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Die Fußball-Europameisterschaft 2024 der Männer (offiziell UEFA EURO 2024) war die 17. Austragung des Wettbewerbes. Sie fand vom 14. Juni bis zum 14. Juli 2024

Fußball-Europameisterschaft 2024

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Die Fußball-Europameisterschaft 2024 der Männer (offiziell UEFA EURO 2024) war die 17. Austragung des Wettbewerbes. Sie fand vom 14. Juni bis zum 14. Juli 2024 in Deutschland statt.

Fußball-Europameisterschaft 2024
UEFA EURO 2024


United by Football. Vereint im Herzen Europas.
Anzahl Nationen 24 (von 55 Bewerbern)
Europameister Spanien Spanien (4. Titel)
Austragungsort Deutschland Deutschland
Eröffnungsspiel 14. Juni 2024 (München)
Endspiel 14. Juli 2024 (Berlin)
Spiele 51
Tore 117 (⌀: 2,29 pro Spiel)
Zuschauer 2.681.288 (⌀: 52.574 pro Spiel)
Torschützenkönig Niederlande Cody Gakpo
England Harry Kane
Georgien Georges Mikautadze
Deutschland Jamal Musiala
Spanien Dani Olmo
Slowakei Ivan Schranz

(je 3 Tore)

Bester Spieler Spanien Rodri
Bester junger Spieler Spanien Lamine Yamal
Gelbe Karten 240 (⌀: 4,71 pro Spiel)
Gelb-Rote Karten 2 (⌀: 0,04 pro Spiel)
Rote Karten 4 (⌀: 0,08 pro Spiel)
Strafstöße 12 (⌀: 0,24 pro Spiel)
← Europa 2021
Vereinigtes Königreich /
Irland 2028 →

Zum dritten Mal wurden Spiele der Europameisterschaft auf deutschem Boden ausgetragen: Bei der EM 1988 war die Bundesrepublik Deutschland Gastgeber des Turniers; vier Spiele der multinationalen Euro 2021 wurden in München ausgetragen. Die Endrunde kehrte in den ursprünglichen Vierjahreszyklus zurück, nachdem sie 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie auf 2021 verschoben worden war.

Europameister wurde die spanische Nationalmannschaft, die sich im Finale im Berliner Olympiastadion gegen England mit 2:1 durchsetzte. Mit dem Gewinn des vierten Titels übertrafen die Spanier Deutschland mit drei Titeln und sind nun alleiniger Rekordeuropameister. Spanien qualifizierte sich durch den Sieg für das Finalissima 2025 gegen Argentinien, das sich bei der Copa América 2024 durchsetzte. Die Engländer verloren zum zweiten Mal in Folge nach 2021 das EM-Endspiel. Titelverteidiger Italien schied im Achtelfinale gegen die Schweiz aus.

Die Mannschaften aller drei DACH-Länder nahmen am Turnier teil. Die Nationalelf von Bundestrainer Julian Nagelsmann qualifizierte sich als Gruppensieger der Gruppe A für das Achtelfinale und erreichte nach einem 2:0-Sieg gegen Dänemark erstmals seit der EM 2016 wieder ein Viertelfinale. Dort schied das DFB-Team nach einer umstrittenen Entscheidung des Schiedsrichters mit 1:2 nach Verlängerung gegen den späteren Europameister Spanien aus. Die von Murat Yakin trainierte Schweizer Mannschaft wurde in der Gruppe A hinter Deutschland Zweiter und spielte im Achtelfinale gegen den amtierenden Europameister Italien. Durch einen 2:0-Erfolg erreichte sie das Viertelfinale, musste sich dort jedoch gegen England nach Elfmeterschießen geschlagen geben (5:3). Die österreichische Nationalmannschaft um Teamchef Ralf Rangnick wurde in der Gruppe D Gruppensieger und schied im Achtelfinale mit 1:2 gegen die Türkei aus.

Georgien erreichte bei seiner ersten Endrunden-Teilnahme durch einen 2:0-Erfolg gegen Portugal überraschend das Achtelfinale. Die Türkei spielte zum ersten Mal seit der EM 2008 wieder in einem Viertelfinale, schied dort allerdings mit 1:2 gegen die Niederlande aus.

Inhaltsverzeichnis

Vergabe

→ Hauptartikel: Vergabe der Fußball-Europameisterschaft 2024

Der deutsche und der türkische Verband reichten bis zum 27. April 2018 die vollständigen Bewerbungsunterlagen unter Beachtung des Bewerbungsreglements für die EURO 2024 ein. Im nächsten Schritt prüfte die Union of European Football Associations (UEFA) diese Unterlagen. Auch Inspektionsbesuche vor Ort waren vorgesehen. Die UEFA und mögliche von ihr beauftragte Experten erarbeiteten für jede Bewerbung einen schriftlichen Evaluationsbericht. Diese wurden am 21. September 2018 vorgestellt. Der deutschen Bewerbung wurde eine „inspirierende, kreative und sehr professionelle Vision“ bescheinigt. Auch die Bewertung des türkischen Fußballverbandes fiel insgesamt positiv aus. Dennoch musste sich die türkische Bewerbung Kritik in mehreren Punkten gefallen lassen. So wurde „das Fehlen eines Aktionsplans in Sachen Menschenrechte“ als „problematisch“ angesehen. Des Weiteren hieß es im Bericht: „Infolge der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen im Land könnten geplante öffentliche Investitionen unter Druck geraten.“ Auch die höhere Stadionkapazität in Deutschland wurde angeführt. Insgesamt schnitt Deutschland in der Beurteilung durch die UEFA besser als die Türkei ab. Die Bewertung war für die Mitglieder des Exekutivkomitees jedoch nicht bindend.

Am 27. September 2018 wählte das UEFA-Exekutivkomitee den Austragungsort Deutschland, mit einem Ergebnis von 12:4 Stimmen für Deutschland, bei einer Enthaltung und einem krankheitsbedingten Ausfall. Stimmberechtigt waren 18 der 20 Komiteemitglieder, da Reinhard Grindel und Servet Yardımcı als Vertreter der beiden Bewerberverbände keine Stimme abgeben durften. Somit trug Deutschland nach der EM 1988 zum zweiten Mal eine Europameisterschaft aus. Zählt man die beiden Weltmeisterschaften 1974 und 2006 hinzu, war es das vierte große Turnier in Deutschland.

Spielorte

 
Fußball-Europameisterschaft 2024 (Deutschland)
 
Berlin
 
Dortmund
 
Düsseldorf
 
Frankfurt am Main
 
Gelsenkirchen
 
Hamburg
 
Köln
 
Leipzig
 
München
 
Stuttgart
Spielorte Euro 2024 in Deutschland

Bis zum 17. Februar 2017 konnten Städte und Stadien, die Spiele ausrichten wollten, eine Interessenbekundung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) einreichen. Bis zu diesem Tag reichten 18 Städte und Stadien (Anforderung: mindestens 30.000 Sitzplätze) die erforderlichen Unterlagen ein. Im Bewerbungsverfahren zogen sich Dresden, Freiburg, Karlsruhe und Kaiserslautern zurück. Bis zum Stichtag am 26. April 2017 bekundeten ihr Interesse: Berlin, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mönchengladbach, München, Nürnberg und Stuttgart.

Die 14 Städte und ihre Stadien wurden vom Bewerbungskomitee des DFB hinsichtlich Stadionkapazität, Infrastruktur und Sicherheitsaspekten bewertet. Am 15. September 2017 wählte das DFB-Präsidium davon zehn aus: Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Am 22. Januar 2020 gab die UEFA die offiziellen, werbefreien Stadionnamen sowie die Zuschauerkapazitäten während des Turniers bekannt. Es wurden 2,7 Millionen Stadienbesucher erwartet.

Da bei einer Europameisterschaft keine andere Werbung als die von der UEFA gemacht werden darf, wurden die werbebehafteten Stadien für diesen Wettbewerb umbenannt.

Das Eröffnungsspiel fand in der Münchner Fußball Arena und das Endspiel im Berliner Olympiastadion statt.

Zur Zeit des Turniers waren mit dem Volksparkstadion in Hamburg, der Arena AufSchalke in Gelsenkirchen, dem Olympiastadion in Berlin, dem Müngersdorfer Stadion in Köln und der Arena in Düsseldorf fünf der zehn Stadien Heimspielstätten von Zweitligisten.

