       Gesamt
    1 Johannes Høsflot Klæbo Norwegen  Norwegen Skilanglauf 6 0 0 6
    2 Julia Simon Frankreich  Frankreich Biathlon 3 1 0 4
    3 Quentin Fillon Maillet Frankreich  Frankreich Biathlon 3 0 1 4
    Jens van ’t Wout Niederlande  Niederlande Shorttrack 3 0 1 4
    5 Jens Lurås Oftebro Norwegen  Norwegen Nordische Kombination 3 0 0 3
    Franjo von Allmen Schweiz  Schweiz Ski Alpin 3 0 0 3
    7 Lou Jeanmonnot Frankreich  Frankreich Biathlon 2 1 1 4
    8 Anna Odine Strøm Norwegen  Norwegen Skispringen 2 1 0 3
    Éric Perrot Frankreich  Frankreich Biathlon 2 1 0 3
    Frida Karlsson Schweden  Schweden Skilanglauf 2 1 0 3
    Jordan Stolz Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Eisschnelllauf 2 1 0 3
    12 Kim Gil-li Korea Sud  Südkorea Shorttrack 2 0 1 3
    Einar Hedegart Norwegen  Norwegen Skilanglauf 2 0 1 3
    14 Domen Prevc Slowenien  Slowenien Skispringen 2 0 0 2
    Xandra Velzeboer Niederlande  Niederlande Shorttrack 2 0 0 2
    Federica Brignone Italien  Italien Ski Alpin 2 0 0 2
    Matt Weston Großbritannien  Großbritannien Skeleton 2 0 0 2
    Max Langenhan Deutschland  Deutschland Rennrodeln 2 0 0 2
    Julia Taubitz Deutschland  Deutschland Rennrodeln 2 0 0 2
    Francesca Lollobrigida Italien  Italien Eisschnelllauf 2 0 0 2
    Alysa Liu Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Eiskunstlauf 2 0 0 2

    Symbolik

    Logo

    Das Logo „Futura“ (deutsch Zukunft) zeichnete in einer durchgehenden weißen Linie die Zahl 26 nach und sollte die Nachhaltigkeit von Mailand–Cortina 2026 symbolisieren.

    Medaillen

    Die Medaillen für die Olympischen Winterspiele wurden am 15. Juli 2025 auf einer Veranstaltung in Venedig von Valentina Marchei, der Leiterin des Ambassador-Programms der Spiele, präsentiert. Das Design der Medaillen sollte Emotionen und Teamwork in den Mittelpunkt stellen. Die Medaillen bestanden aus zwei Hälften. Diese sollten die Verbindung der beiden ausrichtenden Städte Mailand und Cortina sowie den Siegeswillen und die Anstrengung, die nötig waren, um sie zu gewinnen, symbolisieren.

    Auf der einen Seite waren die olympischen Ringe, auf der anderen das Logo der Spiele abgebildet. Zudem waren auf jeder Medaille die jeweilige Disziplin sowie weitere Informationen eingraviert. Eine Medaille war einen Zentimeter dick und hatte einen Durchmesser von acht Zentimetern. Die Goldmedaillen waren 500 Gramm schwer und hatten zusätzlich sechs Gramm Goldanteil. Eine Silbermedaille wog 500 Gramm und die Bronzemedaille war 420 Gramm schwer.

    Die Anfertigung der Medaillen wurde durch die staatliche Münzprägeanstalt Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato vorgenommen. Für die Herstellung wurde wiederverwertetes Metall genutzt, das aus den eigenen Produktionsabfällen gewonnen wurde. Der Präsident des Organisationskomitees, Giovanni Malagò, versicherte im Vorfeld der Spiele, dass diese nicht kaputtgehen werden. Grund hierfür war der Umstand, dass bei den vorangegangenen Sommerspielen in Paris 2024 mehr als 100 Medaillen von Athleten zurückgegeben wurden, da diese nach wenigen Monaten beschädigt waren.

    Dennoch lösten sich bei mehreren Olympioniken bereits beim Jubeln die Medaillen vom Umhängeband.

    Maskottchen

    Die Maskottchen der Olympischen Winterspiele und der Winter-Paralympics 2026 waren die beiden Hermelingeschwister Tina und Milo. Tina mit ihrem weißen Winterfell repräsentierte dabei die Olympischen Winterspiele und der nur mit einer Pfote versehene Milo, die Winter-Paralympics. Ihr Name spielte auf die beiden Gastgeberorte Cortina und Mailand (italienisch Milano) an. Mit ihrer Lebhaftigkeit und Schnelligkeit verkörperten sie nach Angaben des Organisationskomitees das italienische Lebensgefühl. Zugleich überraschten sie durch ihre Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit in einem so anspruchsvollen Lebensraum wie den Bergen.

