

Das Amtsgericht Göppingen ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Es ist eines von vier Amtsgerichten (AG) im Bezirk des Landgerichtes Ulm.
Gerichtssitz und -bezirk
Sitz des Gerichtes ist die große Kreisstadt Göppingen. Der Gerichtsbezirk umfasst die Städte und Gemeinden Adelberg, Aichelberg, Albershausen, Bad Boll, Birenbach, Börtlingen, Dürnau, Ebersbach an der Fils, Eislingen/Fils, Eschenbach, Gammelshausen, Göppingen, Hattenhofen, Heiningen, Ottenbach, Rechberghausen, Salach, Schlat, Schlierbach, Uhingen, Wangen, Wäschenbeuren und Zell unter Aichelberg. In ihm leben rund 165.000 Menschen.
Als Jugendschöffen-, Insolvenz- und Versteigerungsgericht ist das AG Göppingen auch für den Bezirk des Amtsgerichtes Geislingen zuständig. Das Handelsregister führt das Amtsgericht Ulm. Mahnverfahren bearbeitet das Amtsgericht Stuttgart als Zentrales Mahngericht.
Gebäude
Das Gericht ist gemeinsam mit dem Notariat im Göppinger Schloss untergebracht. Das Renaissancegebäude steht unter Denkmalschutz.
Übergeordnete Gerichte
Dem Amtsgericht Göppingen ist das Landgericht Ulm übergeordnet. Zuständiges Oberlandesgericht ist das Oberlandesgericht Stuttgart.
Geschichte
Im Königreich Württemberg wurde 1819 die Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung umgesetzt und in jedem Oberamt ein Oberamtsgericht gebildet. Entsprechend war Göppingen Sitz des Oberamtes Göppingen für die Verwaltung und des Oberamtsgerichtes Göppingen für die Rechtsprechung. Im Rahmen der Reichsjustizgesetze wurden 1879 reichsweit Amtsgerichte gebildet. Das Oberamtsgericht Göppingen wurde aufgehoben und das Amtsgericht Göppingen neu gebildet. Es war dem Landgericht Ulm zugeordnet. Im Jahr 1880 hatte es 37.779 Gerichtseingesessene und drei Richterstellen.
Siehe auch
- Liste deutscher Gerichte
- Liste der Gerichte des Landes Baden-Württemberg
- Göppingen
- Amtsgericht (Baden-Württemberg)
- Amtsgericht (Königreich Württemberg)
- Gerichtsgründung 1879