Ort Stadion (Name im Ligabetrieb) Kapazität Anzahl der Spiele Fotografie des Stadions
Berlin Olympiastadion Berlin 71.000 3 Gruppenspiele
1 Achtelfinale
1 Viertelfinale
Finale
 
Dortmund BVB Stadion Dortmund
(Signal Iduna Park)
62.000 4 Gruppenspiele
1 Achtelfinale
1 Halbfinale
 
Düsseldorf Düsseldorf Arena
(Merkur Spiel-Arena)
47.000 3 Gruppenspiele
1 Achtelfinale
1 Viertelfinale
 
Frankfurt am Main Frankfurt Arena
(Deutsche Bank Park)
47.000 4 Gruppenspiele
1 Achtelfinale
 
Gelsenkirchen Arena AufSchalke
(Veltins-Arena)
50.000 3 Gruppenspiele
1 Achtelfinale
 
Hamburg Volksparkstadion Hamburg
(Volksparkstadion)
49.000 4 Gruppenspiele
1 Viertelfinale
 
Köln Köln Stadion
(Rheinenergiestadion)
43.000 4 Gruppenspiele
1 Achtelfinale
 
Leipzig Leipzig Stadion
(Red Bull Arena)
40.000 3 Gruppenspiele
1 Achtelfinale
 
München München Fußball Arena
(Allianz Arena)
66.000 4 Gruppenspiele
(inkl. Eröffnungsspiel)
1 Achtelfinale
1 Halbfinale
 
Stuttgart Stuttgart Arena
(MHPArena)
54.000 4 Gruppenspiele
1 Viertelfinale
 

Modus

 
Europakarte zu den qualifizierten Nationen:
  • qualifiziert
  • nicht qualifiziert
  • von der Teilnahme ausgeschlossen
  • kein UEFA-Mitglied
  • Qualifikation

    → Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2024/Qualifikation

    Die Auslosung der Qualifikationsgruppen fand am 9. Oktober 2022 in der Festhalle in Frankfurt am Main statt. Die 53 teilnehmenden Nationen der UEFA wurden anhand der Abschlusstabelle der UEFA Nations League auf sieben absteigend starke Lostöpfe verteilt, wobei Deutschland (als Gastgeber) und Russland (ausgeschlossen wegen des Ukraine-Kriegs) übergangen wurden. Russland sollte zunächst an der Auslosung teilnehmen, um im Falle einer Aufhebung des Ausschlusses der russischen Fußballmannschaft kein neues Losverfahren durchführen zu müssen. Der russische Fußballverband wurde aber am 20. September 2022 auch von der Auslosung ausgeschlossen.

    Nach Abschluss der Gruppenphase der Qualifikation (März bis November 2023) standen 21 der 24 Teilnehmer fest, die letzten drei Teilnehmer wurden durch Play-offs im März 2024 ermittelt.

    Teilnehmer

    Die folgenden 24 Mannschaften nahmen am Endrunden-Turnier teil:

    Nation Qualifiziert als Qualifiziert am Topf FIFA-Rang Endrunden­teilnahmen
    Anzahl zuletzt
    Deutschland  Deutschland Gastgeber 27. September 2018 1 16 13 2021
    Belgien  Belgien 1. der Gruppe F 13. Oktober 2023 1 03 06 2021
    Frankreich  Frankreich 1. der Gruppe B 13. Oktober 2023 1 02 10 2021
    Portugal  Portugal 1. der Gruppe J 13. Oktober 2023 1 06 08 2021
    Schottland  Schottland 2. der Gruppe A 15. Oktober 2023 3 39 03 2021
    Spanien  Spanien 1. der Gruppe A 15. Oktober 2023 1 08 11 2021
    Turkei  Türkei 1. der Gruppe D 15. Oktober 2023 2 40 05 2021
    Osterreich  Österreich 2. der Gruppe F 16. Oktober 2023 2 25 03 2021
    England  England 1. der Gruppe C 17. Oktober 2023 1 04 10 2021
    Ungarn  Ungarn 1. der Gruppe G 16. November 2023 2 26 04 2021
    Slowakei  Slowakei 2. der Gruppe J 16. November 2023 3 48 02 2021
    Albanien  Albanien 1. der Gruppe E 17. November 2023 2 66 01 2016
    Danemark  Dänemark 1. der Gruppe H 17. November 2023 2 21 09 2021
    Niederlande  Niederlande 2. der Gruppe B 18. November 2023 3 07 10 2021
    Rumänien  Rumänien 1. der Gruppe I 18. November 2023 2 46 05 2016
    Schweiz  Schweiz 2. der Gruppe I 18. November 2023 4 19 05 2021
    Serbien  Serbien 2. der Gruppe G 19. November 2023 4 33 05 2000
    Tschechien  Tschechien 2. der Gruppe E 20. November 2023 3 36 10 2021
    Italien  Italien 2. der Gruppe C 20. November 2023 4 09 10 2021
    Slowenien  Slowenien 2. der Gruppe H 20. November 2023 3 57 01 2000
    Kroatien  Kroatien 2. der Gruppe D 21. November 2023 3 10 06 2021
    Polen  Polen Sieger Play-off A 26. März 2024 4 28 04 2021
    Ukraine  Ukraine Sieger Play-off B 26. März 2024 4 22 03 2021
    Georgien  Georgien Sieger Play-off C 26. März 2024 4 75 00 –

    Anmerkungen

    1. Stand: 4. April 2024
    2. Fußball-Europameisterschaft 2024 nicht inbegriffen
    3. Serbien nahm erstmals als eigenständige Nation teil, wird jedoch von der UEFA als Nachfolger von Jugoslawien, der BR Jugoslawien sowie von Serbien und Montenegro betrachtet.
    4. als Teil der BR Jugoslawien
    5. einschließlich drei Teilnahmen als Tschechoslowakei

    Auslosung der Endrunde

    Die Auslosung der EM-Gruppenphase fand am 2. Dezember 2023 in der Hamburger Elbphilharmonie statt. Die Teilnehmer wurden aus vier Lostöpfen in sechs Gruppen zu je vier Mannschaften gelost. Da die Auslosung noch vor dem Play-off-Turnier stattfand, wurden drei Platzhalter für die Play-off-Sieger den Gruppen zugelost. Gastgeber Deutschland war in Gruppe A gesetzt.

    Die 24 qualifizierten Mannschaften wurden auf vier Töpfe mit jeweils sechs Mannschaften aufgeteilt. Basis dafür war die Abschlusstabelle der Qualifikation:

    1. Topf mit dem Gastgeber und den fünf besten Gruppensiegern (Platz 1 – 5 der Abschlusstabelle)
    2. Topf mit den anderen fünf Gruppensiegern und dem besten Gruppenzweiten (Platz 6 – 11)
    3. Topf mit den nächsten sechs Gruppenzweiten (Platz 12 – 17)
    4. Topf mit den letzten drei Gruppenzweiten (Platz 18 – 20) und den drei Gewinnern der Play-offs

    Topf 1:

    • Deutschland  Deutschland (Gastgeber)
    • Portugal  Portugal
    • Frankreich  Frankreich
    • Spanien  Spanien
    • Belgien  Belgien
    • England  England

    Topf 2:

    • Ungarn  Ungarn
    • Turkei  Türkei
    • Rumänien  Rumänien
    • Danemark  Dänemark
    • Albanien  Albanien
    • Osterreich  Österreich

    Topf 3:

    • Niederlande  Niederlande
    • Schottland  Schottland
    • Kroatien  Kroatien
    • Slowenien  Slowenien
    • Slowakei  Slowakei
    • Tschechien  Tschechien

    Topf 4:

    • Italien  Italien (Titelverteidiger)
    • Serbien  Serbien
    • Schweiz  Schweiz
    • Polen  Polen 1
    • Ukraine  Ukraine 2
    • Georgien  Georgien 3
    1 
    Sieger Play-off A, Qualifikation stand zum Zeitpunkt der Auslosung noch nicht fest.
    2 
    Sieger Play-off B, Qualifikation stand zum Zeitpunkt der Auslosung noch nicht fest.
    3 
    Sieger Play-off C, Qualifikation stand zum Zeitpunkt der Auslosung noch nicht fest.

    Kadergröße

    Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Turnieren (EM 2021 und WM 2022), die COVID-19-bedingt eine Kadergröße von 26 Spielern zuließen, hatte die UEFA ursprünglich beschlossen, für dieses Turnier wieder zur zuvor gängigen Kadergröße von 23 Spielern zurückzukehren. Im Mai 2024 gab das Komitee für Nationalmannschafts-Wettbewerbe der UEFA bekannt, diesen Beschluss wieder zurückzunehmen und eine Kadergröße von 26 Spielern zuzulassen.

    Vorrunde

    Der Spielplan wurde am 10. Mai 2022 bekannt gegeben. Am 14. Juni 2023, also genau ein Jahr vor Beginn des Turniers, gab die UEFA die Anstoßzeiten der Vorrundenspiele bekannt. Die Spiele wurden um 15:00 Uhr, 18:00 Uhr oder 21:00 Uhr angepfiffen.