    Die beiden Maskottchen wurden von den Schülern der Gesamtschule „Costantino Mustari“ in Taverna (Kalabrien) geschaffen und im Februar 2024 offiziell vorgestellt.

    Kritik und Kontroversen

    Bewerbung

    Bereits vor der offiziellen Olympiabewerbung wurde die fehlende Transparenz der Kandidatur kritisiert. Turin, ursprünglich als dritter Austragungsort vorgesehen, zog sich aus diesem Grund im September 2018 von der Kandidatur zurück.

    Im Gegensatz zu anderen Bewerbern wurden zudem in keinem der Austragungsorte Referenden abgehalten, in denen sich die Bevölkerung für oder gegen eine Bewerbung aussprechen konnte. In Cortina d’Ampezzo wurde ein solches von einer Bürgerinitiative vorgetragenes Anliegen vom Bürgermeister im Oktober 2018 abgeblockt.

    Das bei der Abstimmung des IOC als mitausschlaggebend für Mailand – Cortina d’Ampezzo genannte Kriterium der hohen Bevölkerungszustimmung von 83 %, beruhte auf einer Online-Umfrage, an der etwas mehr als 2500 Personen teilnahmen. Die Repräsentativität der Umfrage wurde wegen der fehlenden Transparenz bezüglich der Auswahl der Umfrageteilnehmer infrage gestellt.

    Bau, Kosten und Zustand der Anlagen

    Die Kosten für den Bau der Anlagen wurden von verschiedener Seite kritisiert und deren langfristige Nutzung angezweifelt. Die Kosten der Spiele beliefen sich auf 6 Milliarden, wovon 3,5 Milliarden für die Infrastruktur gerechnet wurden.

    Arena Santa Giulia

    Die Baukosten der für die Spiele neu gebauten Arena Santa Giulia, die als Hauptaustragungsort des olympischen Eishockeyturniers vorgesehen war, waren rund ein Jahr vor Eröffnung der Spiele von geplanten 180 Millionen Euro bereits auf 300 Millionen Euro gestiegen. Zudem kam es zu starken Verzögerungen beim Bau. Die ursprünglich für Ende 2025 geplante Eröffnung der Halle musste verschoben und die Anfang Dezember 2025 als Testveranstaltung geplanten Spiele der Division 1B der Eishockey-U20-Weltmeisterschaft in eine andere Halle verlegt werden. Die Eröffnung war nun für den 2. Februar 2026, drei Tage vor Beginn des ersten Spiels, geplant.

    Darüber hinaus äußerten Vertreter der NHL, deren Spieler erstmals seit 2014 wieder an den Olympischen Winterspielen teilnehmen, Kritik an der aufgrund der verkürzten Vorbereitungszeit, möglicherweise mangelnden Eisqualität und an der im Vergleich zur NHL geringeren Größe des Spielfelds.

    Bereits im Oktober 2024 war publik geworden, dass die Sportstättenkommission des Nationalen Olympischen Komitees Italiens in einem Gutachten die Eignung der Anlage als Sportstätte nur befristet und unter Einschränkungen erteilt hatte. Die Anlage entspreche laut CONI nicht den Bestimmungen, nach der für jeden Zuschauer stets die Sicht auf die Spielfläche gewährleistet sei. Dies gelte nach dem Gutachten insbesondere für Eishockeyspiele. Die Halle sei deshalb nur mit entsprechender Ausnahmegenehmigung und nur für eine begrenzte Zahl von Eishockeyspielen durch die entsprechenden nationalen und internationalen Verbände als Spielstätte abzunehmen.

    Laut Kritikern seien die Probleme mit der Halle hausgemacht, da der Bauherr CTS Eventim die Anlage von vornherein nicht als Spielstätte für Sportveranstaltungen entworfen habe, sondern als Konzerthalle.

