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Klockow ist ein bewohnter Gemeindeteil im Ortsteil Blüthen der amtsfreien Gemeinde Karstädt im Landkreis Prignitz in Brandenburg.

Klockow (Karstädt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Klockow
Gemeinde Karstädt
Koordinaten: 53° 9′ N, 11° 51′ OKoordinaten: 53° 9′ 5″ N, 11° 50′ 38″ O
Höhe: ca. 52 m ü. NHN
Eingemeindung: 1928
Eingemeindet nach: Blüthen
Postleitzahl: 19357
Vorwahl: 038797

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Klockow ist ein bewohnter Gemeindeteil im Ortsteil Blüthen der amtsfreien Gemeinde Karstädt im Landkreis Prignitz in Brandenburg.

Geografische Lage

Klockow liegt östlich von Karstädt und grenzt im Osten an die Gemarkung der Gemeinde Groß Pankow an. Südlich liegt die Stadt Perleberg. Klockow ist über eine Verbindungsstraße mit der westlich verlaufenden Kreisstraße 7038 erreichbar. Das Gelände liegt auf einer Höhe von rund 52,2 m ü. NHN. Die südlichen Flächen werden durch den Graben I/92 in den Schönfelder Graben entwässert.

Geschichte und Etymologie

Etymologie

Die Gutssiedlung wurde erstmals ein Erscheinen des Perleberger Ratmanns Heyne Klokow im Jahr 1395 urkundlich erwähnt. Weitere Nennungen waren zu Klukow in den Jahren 1496/1499 und Klukow im Jahr 1571. Der Name leitet sich vom erwähnten Ratmann Klokow ab.

Besitzgeschichte

Klockow befand sich vor 1565 bis 1742 im Besitz der Familie von Karstedt zu Kaltenhof und Klockow. 1742 ging das Gut an die Familie von Grävenitz über, die es bis 1773 innehatte. Es folgten von 1773 bis 1784 die Familie von Haake auf Klockow sowie von 1784 bis 1796 der Amtmann Muxfeld. Von 1796 bis 1806 war Amtmann Cords Besitzer, anschließend bis nach 1840 Raabe zu Klockow. Vor 1856 bis nach 1862 befand sich das Gut im Besitz von Dr. Bothe zu Ludwigslust und dessen Erben. Daneben bestanden weitere Besitz- und Nutzungsrechte: Von (vermutlich) 1496/1499 bis nach 1688 verfügte die Familie Dobberzin, Bürger in Perleberg und später in Wittstock, über Hebungen aus Klockow, insbesondere von einer wüsten Hufe in der Feldmark.

Frühgeschichte bis 18. Jahrhundert

Klockow bestand im Mittelalter als Dorf, wurde jedoch bereits im späten 15. Jahrhundert zur wüsten Feldmark. Für die Jahre 1496/99 ist Klockow ausdrücklich als wüste Feldmark belegt. 1565 befand sich auf der Feldmark eine Schäferei der Familie von Karstedt, die mit einem Bestand von 700 Schafen vollständig niederbrannte. 1571 nutzte die Gemeinde Steinberg die Feldmark Klockow als Acker- und Weideland. 1598 werden Feldmark und Schäferei mit zugehörigen Äckern, Holzungen und weiteren Nutzflächen ausdrücklich erwähnt.

1695 diente Klockow als Wohnsitz der Familie von Karstedt, womit der Ort zumindest zeitweise wieder eine bewohnte Funktion erhielt.

1719 bestand in Klockow ein Kostknecht, der beim Schäfer tätig war. 1734 wurden ein Häusling, ein Schäfer, ein Hirt, ein Knecht sowie drei Mägde verzeichnet. Im Jahr 1745 bestand in Klockow ein Rittersitz mit zugehöriger Schäferei. 1760 ist lediglich ein Kostknecht belegt, der im Zusammenhang mit der Schäferei stand. 1791 wurde Klockow als Rittergut verzeichnet; es bestanden ein Hausler (Häusling) sowie ein Verwalter. Insgesamt wurden vier Feuerstellen gezählt.

19. Jahrhundert

Im Jahr 1801 wurde Klockow als Vorwerk mit zwei Einliegern und insgesamt vier Feuerstellen verzeichnet. 1828 wurde das Gut als landtagsfähiges Rittergut geführt. 1846 bestanden drei Wohnhäuser. 1852 wurden die Bodenverhältnisse als teils sandig, teils mit Lehm vermischter Sand beschrieben; mineralische Rohstoffe waren nicht vorhanden. Die Bewirtschaftung erfolgte in sechs Schlägen mit drei Saaten; die Wiesen waren zweischürig. Die Haltung von Rindvieh überwog, daneben bestanden Bestände an Schafen (Kammwolle), englischen Schweinen sowie einheimischen Pferden. Geflügel- und Bienenzucht wurden nicht betrieben; eine Fischerei bestand ebenfalls nicht. Tannenholz wurde für den Eigenbedarf gewonnen. Zu diesem Zeitpunkt bestanden drei Gewerbebetriebe. 1860 wurden vier Wohngebäude und neun Wirtschaftsgebäude gezählt.

20. Jahrhundert

1900 wurden in Klockow fünf Häuser gezählt. 1907 war Hermann Bartels Besitzer des Rittergutes mit einer Fläche von 424 Hektar; als Gutsverwalter ist Hugo Bartels überliefert. Im Jahr 1928 wurde Klockow mit der Gemeinde Blüthen vereinigt.

Im Jahr 1958 wurde eine LPG des Typs I mit dem Namen „Neues Leben“ gegründet, die sechs Mitglieder umfasste und 27,60 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftete. 1960 bestand eine LPG Typ I mit 49 Mitgliedern und 323,45 Hektar Nutzfläche. 1973 wurde die LPG in Klockow an die LPG „Vereinte Kraft“ in Blüthen angeschlossen.

Einwohnerentwicklung

JahrEinwohner
173413
177215
179121
180121
181734
183742
185870
187168
189547
1925126
1939 ff.siehe Blüthen
199162
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