    Gruppe A

    → Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2024/Gruppe A
    Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. Deutschland  Deutschland  3  2  1  0 008:200  +6 07
     2. Schweiz  Schweiz  3  1  2  0 005:300  +2 05
     3. Ungarn  Ungarn  3  1  0  2 002:500  −3 03
     4. Schottland  Schottland  3  0  1  2 002:700  −5 01
    Fr., 14. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in München
    Deutschland – Schottland 5:1 (3:0)
    Sa., 15. Juni 2024 um 15:00 Uhr (MESZ) in Köln
    Ungarn – Schweiz 1:3 (0:2)
    Mi., 19. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Stuttgart
    Deutschland – Ungarn 2:0 (1:0)
    Mi., 19. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Köln
    Schottland – Schweiz 1:1 (1:1)
    So., 23. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Frankfurt am Main
    Schweiz – Deutschland 1:1 (1:0)
    So., 23. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Stuttgart
    Schottland – Ungarn 0:1 (0:0)

    Gruppe B

    → Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2024/Gruppe B
    Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. Spanien  Spanien  3  3  0  0 005:000  +5 09
     2. Italien  Italien  3  1  1  1 003:300  ±0 04
     3. Kroatien  Kroatien  3  0  2  1 003:600  −3 02
     4. Albanien  Albanien  3  0  1  2 003:500  −2 01
    Sa., 15. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Berlin
    Spanien – Kroatien 3:0 (3:0)
    Sa., 15. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Dortmund
    Italien – Albanien 2:1 (2:1)
    Mi., 19. Juni 2024 um 15:00 Uhr (MESZ) in Hamburg
    Kroatien – Albanien 2:2 (0:1)
    Do., 20. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Gelsenkirchen
    Spanien – Italien 1:0 (0:0)
    Mo., 24. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Leipzig
    Kroatien – Italien 1:1 (0:0)
    Mo., 24. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Düsseldorf
    Albanien – Spanien 0:1 (0:1)

    Gruppe C

    → Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2024/Gruppe C
    Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. England  England  3  1  2  0 002:100  +1 05
     2. Danemark  Dänemark  3  0  3  0 002:200  ±0 03
     3. Slowenien  Slowenien  3  0  3  0 002:200  ±0 03
     4. Serbien  Serbien  3  0  2  1 001:200  −1 02
    Für die Platzierung der dänischen und slowenischen Mannschaft ist die Fair-Play-Wertung maßgeblich
    (Dänemark: 6 gelbe Karten, Slowenien: 7 gelbe Karten)
    So., 16. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Stuttgart
    Slowenien – Dänemark 1:1 (0:1)
    So., 16. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Gelsenkirchen
    Serbien – England 0:1 (0:1)
    Do., 20. Juni 2024 um 15:00 Uhr (MESZ) in München
    Slowenien – Serbien 1:1 (0:0)
    Do., 20. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Frankfurt am Main
    Dänemark – England 1:1 (1:1)
    Di., 25. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Köln
    England – Slowenien 0:0
    Di., 25. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in München
    Dänemark – Serbien 0:0

    Gruppe D

    → Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2024/Gruppe D
    Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. Osterreich  Österreich  3  2  0  1 006:400  +2 06
     2. Frankreich  Frankreich  3  1  2  0 002:100  +1 05
     3. Niederlande  Niederlande  3  1  1  1 004:400  ±0 04
     4. Polen  Polen  3  0  1  2 003:600  −3 01
    So., 16. Juni 2024 um 15:00 Uhr (MESZ) in Hamburg
    Polen – Niederlande 1:2 (1:1)
    Mo., 17. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Düsseldorf
    Österreich – Frankreich 0:1 (0:1)
    Fr., 21. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Berlin
    Polen – Österreich 1:3 (1:1)
    Fr., 21. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Leipzig
    Niederlande – Frankreich 0:0
    Di., 25. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Berlin
    Niederlande – Österreich 2:3 (0:1)
    Di., 25. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Dortmund
    Frankreich – Polen 1:1 (0:0)

    Gruppe E

    → Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2024/Gruppe E
    Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. Rumänien  Rumänien  3  1  1  1 004:300  +1 04
     2. Belgien  Belgien  3  1  1  1 002:100  +1 04
     3. Slowakei  Slowakei  3  1  1  1 003:300  ±0 04
     4. Ukraine  Ukraine  3  1  1  1 002:400  −2 04
    Mo., 17. Juni 2024 um 15:00 Uhr (MESZ) in München
    Rumänien – Ukraine 3:0 (1:0)
    Mo., 17. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Frankfurt am Main
    Belgien – Slowakei 0:1 (0:1)
    Fr., 21. Juni 2024 um 15:00 Uhr (MESZ) in Düsseldorf
    Slowakei – Ukraine 1:2 (1:0)
    Sa., 22. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Köln
    Belgien – Rumänien 2:0 (1:0)
    Mi., 26. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Frankfurt am Main
    Slowakei – Rumänien 1:1 (1:1)
    Mi., 26. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Stuttgart
    Ukraine – Belgien 0:0

    Gruppe F

    → Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2024/Gruppe F
    Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
     1. Portugal  Portugal  3  2  0  1 005:300  +2 06
     2. Turkei  Türkei  3  2  0  1 005:500  ±0 06
     3. Georgien  Georgien  3  1  1  1 004:400  ±0 04
     4. Tschechien  Tschechien  3  0  1  2 003:500  −2 01
    Für die Platzierung der portugiesischen und türkischen Mannschaft war der direkte Vergleich (3:0)
    maßgeblich
    Di., 18. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Dortmund
    Türkei – Georgien 3:1 (1:1)
    Di., 18. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Leipzig
    Portugal – Tschechien 2:1 (0:0)
    Sa., 22. Juni 2024 um 15:00 Uhr (MESZ) in Hamburg
    Georgien – Tschechien 1:1 (1:0)
    Sa., 22. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Dortmund
    Türkei – Portugal 0:3 (0:2)
    Mi., 26. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Gelsenkirchen
    Georgien – Portugal 2:0 (1:0)
    Mi., 26. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Hamburg
    Tschechien – Türkei 1:2 (0:1)

    Platzierungskriterien zur Gruppenphase

    Die Platzierungen in der Gruppe werden bei punktgleichen Teams aus den Direktbegegnungen der betroffenen Teams bestimmt. Hierbei zählen nacheinander die Punktzahl, die Tordifferenz und die erzielten Tore dieser Spiele. Sollte dieses Vorgehen die Reihenfolge teilweise, aber nicht ganz geklärt haben, wird es für die Teams, deren Platzierung noch nicht geklärt ist, wiederholt. Sollte dies immer noch nicht ausreichen, werden nacheinander die bessere Tordifferenz und die höhere Torzahl aus allen Gruppenspielen angewandt. Als letzte Mittel werden danach die Fair-Play-Wertung und die Schlussrangliste der Qualifikation herangezogen. Eine Ausnahme davon gilt, wenn die zwei betreffenden Mannschaften im letzten Spiel aufeinander treffen, das Spiel unentschieden endet und beide Mannschaften auch ansonsten die gleiche Tordifferenz und Toranzahl vorweisen. In diesem Fall wird die Platzierung durch ein Elfmeterschießen entschieden, sofern keine dritte Mannschaft punktgleich ist.

    Neben den sechs Gruppensiegern und sechs Gruppenzweiten qualifizieren sich vier der Gruppendritten für das Achtelfinale. Für den Vergleich der Gruppendritten gelten nacheinander höhere Punktzahl, bessere Tordifferenz, größere Anzahl erzielter Tore, größere Anzahl Siege, Fair-Play-Wertung und zuletzt die Wertung in der EM-Qualifikation.

    Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte Gruppe       FP
     1. Niederlande  Niederlande  3  1  1  1 004:400  ±0 04 D 2 0 0 2
     2. Georgien  Georgien  3  1  1  1 004:400  ±0 04 F 6 0 0 6
     3. Slowakei  Slowakei  3  1  1  1 003:300  ±0 04 E 2 0 0 2
     4. Slowenien  Slowenien  3  0  3  0 002:200  ±0 03 C 7 0 0 7
     5. Ungarn  Ungarn  3  1  0  2 002:500  −3 03 A 10 0 0 10
     6. Kroatien  Kroatien  3  0  2  1 003:600  −3 02 B 7 0 0 7

    Für das Achtelfinale qualifizierte Gruppendritte

    Fair-Play-Wertung (FP)
    gemäß Artikel 20.01 des UEFA-Regelwerkes einfache Summe der Karten:
      je 1 Punkt
      je 3 Punkte; erste Gelbe Karte ist hier enthalten
      je 3 Punkte

    Die Paarungen mit den qualifizierten Gruppendritten für das Achtelfinale setzen sich wie folgt zusammen:

    Qualifizierte Gruppendritte 1B
    vs
    1C
    vs
    1E
    vs
    1F
    vs
    A B C D 3A 3D 3B 3C
    A B C E 3A 3E 3B 3C
    A B C F 3A 3F 3B 3C
    A B D E 3D 3E 3A 3B
    A B D F 3D 3F 3A 3B
    A B E F 3E 3F 3B 3A
    A C D E 3E 3D 3C 3A
    A C D F 3F 3D 3C 3A
    A C E F 3E 3F 3C 3A
    A D E F 3E 3F 3D 3A
    B C D E 3E 3D 3B 3C
    B C D F 3F 3D 3C 3B
    B C E F 3F 3E 3C 3B
    B D E F 3F 3E 3D 3B
    C D E F 3F 3E 3D 3C

    eingetretener Fall

    Finalrunde

     
  • Europameister
  • Vizeeuropameister
  • Halbfinale
  • Viertelfinale
  • Achtelfinale
  • Vorrunde
  • nicht qualifiziert
  •  
    Die Siegestrophäe – Der Henri-Delaunay-Pokal
    → Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2024/Finalrunde

    In der Finalrunde kommen jeweils die Sieger weiter; für die unterlegenen Mannschaften ist das Turnier beendet. Weitere Platzierungen werden nicht ausgespielt. Ein „kleines Finale“ um Platz 3 wie bei den Weltmeisterschaften findet nicht statt.