    Kunsteisbahn

    Die olympischen Wettbewerbe im Rennrodeln, Bobsport und Skeleton wurden ursprünglich auf der Kunsteisbahn Pista olimpica Eugenio Monti in Cortina d’Ampezzo geplant. Diese war im Jahr 2008 geschlossen worden; im Zuge der Olympiavergabe an Italien wurde die „Reaktivierung“ der Bahn angekündigt, damit dort die Bob-, Rennrodel- und Skeletonwettbewerbe stattfinden können. Im März 2023 begann der Abriss der Bahn, um Platz für den Neubau zu machen. Die 2018 für die Olympiabewerbung ursprünglich mit 41,8 Millionen Euro angesetzten Kosten waren bis dahin bereits auf knapp 100 Millionen Euro angewachsen. Völlig unklar war im März 2023 noch, ob die Bahn nach den Olympischen Spielen überhaupt rentabel weiterbetrieben werden kann. Im Juli 2023 waren die Abbrucharbeiten abgeschlossen. Bei der nachfolgenden öffentlichen Ausschreibung für die Vergabe des Neubaus wurden keine Angebote abgegeben. Auch nachdem eventuelle Baufirmen direkt kontaktiert worden waren, fand man keinen bereitwilligen Auftragnehmer. Die Baufirmen führten an, dass aufgrund der stark angestiegenen Energie- und Materialkosten das Projekt für sie nicht rentabel sei. Mitte Oktober 2023 wurde der Bau einer neuen Bahn in Cortina verworfen. Damit gab es keinen wettbewerbsfähigen Eiskanal mehr in Italien. Eine eventuelle Wiederinbetriebnahme der stillgelegten Olympiabahn in Cesana Pariol war zuvor vom italienischen Sportminister Andrea Abodi wegen zu hoher Kosten abgelehnt worden. Stattdessen sollten die Olympiaorganisatoren auf eine bestehende Anlage im Ausland (wie den Olympia Eiskanal Igls in Innsbruck oder die Kunsteisbahn Königssee in Bayern) zurückgreifen müssen.

    Anfang 2024 kam es zum Streit zwischen der italienischen Regierung und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Während die italienische Regierung um Minister Matteo Salvini im Februar bekannt gab, die Eisbahn in Cortina d’Ampezzo bis März 2025 wiederaufzubauen, um die Wettkämpfe im eigenen Land austragen zu können, plädierte das IOC für die Nutzung einer ausländischen Eisbahn. Kritikpunkte waren vor allem Zweifel an der rechtzeitigen Fertigstellung (Neubau einschließlich Tests und Prüfverfahren) aufgrund der knappen Zeit bis zu den Winterspielen, die hohen Kosten für den Neubau von ca. 82 Millionen Euro aus öffentlichen Geldern bei ohnehin hohen Ausgaben für die Olympischen Winterspiele 2026 sowie die unsichere Nachnutzung der Bahn nach den Winterspielen. Athleten und Sportverbände sprachen sich ebenfalls gegen eine Auslagerung ins Ausland und für die Verwendung einer Eisbahn in Italien aus, um Teil der Olympischen Spiele zu sein.

    Nach Baustart im Frühjahr 2024 lagen die Arbeiten an der Bahn im September im Zeitplan. Die Prüfung und Freigabe der Strecke war für den März 2025 vorgesehen.

    Biathlonzentrum

    Laut Bewerbungsunterlagen wurden die Kosten der für die Spiele notwendigen Umbauarbeiten in der Südtirol Arena in Antholz mit 5,4 Millionen US-Dollar angegeben. 2021 gab das Organisationskomitee bekannt, dass für die Anpassung der Sportstätte 28,5 Millionen Euro nötig seien, das Biathlonkomitee Rasen-Antholz war von 71,5 Millionen Euro ausgegangen. Im Juni 2024 begannen die Umbauarbeiten an der Sportstätte Antholz. Im Juli 2025 waren nach Angaben der Provinz Bozen – Südtirol die Kosten auf über 58,5 Millionen Euro angewachsen und umfassten unter anderem den Neubau der Beschneiungsanlage, die Modernisierung des Stadions, eine neue Flutlichtanlage sowie ein neues Speicherbecken. Kritiker bezeichneten die Umbauarbeiten als „überdimensioniert“ und kritisierten die mangelnde Transparenz bei der Vergabe der Aufträge sowie die unzureichende Einhaltung von Umweltschutzauflagen.

    Skisprungschanzen

    In der Bewerbung für die Winterspiele war für das Stadio del salto Giuseppe Dal Ben in Predazzo eine auf Nachhaltigkeit basierende Modernisierung der bestehenden Anlagen für 8,7 Millionen Euro vorgesehen. Im August 2022 wurde stattdessen ein Projekt vorgestellt, das den vollständigen Abriss und Neubau der Schanzen umfasste. Die dafür veranschlagten Kosten betrugen 2022 bereits 36,6 Millionen Euro. Völlig unklar waren bei der Verabschiedung des Neubauprojektes durch den Gemeinderat von Predazzo die zukünftigen jährlichen Betriebskosten. Bis zum Frühjahr 2024 waren die Kosten auf über 41 Millionen Euro in die Höhe geschnellt. Nach Aussage der Verantwortlichen entsprachen die bestehenden Schanzen nicht mehr den Vorgaben, weshalb ein Neubau unausweichlich war.

