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Sie verläuft von der Ludwigstraße (gegenüber St. Ludwig) bis zur Lothstraße in ost-westlicher Richtung. An ihr liegen u. a. Institute bzw. Hörsaalgebäude (3, 4

Schellingstraße (München)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schellingstraße
Wappen
Straße in München
Blick von der Schellingstraße auf St. Ludwig
Basisdaten
Ort  München
Ortsteil  Maxvorstadt
Angelegt 
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten  1857
Anschluss­straßen 
Querstraßen  Ludwigstraße, Amalienstraße, Türkenstraße, Barer Straße, Schraudolphstraße, Arcisstraße, Luisenstraße, Augustenstraße, Schwindstraße, Zentnerstraße, Schleißheimer Straße, Winzererstraße, Cranachstraße, Lothstraße
Plätze 
Nummern­system  Orientierungsnummerierung
Bauwerke  Ludwig-Maximilians-Universität
U-Bahn-Stationen U-Bahnhof Universität
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßengestaltung Asphalt
Länge 1,9 km

Die Schellingstraße ist eine etwa 1,9 km lange Straße in der Maxvorstadt in München.

Beschreibung

Sie verläuft von der Ludwigstraße (gegenüber St. Ludwig) bis zur Lothstraße in ost-westlicher Richtung. An ihr liegen u. a. Institute bzw. Hörsaalgebäude (3, 4 und 12) und Cafeteria (3) der Ludwig-Maximilians-Universität München, die Gaststätte Atzinger (9), das Schall & Rauch (22), die TUM School of Education (Technische Universität München) (33), der Schelling-Salon (54), die Osteria Italiana (62), das ehemalige Café Altschwabing (56; seit Juni 2022 Restaurant Mozzamo) sowie das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (155). Zahlreiche Gebäude der Straße sind als Baudenkmäler gelistet (5, 7, 9, 17, 19, 21, 23, 26, 28a, 32, 44, 47, 54, 58, 60, 62, 122, 124, 133 und 135), siehe auch: Liste der Baudenkmäler in der Maxvorstadt.

Schellingstraße 54, Schelling-Salon

Geschichte

Die Straße wurde 1857 nach dem Naturphilosophen Friedrich Wilhelm Schelling (1775–1854; ab 1807 in München Generalsekretär der Akademie der Bildenden Künste, sowie ab 1827 Dozent an der Universität) benannt.

Um 1900 hatte die Schellingstraße eine Holzpflasterung, die einige Jahre als „der letzte Schrei“ des Straßenbelags galt.

Die Traditionsrestaurants der Straße waren bekannte regelmäßige Treffs für Künstler, Schriftsteller und andere Persönlichkeiten wie: Bertolt Brecht, Wassily Kandinsky, Rainer Maria Rilke, Lenin, Adolf Hitler,Franz Josef Strauß im Schelling-Salon sowie Thomas Mann, Frank Wedekind, Joachim Ringelnatz, Stefan George, Franz Marc, Paul Klee und Lenin im Café Altschwabing.

1909 mietete Joachim Ringelnatz in der Schellingstraße 23 einen Tabakladen, das Tabackhaus Zum Hausdichter, in dessen Schaufenster er ein menschliches Skelett legte. Heute befinden sich dort mehrere Geschäfte.

Im Hinterhof der Schellingstraße 50 befand sich zeitweise die Parteizentrale der NSDAP. Außerdem hatte hier der NS-Fotograf Heinrich Hoffmann sein Atelier.

Das traditionsreiche Buchantiquariat J. Kitzinger, das seit 1892 ein Ladengeschäft im Haus Schellingstraße 25 hatte, zog 2021 in die Amalienstraße um.

Die Schellingstraße gehört zum Uni-Viertel mit zahlreichen Restaurants und Bars. Seit den 2020er-Jahren entstanden dort Spätkauf-Läden. Nach Lärmbeschwerden wurde im August 2025 ein Alkoholverbot ab 22 Uhr eingeführt.

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