    Übersicht

    Achtelfinale
    29. Juni bis 2. Juli
    Viertelfinale
    5. und 6. Juli
    Halbfinale
    9. und 10. Juli
    Finale
    14. Juli
    B1 Spanien  Spanien 4
    F3 Georgien  Georgien 1
    B1 Spanien  Spanien V2V
    A1 Deutschland  Deutschland 1
    A1 Deutschland  Deutschland 2
    C2 Danemark  Dänemark 0
    B1 Spanien  Spanien 2
    D2 Frankreich  Frankreich 1
    F1 Portugal  Portugal E0 (3)E
    C3 Slowenien  Slowenien 0 (0)
    F1 Portugal  Portugal 0 (3)
    D2 Frankreich  Frankreich E0 (5)E
    D2 Frankreich  Frankreich 1
    E2 Belgien  Belgien 0
    B1 Spanien  Spanien 2
    C1 England  England 1
    E1 Rumänien  Rumänien 0
    D3 Niederlande  Niederlande 3
    D3 Niederlande  Niederlande 2
    F2 Turkei  Türkei 1
    D1 Osterreich  Österreich 1
    F2 Turkei  Türkei 2
    D3 Niederlande  Niederlande 1
    C1 England  England 2
    C1 England  England V2V
    E3 Slowakei  Slowakei 1
    C1 England  England E1 (5)E
    A2 Schweiz  Schweiz 1 (3)
    A2 Schweiz  Schweiz 2
    B2 Italien  Italien 0

    V Sieg nach Verlängerung
    E Sieg im Elfmeterschießen

    Achtelfinale

    Sa., 29. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Berlin
    Schweiz  Schweiz – Italien  Italien 2:0 (1:0)
    Sa., 29. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Dortmund
    Deutschland  Deutschland – Dänemark  Dänemark 2:0 (0:0)
    So., 30. Juni 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Gelsenkirchen
    England  England – Slowakei  Slowakei 2:1 n. V. (1:1, 0:1)
    So., 30. Juni 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Köln
    Spanien  Spanien – Georgien  Georgien 4:1 (1:1)
    Mo., 1. Juli 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Düsseldorf
    Frankreich  Frankreich – Belgien  Belgien 1:0 (0:0)
    Mo., 1. Juli 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Frankfurt am Main
    Portugal  Portugal – Slowenien  Slowenien 0:0 n. V., 3:0 i. E.
    Di., 2. Juli 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in München
    Rumänien  Rumänien – Niederlande  Niederlande 0:3 (0:1)
    Di., 2. Juli 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Leipzig
    Österreich  Österreich – Türkei  Türkei 1:2 (0:1)

    Viertelfinale

    Fr., 5. Juli 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Stuttgart
    Spanien   Spanien – Deutschland  Deutschland 2:1 n. V. (1:1, 0:0)
    Fr., 5. Juli 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Hamburg
    Portugal   Portugal – Frankreich  Frankreich 0:0 n. V., 3:5 i. E.
    Sa., 6. Juli 2024 um 18:00 Uhr (MESZ) in Düsseldorf
    England  England – Schweiz  Schweiz 1:1 n. V. (1:1, 0:0), 5:3 i. E.
    Sa., 6. Juli 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Berlin
    Niederlande  Niederlande – Türkei  Türkei 2:1 (0:1)

    Halbfinale

    Di., 9. Juli 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in München
    Spanien  Spanien – Frankreich  Frankreich 2:1 (2:1)
    Mi., 10. Juli 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Dortmund
    Niederlande   Niederlande – England  England 1:2 (1:1)

    Finale

    Siehe auch: Fußball-Europameisterschaft 2024/Finalrunde#Finale
    Spanien England Aufstellung
    Spanien 
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Finale
    So., 14. Juli 2024 um 21:00 Uhr (MESZ) in Berlin (Olympiastadion)
    Ergebnis: 2:1 (0:0)
    Zuschauer: 65.600
    Schiedsrichter: François Letexier (Frankreich  Frankreich)
    Spielbericht
    England 
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Aufstellung Spanien gegen England
    Unai Simón – Dani Carvajal, Robin Le Normand (83. Nacho), Aymeric Laporte, Marc Cucurella – Dani Olmo, Rodri (46. Martín Zubimendi), Fabián – Lamine Yamal (89. Mikel Merino), Álvaro Morata (C)  (68. Mikel Oyarzabal), Nico Williams
    Cheftrainer: Luis de la Fuente
    Jordan Pickford – Kyle Walker, John Stones, Marc Guéhi, Luke Shaw – Kobbie Mainoo (70. Cole Palmer), Declan Rice – Bukayo Saka, Jude Bellingham, Phil Foden (89. Ivan Toney) – Harry Kane (C)  (61. Ollie Watkins)
    Cheftrainer: Gareth Southgate
      1:0 Williams (47.)

      2:1 Oyarzabal (86.)

      1:1 Palmer (73.)
      Olmo (31.)   Kane (25.), Stones (53.), Watkins (90.+2')
    Spieler des Spiels: Nico Williams (Spanien)

    Beste Torschützen

    → Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2024/Statistik #Torschützen
    Rang Spieler Tore
    1 Niederlande  Cody Gakpo 3
    England  Harry Kane 3
    Georgien  Georges Mikautadze 3
    Deutschland  Jamal Musiala 3
    Spanien  Dani Olmo 3
    Slowakei  Ivan Schranz 3
    7 England  Jude Bellingham 2
    Schweiz  Breel Embolo 2
    Spanien  Fabián 2
    Deutschland  Niclas Füllkrug 2
    Deutschland  Kai Havertz 2
    Niederlande  Donyell Malen 2
    Rumänien  Răzvan Marin 2
    Turkei  Merih Demiral 2  1
    Spanien  Nico Williams 2
    Deutschland  Florian Wirtz 2  2
    1 
    zweitschnellstes Tor der EM-Geschichte und schnellstes Tor in einem K.-o.-Spiel (nach 57 Sekunden)
    2 
    erstes Tor der EM; jüngster deutscher EM-Torschütze mit 21 Jahren und 42 Tagen

    Hinzu kommen 69 Spieler mit je einem Tor und 10 Eigentore: Der Albaner Klaus Gjasula gegen Kroatien, den Österreicher Maximilian Wöber gegen Frankreich, der Belgier Jan Vertonghen gegen Frankreich, der Tscheche Robin Hranáč gegen Portugal, der Deutsche Antonio Rüdiger gegen Schottland, der Italiener Riccardo Calafiori gegen Spanien, der Niederländer Donyell Malen gegen Österreich, der Spanier Robin Le Normand gegen Georgien und die Samet Akaydin und Mert Müldür gegen Portugal und die Niederlande.

    Torschützenkönige des Gesamtwettbewerbs wurde der Belgier Romelu Lukaku mit insgesamt 14 Toren, die er ausschließlich in der Qualifikation erzielte.

    → Hauptartikel: Liste der Torschützenkönige der Fußball-Europameisterschaften der Männer

    Beste Spieler

    • Nach dem Finale wurde der spanische Mittelfeldspieler Rodri als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.
    • Zum besten jungen Spieler wurde der spanische Flügelspieler Lamine Yamal ernannt.
    • Zum Tor des Turniers wurde der Treffer von Lamine Yamal im Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich gewählt.
    • In das Team des Turniers wurden folgende Spieler gewählt:
    Tor Abwehr Mittelfeld Sturm
    Frankreich  Mike Maignan England  Kyle Walker
    Frankreich  William Saliba
    Schweiz  Manuel Akanji
    Spanien  Marc Cucurella
    Spanien  Rodri
    Spanien  Dani Olmo
    Spanien  Fabián Ruiz
    Spanien  Lamine Yamal
    Deutschland  Jamal Musiala
    Spanien  Nico Williams

    Schiedsrichter

    Hauptschiedsrichter

    Am 23. April 2024 ernannte die UEFA die 19 Schiedsrichter, die bei der Europameisterschaft zum Einsatz kamen. Mit Daniel Siebert und Felix Zwayer wurden wie schon bei der Europameisterschaft 2021 wieder zwei Schiedsrichter aus Deutschland nominiert. Erstmals seit 2012 war mit Sandro Schärer auch die Schweiz wieder vertreten. Darüber hinaus waren 38 Schiedsrichterassistenten, 20 Videoschiedsrichter und 12 Unterstützungsschiedsrichter im Einsatz. Im Rahmen eines Austauschprogramms der UEFA mit der Südamerikanischen Fußball-Konföderation (CONMEBOL) war mit Facundo Tello und seinen Assistenten erneut ein argentinisches Schiedsrichterteam Teil des Schiedsrichteraufgebots.