    Ursprünglich sollte die Anlage bereits zur Saison 2024/25 für Wettkämpfe zur Verfügung stehen. Aufgrund von Verzögerungen beim Bau wurde dieser Termin nicht eingehalten und die als Test vorgesehenen Weltcups abgesagt. Beide neuen Schanzen wurden schließlich am 11. Juli 2025 zertifiziert. Sie wurden im Rahmen des Skisprung-Grand-Prix 2025 und des Grand Prix der Nordischen Kombination vom 18. bis 21. September 2025 eingeweiht, wobei am wettkampffreien Freitag die offizielle Einweihungszeremonie stattfinden sollte. Im Zusammenhang mit dem Wettbewerb gerieten die neuen Schanzen in Kritik, nachdem sich mit der Österreicherin Eva Pinkelnig und der Kanadierin Alexandria Loutitt zwei erfahrene Springerinnen erhebliche Knieverletzungen zuzogen. Als bei derselben Veranstaltung die japanische Kombiniererin Haruka Kasai schwer am Knie verletzt wurde, wurden Nachbesserungen angekündigt. Im November 2025 wurde mitgeteilt, dass die Neigung des Schanzentisches sowohl auf der Groß- als auch der Normalschanze um 0,5 Grad erhöht wurde.

    Langlaufzentrum

    Das Langlaufzentrum Centro del fondo e del biathlon Fabio Canal in Tesero im Fleimstal zählte laut des Bewerbungsdossiers zu den bestehenden Sportstätten, die bereits „perfekt ausgestattet“ seien. Dennoch waren Umbauten in Höhe von 9,8 Millionen US-Dollar veranschlagt worden, der Großteil davon für zeitlich befristete Baumaßnahmen. Im August 2023 begannen die Umbauarbeiten, für die die Autonome Provinz Trient bis dahin 18,6 Millionen Euro bewilligt hatte. Aufgrund gestiegener Rohstoffpreise wurden die Mittel im Laufe des Jahres 2023 erneut aufgestockt. Zudem wurde der Bau von weiteren Einrichtungen bewilligt, die ursprünglich nicht vorgesehen waren, sodass sich die Gesamtkosten bis dahin auf 22,4 Millionen Euro beliefen.

    Zu den anfangs nicht geplanten Projekten, die mit Olympiamitteln finanziert werden, zählte der umstrittene Bau einer 2,2 Kilometer langen Rollskipiste. Eine solche Piste war erst 2020 am Lavazèjoch eröffnet worden, nachdem der ursprünglich in Tesero geplante Bau am Widerstand der Bevölkerung gescheitert war. Umweltschutzverbände kritisierten den Bau, weil dadurch weitere wertvolle landwirtschaftliche Flächen zerstört und zersplittert würden. Kritik wurde auch gegenüber dem Ausbau der Beschneiungsanlage geäußert. Laut Bewerbungsdossier sollte der Wasserbedarf für die künstliche Beschneiung der Langlaufloipen in Tesero aus 54 Trinkwasserbrunnen gedeckt werden. Dabei handelt es sich um ein bereits andernorts genutztes Verfahren, das bei Wasserknappheit allerdings auch die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung infrage stelle. Um den Bedarf für die olympischen Wettbewerbe zu sichern, wurde an dem am Wettkampfgelände vorbeifließenden Avisio ein Einlaufwerk errichtet, das allerdings in einem Natura-2000-Schutzgebiet liegt. Laut der zuständigen Dienststelle für Nachhaltigkeit und Schutzgebiete der Provinz würde der Betrieb eine effektive Umweltveränderung im Schutzgebiet bewirken. Es stellte sich zudem heraus, dass der Bau nicht dem Flächennutzungsplan entsprach, weshalb im Nachhinein eine Ausnahmegenehmigung wegen „übergeordneten Interesses“ erlassen wurde.

    Verteilung von Unterkünften und Wettkampfstätten

    Verschiedene Beteiligte kritisierten, dass die Wettkampfstätten auf sieben Orte verteilt waren und es kein gemeinsames olympisches Dorf gab. So fanden z. B. die Frauen- und Männerwettbewerbe im Alpinen Skisport erstmals an unterschiedlichen Orten statt.