    Schieds­richter Spiele       Spiele
    als 4O
    Assis­tenten Begegnungen
    Vorrunde Finalrunde
    Argentinien  Facundo Tello  b 2 9 0 0 1 Gabriel Chade
    Ezequiel Brailovsky
    Turkei  TUR – Georgien  GEO, 18.6.
    Schottland  SCO – Ungarn  HUN, 23.6.
    Deutschland  Daniel Siebert  a  b 2 14 0 0 4 Jan Seidel
    Rafael Foltyn
    Georgien  GEO – Tschechien  CZE, 22.6.
    Slowakei  SVK – Rumänien  ROM, 26.6.
    Deutschland  Felix Zwayer 4 19 0 0 2 Stefan Lupp  c
    Marco Achmüller
    Italien  ITA – Albanien  ALB, 15.6.
    Turkei  TUR – Portugal  POR, 22.6.
    Rumänien  ROM – Niederlande  NED, 2.7. (AF7)
    Niederlande  NED – England  ENG, 10.7. (HF2)
    England  Michael Oliver  a  b 4 8 0 0 0 Stuart Burt
    Dan Cook
    Spanien  ESP – Kroatien  CRO, 15.6.
    Slowakei  SVK – Ukraine  UKR, 21.6.
    Deutschland  GER – Danemark  DEN, 29.6. (AF2)
    Portugal  POR – Frankreich  FRA, 5.7. (VF2)
    England  Anthony Taylor  a  b 3 16 1 0 1 Gary Beswick
    Adam Nunn
    Niederlande  NED – Frankreich  FRA, 21.6.
    Ukraine  UKR – Belgien  BEL, 26.6.
    Spanien  ESP – Deutschland  GER, 5.7. (VF1)
    Frankreich  François Letexier 4 14 0 0 1 Cyril Mugnier
    Mehdi Rahmouni
    Kroatien  CRO – Albanien  ALB, 19.6.
    Danemark  DEN – Serbien  SRB, 25.6.
    Spanien  ESP – Georgien  GEO, 30.6. (AF4) Spanien  ESP – England  ENG, 14.7. (F)
    Frankreich  Clément Turpin  a  b 3 14 0 2 1 Nicolas Danos
    Benjamin Pagès
    Deutschland  GER – Schottland  SCO, 14.6.
    England  ENG – Slowenien  SVN, 25.6.
    Niederlande  NED – Turkei  TUR, 6.7. (VF4)
    Italien  Marco Guida 2 7 0 0 1 Filippo Meli
    Giorgio Peretti
    Portugal  POR – Tschechien  CZE, 18.6.
    Frankreich  FRA – Polen  POL, 25.6.
    Italien  Daniele Orsato  a  b 4 17 0 1 0 Ciro Carbone
    Alessandro Giallatini
    Serbien  SRB – England  ENG, 16.6.
    Schweiz  SUI – Deutschland  GER, 23.6.
    Portugal  POR – Slowenien  SVN, 1.7. (AF6)
    England  ENG – Schweiz  SUI, 6.7. (VF3)
    Niederlande  Danny Makkelie  a  b 2 13 0 0 0 Hessel Steegstra
    Jan de Vries
    Deutschland  GER – Ungarn  HUN, 19.6.
    Kroatien  CRO – Italien  ITA, 24.6.
    Polen  Szymon Marciniak  b 2 6 0 0 2 Tomasz Listkiewicz
    Adam Kupsik
    Belgien  BEL – Rumänien  ROM, 22.6. Schweiz  SUI – Italien  ITA, 29.6. (AF1)
    Portugal  Artur Dias  a 3 9 0 0 0 Paulo Soares
    Pedro Ribeiro
    Polen  POL – Niederlande  NED, 16.6.
    Danemark  DEN – England  ENG, 20.6.
    Osterreich  AUT – Turkei  TUR, 2.7. (AF8)
    Rumänien  István Kovács  a  b 2 22 1 1 0 Vasile Marinescu
    Mihai Artene
    Slowenien  SVN – Serbien  SRB, 20.6.
    Tschechien  CZE – Turkei  TUR, 26.6.
    Schweden  Glenn Nyberg 3 11 0 0 2 Mahbod Beigi
    Andreas Söderkvist
    Rumänien  ROM – Ukraine  UKR, 17.6.
    Albanien  ALB – Spanien  ESP, 24.6.
    Frankreich  FRA – Belgien  BEL, 1.7. (AF5)
    Schweiz  Sandro Schärer 2 8 0 0 1 Stéphane De Almeida  c
    Bekim Zogaj
    Slowenien  SVN – Danemark  DEN, 16.6.
    Georgien  GEO – Portugal  POR, 26.6.
    Slowakei  Ivan Kružliak 2 8 0 0 3 Branislav Hancko
    Ján Pozor
    Schottland  SCO – Schweiz  SUI, 19.6.
    Niederlande  NED – Osterreich  AUT, 25.6.
    Slowenien  Slavko Vinčić  a  b 3 14 0 0 0 Tomaž Klančnik
    Andraž Kovačič
    Ungarn  HUN – Schweiz  SUI, 15.6.
    Spanien  ESP – Italien  ITA, 20.6.
    Spanien  ESP – Frankreich  FRA, 9.7. (HF1)
    Spanien  Jesús Gil Manzano 1 7 0 0 1 Diego Barbero Sevilla
    Ángel Nevado Rodriguez
    Osterreich  AUT – Frankreich  FRA, 17.6.
    Turkei  Halil Umut Meler 3 19 0 0 1 Mustafa Emre Eyisoy
    Kerem Ersoy
    Belgien  BEL – Slowakei  SVK, 17.6.
    Polen  POL – Osterreich  AUT, 21.6.
    England  ENG – Slowakei  SVK, 30.6. (AF3)
    Summe 51 235 2 4 21 Endstand
    a 
    bereits Schiedsrichter bei der EM 2021
    b 
    bereits Schiedsrichter bei der WM 2022
    c 
    Im Vorrundenspiel Georgien – Portugal wurde Stéphane De Almeida in Schärers Gespann aufgrund seiner portugiesischen Wurzeln durch Stefan Lupp ersetzt.

    Unterstützungsschiedsrichter:

    • Bosnien und Herzegowina  Irfan Peljto (5 Einsätze als Vierter Offizieller)
    • Bosnien und Herzegowina  Senad Ibrišimbegović
    • Litauen  Donatas Rumšas (5 Einsätze als Vierter Offizieller)
    • Litauen  Aleksandr Radiuš
    • Niederlande  Serdar Gözübüyük (5 Einsätze als Vierter Offizieller)
    • Niederlande  Johan Balder
    • Norwegen  Espen Eskås (5 Einsätze als Vierter Offizieller)
    • Norwegen  Jan Erik Engan
    • Slowenien  Rade Obrenović (5 Einsätze als Vierter Offizieller)
    • Slowenien  Jure Praprotnik
    • Ukraine  Mykola Balakin (5 Einsätze als Vierter Offizieller)
    • Ukraine  Oleksandr Berkut

    Die Unterstützungsschiedsrichter (Support Match Officials), je ein Schiedsrichter und ein Schiedsrichterassistent aus sechs Ländern, kamen bei den EM-Spielen ausschließlich als Vierte Offizielle und Reserve-Schiedsrichterassistenten (Fünfte Offizielle) zum Einsatz.

    Videoschiedsrichter (VAR)

    Für die Europameisterschaft wurde in Räumen auf der Leipziger Messe das Football Tech Hub eingerichtet, in dem für jedes Spiel drei Videoschiedsrichter im Einsatz waren, darunter ein hauptverantwortlicher VAR und zwei Assistenten (AVAR).

    Schiedsrichter Land Einsätze
    VAR AVAR
    Bastian Dankert  a Deutschland  Deutschland 8 4
    Christian Dingert  a Deutschland  Deutschland 1 9
    Marco Fritz  a Deutschland  Deutschland 3 9
    Stuart Attwell  a England  England 5 1
    David Coote England  England 8
    Jérôme Brisard  a Frankreich  Frankreich  b 5  b 4
    Willy Delajod Frankreich  Frankreich 1  b 6  b
    Massimiliano Irrati  a Italien  Italien 6  b 8  b
    Paolo Valeri  a Italien  Italien 1 7
    Rob Dieperink Niederlande  Niederlande 3 5
    Pol van Boekel  a Niederlande  Niederlande 3 7
    Bartosz Frankowski Polen  Polen 9
    Tomasz Kwiatkowski Polen  Polen 4 5
    Tiago Martins Portugal  Portugal 3 3
    Cătălin Popa Rumänien  Rumänien 3
    Fedayi San Schweiz  Schweiz 2 3
    Nejc Kajtazović Slowenien  Slowenien 3 3
    Alejandro Hernández Hernández  a Spanien  Spanien 2 2
    Juan Martínez Munuera  a Spanien  Spanien 1 4
    Alper Ulusoy Turkei  Türkei 2
    Endstand
    a 
    bereits Videoschiedsrichter bei der EM 2021
    b 
    darunter das Eröffnungsspiel und das Finale

    Neue Regel im Umgang mit Schiedsrichtern

    Zur Verhinderung von Rudelbildungen nach umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen führte die UEFA für das Turnier die Regel ein, dass nur der Mannschaftskapitän oder im Falle eines Torwarts als Kapitän ein vorher bestimmter Feldspieler mit den Unparteiischen diskutieren beziehungsweise sprechen darf. Diese Vorschrift hat das Klima deutlich verbessert und es ist durch die UEFA beschlossen, den Ansatz ab sofort auch in den internationalen Klubwettbewerben umzusetzen. Ziel ist es, eine neue und respektvollere Kultur des Miteinanders zu erreichen.

    Übertragung und Berichterstattung

    Technische Übertragung

    Die Spiele der Europameisterschaft 2024 wurden gemäß einer Entscheidung der UEFA trotz technischer Möglichkeit nicht in 4K Ultra HD aufgenommen und übertragen, sondern in HD und HDR.

    Deutschland

    Die Spiele der Endrunde 2024 wurden vom Pay-TV-Sender MagentaTV (alle 51 Spiele), von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Das Erste und ZDF (gemeinsam 34 Spiele) sowie vom Privatsender RTL (12 Spiele) übertragen. Laut Rundfunkstaatsvertrag sind bestimmte „Ereignisse von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung“ (darunter fallen EM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie, unabhängig von einer deutschen Beteiligung, das Eröffnungsspiel, die Halbfinalspiele und das Endspiel) in frei empfangbaren und allgemein zugänglichen Fernsehprogrammen auszustrahlen und somit nicht exklusiv dem Pay-TV vorbehalten. Im März 2021 einigten sich das deutsche Unternehmen Telekom sowie die Sender ARD, ZDF und RTL auf den Erwerb von Sublizenzen. Die Teilung der Übertragungsrechte zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern Das Erste und das ZDF sowie der Telekom ist Teil einer größeren Vereinbarung, bei der Das Erste und das ZDF im Gegenzug teilweise Übertragungsrechte für die EM 2021 sowie für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 abtraten. RTL übertrug das Turnier in einer engen Kooperation mit MagentaTV. Diese Vereinbarung beinhaltete unter anderem ein gemeinsames Studio in der RTL-Zentrale in Köln, gemeinsame Moderatoren und Kommentatoren sowie die Produktion einer gemeinsamen Sendung an den entsprechenden Spieltagen. Das Unternehmen Telekom sowie die drei Sendeanstalten selbst machten zur Höhe der Ausgaben keine Angaben. Laut dem Fachmagazin Medienkorrespondenz zahlten Das Erste und das ZDF für die Sublizenzierung an dieser Europameisterschaft 150 Millionen Euro.

    Das Erste und das ZDF übertrugen sämtliche Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie insgesamt 22 Gruppenspiele (inkl. das Eröffnungsspiel), sechs Achtelfinalbegegnungen, drei Viertelfinalspiele, die beiden Halbfinals und das Endspiel. RTL übertrug insgesamt 10 Gruppenspiele, eine Achtelfinalbegegnung und ein Viertelfinalspiel. Alle drei Sender durften zudem Zusammenfassungen von allen 51 Spielen ausstrahlen. MagentaTV übertrug alle 51 Spiele, davon fünf Spiele exklusiv.

    Das Finale zwischen Spanien und England im Ersten wurde erneut durch Tom Bartels kommentiert. Als Co-Kommentator fungierte Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. Für die Übertragung bei MagentaTV übernahm Wolff-Christoph Fuss diese Aufgabe. Unterstützt wurde er dabei wie bereits bei vorherigen Spielen durch den Co-Kommentator und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus.

    Funktion        
    Moderatoren Alexander Bommes
    Esther Sedlaczek
    Jochen Breyer
    Katrin Müller-Hohenstein
    Laura Papendick
    Florian König
    Elton 2
    Jana Wosnitza 2
    Jan Köppen 2
    Johannes B. Kerner
    Sascha Bandermann
    Laura Wontorra
    Jan Henkel (Taktik)
    Paul Luca Fischer (Social Media)
    Fahri Yardım 3
    Jonas Hector 3
    Kommentatoren Tom Bartels
    Gerd Gottlob
    Christina Graf
    Claudia Neumann
    Oliver Schmidt
    Martin Schneider
    Wolff-Christoph Fuss
    Marco Hagemann
    Wolff-Christoph Fuss
    Marco Hagemann
    Jonas Friedrich
    Markus Höhner
    Christian Straßburger
    Christina Rann
    Benni Zander
    Jan Platte
    Stadionteam Julia Scharf
    Janna Betten
    Ben Wozny
    Claus Lufen
    Lea Wagner
    Lena Kesting
    Thomas Skulski
    Florian Zschiedrich
    Laura Papendick
    Jana Wosnitza
    Anna Kraft
    Ruth Hofmann
    Anna Sara Lange
    Begleiter der DFB-Elf Lea Wagner Sven Voss
    Amelie Stiefvatter
    Boris Büchler
    Nils Kaben
    Johanna Rüdiger
    Mitja Lafere 2 Thomas Wagner
    Jonas Gerdes
    Experten Bastian Schweinsteiger
    Almuth Schult
    Thomas Broich
    Thomas Hitzlsperger
    Christoph Kramer
    Per Mertesacker
    wechselnde Studiogäste:
    Laura Freigang
    Friederike Kromp
    Kathrin Lehmann
    Lothar Matthäus
    Stefan Effenberg 2
    Thomas Helmer 2
    Mario Basler 2
    Gerald Asamoah 2
    Felix Kroos 2
    Michael Ballack
    Robin Gosens
    Tabea Kemme
    Shkodran Mustafi
    Owen Hargreaves
    Tim Borowski
    Fabian Reese (Reaction Show)
    Manuel Baum (Taktik-Kanal)
    Schiedsrichter-Experten Lutz Wagner
    Bibiana Steinhaus-Webb
    Manuel Gräfe – Patrick Ittrich 1
    Co-Kommentatoren Thomas Broich
    Almuth Schult
    Thomas Hitzlsperger
    Hanno Balitsch
    Moritz Volz
    Steffen Freund
    Lothar Matthäus
    Robin Gosens
    Steffen Freund
    Lothar Matthäus
    1 
    Auch Co-Kommentator beim Spiel Türkei gegen Portugal.
    2 
    Mitwirkend beim RTL EM-Studio.
    3 
    Mitwirkend beim Format Studio Pille-Palle.

    Die Einschaltquoten für die Übertragungen der Spiele der deutschen Nationalmannschaft und des Finales:

    Spiel Datum Uhrzeit Sender Zuschauer Marktanteil Quelle
    Gesamt 14 bis 49 Jahre Gesamt 14 bis 49 Jahre
    Vorrunde 1 14. Juni 2024 21:00 Uhr ZDF 22,49 Mio. 8,38 Mio. 69,0 % 82,3 %
    Vorrunde 2 19. Juni 2024 18:00 Uhr Das Erste 23,89 Mio. 8,35 Mio. 76,7 % 86,6 %
    Vorrunde 3 23. Juni 2024 21:00 Uhr Das Erste 25,57 Mio. 9,88 Mio. 73,4 % 84,4 %
    Achtelfinale 29. Juni 2024 21:00 Uhr ZDF 23,64 Mio. 8,40 Mio. 76,8 % 86,3 %
    Viertelfinale 5. Juli 2024 18:00 Uhr Das Erste 26,13 Mio. 80,9 %

    Alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft wurden zudem im Livestream von ARD bzw. ZDF, in der Audio-Reportage der Sportschau, bei MagentaTV sowie bei den Public Viewings in Fanzonen und Innenstädten übertragen. Hiervon liegen keine offiziellen Zuschauerzahlen vor. Die Gesamtzuschauerzahl jedes Spiels ist durch die zusätzlichen Übertragungskanäle jedoch auf jeden Fall deutlich höher als die reinen TV-Zahlen.

    Audio-Reportage

    Zusätzlich zu den TV-Übertragungen übertrug die ARD erstmals sämtliche Spiele der Europameisterschaft in einer Audio-Vollreportage, die über die ARD Audiothek, die Website der Sportschau und Apps ausgespielt wurden. Die Vollreportagen waren außerdem über WDR Event zu hören. Zudem berichteten viele Radiosender der einzelnen Landesanstalten in Ausschnitten von den Spielen.

    Funktion ARD-Hörfunk
    Moderatoren (Netcast) Anne Hilt
    Julia Kleine
    Kommentatoren Michael Augustin
    Stephanie Baczyk
    Holger Dahl
    Martina Knief
    Armin Lehmann
    Jens-Jörg Rieck
    Andre Siems
    Jan Wochner
    Begleiter der DFB-Elf Julia Büchler
    Anne van Eickels
    Martin Roschitz

    Österreich

    Der Privatsender ServusTV sicherte sich die Übertragungsrechte für die Endrunde der Euro 2024 und einige Qualifikationsspiele mit österreichischer Beteiligung. Laut der österreichischen Tageszeitung Der Standard soll ServusTV dafür 50 Millionen Euro bezahlt haben, der Sender bezeichnete diese Summe aber als zu hoch. Darüber hinaus werden 16 Spiele aus der Gruppenphase, zwei Achtelfinal- sowie zwei Viertelfinal-Begegnungen im ORF zu sehen sein. Die Sublizenzvereinbarung umfasst neben den Ausstrahlungsrechten für Fernsehen und Online außerdem umfangreiche Highlights-, Clip- sowie News-Rechte.