    Unterbringung der Freiwilligen

    Für die Olympischen Winterspiele und die Paralympics wurden laut Organisationskomitee 18.000 Freiwillige für das „Team 26“ rekrutiert. Etwa 130.000 hatten sich als Freiwillige beworben. Wenige Wochen vor den Spielen gab es zahlreiche Absagen. Allein in Mailand fehlten im Januar 2026 etwa 1000 Freiwillige. Als Grund wurden insbesondere die hohen Unterhaltskosten angegeben. Für die Absagen wurde das Organisationskomitee verantwortlich gemacht, das erst im Januar 2026 den Einsatzort mitteilte und damit die Suche nach Unterkünften erschwerte. Die Freiwilligen trugen die Kosten für Übernachtung, Anreise und Verpflegung selbst. Um den Turnover während der Spiele gewährleisten zu können, wurden wenige Tage vor Beginn der Spiele Alpini des Reservistenverbandes ANA (Associazione Nazionale Alpini) herangezogen und die Altersobergrenze der Freiwilligen auf 70 Jahre erhöht. 160 für Cortina d’Ampezzo bestimmte Alpini wurden in Notunterkünften zunächst ohne Warmwasser und Heizung untergebracht, worauf 20 die sofortige Heimreise antraten. Andere Freiwillige aus den Reihen des Katastrophenschutzes wurden aufgefordert mit Schlafsack und Kissen anzureisen, da ihnen nur eine Liege ohne Bettzeug zur Verfügung gestellt werden könne.

    Proteste

    Bei einem Protestzug durch Mailand gegen die Olympischen Spiele kam es einen Tag nach der Eröffnungsfeier in San Siro zu Krawallen. Die nach Presseangaben bis zu 10.000 Demonstranten – die Polizei sprach von 3000 Teilnehmern – protestierten gegen ein Entwicklungsmodell, das auf Spekulation und dem Abbau von Arbeitsschutzmaßnahmen basiert, mit nutzlosen Bauvorhaben, Zubetonierung und Ausbeutung prekärer Arbeitsverhältnisse. Der vom Komitee für nicht nachhaltige Olympische Spiele 2026 organisierte Demonstrationszug wandte sich auch gegen die Praxis, wie mithilfe einer Großveranstaltung Bauvorhaben und Projekte, die für die Veranstaltung selbst nicht unbedingt notwendig und sonst oft nicht realisierbar wären, durchgesetzt werden. Protestiert wurde auch gegen die Anwesenheit von Mitarbeitern der US-amerikanischen Behörde ICE bei den Spielen. Etwa 100 gewaltbereite Demonstranten setzten sich vom Protestzug ab und griffen die Sicherheitsbeamten mit Feuerwerkskörpern und Flaschen an. Die Polizei antwortete mit Tränengas, Wasserwerfern und Schlagstöcken. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete diejenigen, die gegen die Winterolympiade demonstrierten, als „Feinde Italiens“. Zur Demonstration hatten auch Parteien, Gewerkschaften und Organisationen der Linken und der linken Mitte aufgerufen.

    Sabotageakte auf Eisenbahnstrecken

    Wie bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris wurden nach der Eröffnungsfeier bei mehreren Sabotageakten verschiedene Streckenabschnitte der italienischen Eisenbahnen beschädigt. Niemand bekannte sich zu den Anschlägen. Die Ermittler gingen davon aus, dass sie von Gruppierungen mit anarchistischem Hintergrund durchgeführt wurden und im Zusammenhang mit der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele standen. Von den Sabotageakten waren Streckenabschnitte rund um den Eisenbahnknotenpunkt Bologna betroffen. Es kam zu Ausfällen im Schienenverkehr und zu stundenlangen Verspätungen. Zwei Tage nach den Sabotageakten tauchte auf einer von italienischen Anarchisten betriebenen Webseite ein Aufruf zu weiteren Sabotageangriffen gegen die Olympischen Spiele auf. In der Nacht vom 10. auf den 11. Februar 2026 kam es zu einem weiteren Sabotageakt bei Abbadia Lariana an der Veltlinbahn, die Mailand mit dem Veltlin verbindet, einem der Austragungsorte der Spiele. Am Morgen des 14. Februar 2026 wurden nach dem gleichen Muster die Schnellfahrstrecken Florenz-Rom und Rom-Neapel sabotiert. Erneut kam es zu stundenlangen Verspätungen.

    Doping

    Vier Tage vor Beginn der Spiele wurde die für die italienische Mannschaft nominierte Biathletin Rebecca Passler positiv auf den verbotenen Wirkstoff Letrozol getestet und suspendiert. Die Suspendierung wurde am 13. Februar 2026 von einem Berufungsgericht der nationalen Anti-Doping-Behörde aufgehoben.

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