    Funktion    
    Moderatoren Rainer Pariasek
    Bernhard Stöhr
    Alina Zellhofer
    Christian Baier
    Alina Marzi
    Christian Nehiba
    Experten Sargon Duran
    Roman Mählich
    Helge Payer
    Herbert Prohaska
    Viktoria Schnaderbeck
    Thomas Steiner (Schiedsrichter)
    Jan Åge Fjørtoft
    Steffen Freund
    Martin Harnik
    Zlatko Junuzović
    Florian Klein
    Sebastian Prödl
    Kommentatoren Boris Kastner-Jirka
    Thomas König
    Oliver Polzer
    Daniel Warmuth
    Christian Brugger
    Philipp Krummholz
    Kevin Piticev
    Michael Wanits
    Begleiter des ÖFB-Teams Andreas Felber
    Reporter Christian Diendorfer
    Roland Hönig
    Daniel Kulovits (Ö3)
    Adi Niederkorn (Ö3)
    Matthias Berger
    Julia Kienast
    Birgit Nössing
    Anna-Maria Wiesinger

    Schweiz

    Die SRG SSR sicherte sich 2021 für ihre Anstalten SRF, RTS, RSI sowie RTR die Übertragungsrechte an sämtlichen Spielen der UEFA Euro 2024 und UEFA Euro 2028 sowie an sämtlichen Qualifikationsspielen mit Schweizer Beteiligung inkl. WM-Qualifikation, UEFA Nations League und Freundschaftsspiele der Saisons 2022/23 bis 2027/28. Die Übertragungsrechte beinhalten die Schweizer Live- und Highlightrechte in TV und Radio sowie auf den Onlineplattformen. Über eine Sublizenz beteiligt die SRG SSR das private Medienunternehmen CH Media jeweils innerhalb von zwei Jahren an fünf Schweizer Länderspielen.

    Funktion   (TV)   (Radio)
    Modera­toren Rainer Maria Salzgeber
    Paddy Kälin
    Annette Fetscherin
    Lukas Studer
    Experten Benjamin Huggel
    Diego Benaglio
    Mladen Petrić
    Hakan Yakin
    Lutz Pfannenstiel
    Bruno Berner
    Sascha Amhof (Schiedsrichter)
    Kathrin Lehmann
    Kommentatoren Sascha Ruefer
    Mario Gehrer
    Dani Kern
    Manuel Köng
    Dominic Ledergerber
    Peter Schnyder
    Lionel Mattmüller
    Begleiter der Nati Jeff Baltermia
    Reporter Calvin Stettler
    Rachel Rinast
    Jürgen Schmidt
    Bénédict Saunier
    Reto Held

    International

    Als Sitz des International Broadcast Centre wurden die Hallen auf dem Leipziger Messegelände ausgewählt.

    Organisation und Umfeld

    Organisationskomitee

     
    UEFA-Werbung in Düsseldorf (Dreischeibenhaus im Hintergrund)

    Das Organisationskomitee wurde von der UEFA und Deutschem Fußball-Bund (DFB) gemeinsam gebildet. Dazu gründeten die UEFA Events SA und die DFB EURO GmbH als Tochtergesellschaft die Euro 2024 GmbH. Diese sitzt im Gebäude der ehemaligen DFB-Zentralverwaltung in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise. Die Geschäftsführer sind Andreas Schär für die UEFA und Markus Stenger für den DFB; Turnierdirektor ist Philipp Lahm.

    Finanzierung und Kosten

    Für die Ausrichtung fielen sowohl Ausgaben für das Organisationskomitee als auch für den Staat auf kommunaler, Landes- und Bundesebene an.

    Das von UEFA und DFB gebildete Organisationskomitee hatte ein Budget von 650 Millionen Euro, das sich ausschließlich aus eigenen Einnahmenquellen (TV-Rechte, Sponsoring, Eintrittsgelder) speiste. Die UEFA rechnete bei der EM 2024 mit Einnahmen von rund 2,4 Milliarden Euro, davon 1,44 Mrd. Euro TV-Rechte, 0,57 Mrd. Euro Werbung und Sponsoring, Kartenverkauf 0,4 Mrd. Euro. Abzüglich der 650 Millionen Euro Wettbewerbskosten rechnete die UEFA mit einem Gewinn von 1,75 Milliarden Euro.

    Für den Staat fielen auf unterschiedlicher Gliederebene Kosten für verschiedene Posten an. Hervorzuheben waren die Kosten für Modernisierung oder Instandhaltung der Stadien, für den Bau oder die Sanierung von Verkehrsinfrastruktur, für Verwaltung und Sicherheit: Einzig die sechs Regierungsflüge aus dem Kabinett Scholz zu Spielen der deutschen Nationalmannschaft mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr kosteten 531.000 Euro.

    Die Kosten für den Einsatz von Polizei- und Sicherheitskräften ließen sich laut Bundesregierung Stand Dezember 2023 „nicht prognostizieren“. Die zehn Ausrichterstädte nannten unterschiedliche Verwaltungskosten für Themen wie Mobilität und Sicherheit und Projekte wie Fanzonen/Public Viewing. Köln plante dafür 13,8 Millionen Euro ein, Gelsenkirchen hatte bezüglich der Verwaltung ein Budget „im niedrigen zweistelligen Millionenbetrag“ eingeplant. München, Dortmund und Düsseldorf veranschlagten um die 20 Millionen Euro für den Verwaltungsposten, Frankfurt etwas mehr als 30, Stuttgart fast 40. Berlin plante diesbezüglich mit Investitionen in Höhe von 56 weiteren Millionen Euro. Hamburg und Leipzig nannten auf Anfrage der Süddeutsche Zeitung (SZ) keine konkrete Summe. Auf Bundesebene plante das für Sport zuständige Bundesinnenministerium für die Realisierung verschiedener ressortübergreifender Projekte bezüglich der Fußball Euro 2024 mit Aufwendungen in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Laut SZ kamen für die Verwaltungskosten zusammengenommen „fast eine Viertelmilliarde Euro zusammen“.

    Die Ausgaben für die Sanierung und Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur wurden laut Bundesregierung „aus dem laufenden Haushalt erbracht“ und konnten „daher nicht trennscharf der Fußball Euro 2024 zugerechnet werden“.

    Für die Modernisierungen der Stadien, die als langfristige Investitionen über die Euro 2024 hinaus galten, zahlten größtenteils die Städte beziehungsweise Kommunen. Der Umbau der Stuttgarter Arena wurde auf 119,5 Millionen Euro beziffert, die Stadt Berlin rechnete für das Olympiastadion Berlin mit Sanierungskosten in Höhe von 26 Millionen Euro, in Hamburg wurden 23,5 Millionen Euro in das Volksparkstadion investiert, in Düsseldorf ebenfalls mehr als 20 Millionen. Laut SZ kamen für den Posten der Stadien insgesamt ebenfalls „fast eine Viertelmilliarde Euro zusammen“.

    Für Veranstaltungen in Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft 2024 erließ die Bundesregierung die Einkommensteuer; dies sei „in besonderem öffentlichen Interesse“. Die Inhalte der Steuergarantien für den europäischen Fußballverband UEFA unterlagen dem Steuergeheimnis.

    Fanfeste und Public Viewing

    Zum Public Viewing Spiel Spanien-Deutschland auf der Fan Zone in Hamburg kamen nach Polizeiangaben ca. 50.000 Fans.
     
    Fan Zone am Brandenburger Tor in Berlin

    Auf den Fanmeilen der zehn Gastgeberstädte wurden bis zu 12 Millionen Besucher erwartet. Aufgrund der Anstoßzeit von 21 Uhr bei 26 von 51 Spielen und einem damit einhergehenden Kollidieren mit der von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr geltenden Nachtruhe, entschied die Bundesregierung ein paar Monate vor Turnierbeginn, Fanfeste bis in die Nacht zu ermöglichen. Das galt allerdings nur für Fanfeste und Public Viewing, bei denen die einzelnen Kommunen die Regelung genehmigt hatten. Entscheidungen über die Genehmigung von Fanfesten und Public Viewing in Deutschland liegen laut einer Verordnung des Bundesumweltministeriums bei den Städten und Gemeinden. Es gab somit keine generelle Ausnahmegenehmigung für alle Fanfeste und Public-Viewing-Veranstaltungen. Für private Veranstaltungen blieb die Einhaltung der Nachtruhe verpflichtend.

    Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Saxophonist André Schnura, der nach dem Eröffnungsspiel in München inmitten der Fanmenge im Olympiapark spielte und dies unter anderem bei den folgenden Deutschlandspielen wiederholte. Videos dieser spontanen Auftritte gingen in sozialen Medien viral.

    Sicherheit

     
    Einlasskontrolle vor der Öffnung der Fan Zone in Hamburg

    Das Turnier, zu dem 2,7 Millionen Stadionbesucher und alleine auf den Fanmeilen der zehn Gastgeberstädte bis zu 12 Millionen Menschen erwartet wurden, fand unter verschärften Sicherheitsbedingungen statt. Im Zeitraum des Turniers sollten nach Weisung von Bund und Ländern „Störungen der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ bereits „im Ansatz“ unterbunden werden. Rund um die Stadien und auf den Fanmeilen verrichteten zusätzlich zu den Polizeien auch Ordner von privaten Sicherheitsdienstleistern Dienst. Ausländische Polizisten aus allen für die Europameisterschaft qualifizierten Nationen waren während des Turniers in Deutschland im Einsatz. Potentiell problematische Fans und Hooligangruppen wurden durch szenekundige Beamte beobachtet. Verbindungsbeamte waren in den Trainingscamps beziehungsweise Unterkunftsorten der teilnehmenden Nationalmannschaften installiert. Um ferngesteuerte Drohnen wie bspw. Multicopter, entdecken und abfangen zu können, wurden die Polizeien mit entsprechender Technik aufgerüstet. Während der EM existierte über den Austragungsstadien eine Flugbeschränkung, die auch für Drohnen galt, Ausnahmen davon galten ausschließlich für Polizei und Rettungskräfte. Verstöße gegen das Flug- und Drohnenverbot konnten rechtlich als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr bewertet werden, wofür § 315 des Strafgesetzbuchs eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren vorsah. Kurz vor und während des Turniers gab es mitunter Grenzkontrollen an den deutschen Außengrenzen. Angehörige der Bundespolizei durften während der EM keinen Urlaub machen. Nach Angaben der Bundesregierung war es „der größte Einsatz in der Geschichte der Bundespolizei“. Experten des EU-Grenzschutzes Frontex unterstützten die Bundespolizei während der EM an sechs Flughäfen bei Kontrollen. Durch die Grenzkontrollen vollstreckte die Bundespolizei innerhalb der ersten Woche 173 Haftbefehle und verhinderte 900 unerlaubte Einreisen. Die Bundeswehr hatte eigens für das Turnier eine gesonderte Flugeinsatzzentrale eingerichtet. Sicherheitsbehörden stuften die von islamistischen Gefährdern ausgehende Bedrohung, den islamistischen Terrorismus, während des Turniers als erhöht ein. Sicherheitsbehörden rechneten wegen der Teilnahme der ukrainischen Nationalmannschaft beziehungsweise wegen des Russisch-Ukrainischen-Krieges mit einer erhöhten Bedrohung durch russische Geheimdienste beziehungsweise durch mit ihnen assoziierte Hackerangriffe und Hacktivisten, anderweitige Sabotageakte und Störaktionen von Personen und Gruppen.

    Mindestens zwei Staaten, darunter die USA und Kanada, verschärften vor der EM 2024 ihre Reise- und Sicherheitshinweise für Deutschland. Aufgrund der erhöhten Terrorbedrohung durch den Islamischen Staat entschied sich der Schweizer Bundesrat am 31. Mai 2024 für verstärkte Kontrollen an den Schweizer Grenzen während der EM und weiteren Anlässen.

    Nach Medienberichten wurde am Rande der Begegnung zwischen Portugal und Slowenien am 1. Juli 2024 in Frankfurt am Main ein Fußballfan im Innenraum des Stadions von Sicherheitskräften zusammengeschlagen.

    Ticketvergabe, Ticketfunktionen und Ticketpreise

     
    S-Bahn Berlin mit Aufschrift zur UEFA Euro 2024. Der Nahverkehr konnte von Ticketinhabern rund um die jeweiligen Partien kostenlos in Anspruch genommen werden.

    Die 2,7 Millionen Tickets für das Turnier wurden innerhalb von bestimmten Zeiträumen, sogenannten „Ticketphasen“ oder „Bewerbungsphasen“, von der offiziellen Verkaufsstelle über die Website der UEFA zur Euro 2024 angeboten. Da die Nachfrage nach Tickets höher als das Angebot war, erfolgte die Vergabe während der Phasen über ein Losverfahren. Deshalb mussten sich Interessenten im Online-Ticketshop der UEFA registrieren, um eine Kaufanfrage zu stellen beziehungsweise um eine Bewerbung um die Tickets einzureichen. Sofern die Nationalmannschaften offizielle Fan-Clubs hatten, hatten Mitglieder dieser Fanclubs bei der Ticketvergabe im Losverfahren in der Regel, von Ausnahmen wie bspw. Österreich abgesehen, wo auf eine Priorisierung von Fan-Club-Mitgliedern verzichtet wurden, eine höhere Gewinnchance. Ticketgewinner wurden per E-Mail benachrichtigt und mussten dann innerhalb einer gewissen Frist die Zahlung abwickeln, sonst wurden die zugewiesenen Tickets neu vergeben. Pro Person konnten pro Spiel vier Karten geordert werden. Die Tickets waren zunächst auf den Besteller personalisiert beziehungsweise nur bedingt übertragbar; der Besteller musste innerhalb einer gewissen Frist in der offiziellen Ticket-App der UEFA die Namen der Personen benennen, für die das Ticket gelten sollten. Für Käufer von Tickets, die sich umentscheiden beziehungsweise ihre Tickets zurückgeben wollten, richtete die UEFA eine Resale-Funktion im offiziellen Ticketshop ein. Einen Anspruch auf Erstattung der Tickets gab es nicht. Die Tickets selbst galten rund um die jeweiligen Partien gleichzeitig als Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr. Ticketinhaber konnten mit der Deutschen Bahn für 30 Euro pro Fahrt in der 2. Klasse von ICEs zu den Spielen reisen. Die erste Phase, in der 1,2 Millionen Tickets verkauft wurden, lief vom 3. bis zum 30. Oktober 2023. Berichte über die Anzahl der eingereichten Kaufanfragen in der ersten Phase wichen voneinander ab. Es sollen jedoch über 10 Millionen Anfragen gestellt worden sein. Die zweite Bewerbungsphase, in der rund eine Million Tickets vergeben wurden, lief vom 4. Dezember 2023 bis zum 12. Dezember. Ein Großteil der restlichen 500.000 Tickets wurde in zwei weiteren Phasen verkauft. Die dritte Verkaufsphase begann nach den im März 2024 stattfindenden Playoffs, in denen die letzten drei Mannschaften der Fußball-EM ermittelt wurden. Anfang Mai fand die vierte und letzte Verkaufsphase statt. Tickets wurden in fünf Preiskategorien vergeben. Abgesehen von Tickets für das Eröffnungsspiel, die zu Preisen von 50, 195, 400, 600 und 900 Euro vergeben wurden, kosteten Tickets für Spiele der Gruppenphase, je nach Preiskategorie entweder 30, 60, 150, 200 oder 400 Euro. Preise der Tickets für das Achtelfinale begannen bei 50 Euro und reichten des Weiteren von 85 über 175, 250 bis 500 Euro. Tickets für die Viertelfinals haben einen Wert von 60, 100, 200, 300 oder 700 Euro. Für Halbfinaltickets waren 80, 195, 400, 600 oder 900 Euro zu zahlen. Finaltickets kosteten 95, 300, 600, 1000 oder 2000 Euro.

    Die Ticket-App der UEFA diente während der EM auch zur Standorterfassung der Nutzer. Daraus abgeleitete Heatmaps konnten in den örtlichen Polizei- und Behördenstäben zur Identifikation von Laufrouten und etwaigen Massierungen von Fans genutzt werden.

    Mobilität

    An den Spieltagen der EM bot die Deutsche Bahn gegenüber dem Regelverkehr 10.000 zusätzliche Sitzplätze pro Tag im Fernverkehr an. Außerdem gab es ein erhöhtes Nahverkehrsangebot: Beispielsweise fuhr zwischen den vier NRW-Spielorten Dortmund, Gelsenkirchen, Düsseldorf und Köln eine EM-Sonderlinie mit 16 täglichen Abfahrten pro Richtung, bereitgestellt von DB Regio, Centralbahn und TRI. Außerdem wurde hier auch das Kapazitätsangebot weiterer Regionalexpresslinien von den Aufgabenträgern des Nahverkehrs anlässlich der Europameisterschaft deutlich aufgestockt.

    Trainings- und Wohnorte der Nationalteams

     
    Fußball-Europameisterschaft 2024 (Deutschland)
     
    Albanien
     
    Belgien
     
    Dänemark
     
    Deutschland
     
    England
     
    Frankreich
     
    Georgien
     
    Italien
     
    Kroatien
     
    Niederlande
     
    Österreich
     
    Polen
     
    Portugal
     
    Rumänien
     
    Schottland
     
    Schweiz
     
    Serbien
     
    Slowakei
     
    Slowenien
     
    Spanien
     
    Tschechien
     
    Türkei
     
    Ukraine
     
    Ungarn
    Sofern bekannt, zeigt die Karte die Trainingsorte der Mannschaften, ansonsten die Unterkünfte

    Nach den Regularien für die EM 2024 mussten sich die temporären Quartiere der teilnehmenden Nationalteams während des Turniers im Land des Ausrichters befinden. Die Unterkunftsorte der Nationalmannschaften waren während der EM 2024 wie folgt (Trainingsort oder Unterkunft in Klammern):

    • Albanien: Kamen (Sportcentrum Kaiserau)
    • Belgien: Ludwigsburg (Wasenstadion)
    • Dänemark: Freudenstadt (Hermann-Saam-Stadion)
    • Deutschland: Herzogenaurach (Adidas-Campus, Homeground)
    • England: Blankenhain (Golfresort Weimarer Land)
    • Frankreich: Paderborn (Home-Deluxe-Arena)
    • Georgien: Velbert (Stadion Velbert bzw. IMS-Arena)
    • Italien: Iserlohn (Hemberg-Stadion)
    • Kroatien: Neuruppin (Volksparkstadion)
    • Niederlande: Wolfsburg (AOK Stadion)
    • Österreich: Berlin (Mommsenstadion)
    • Polen: Hannover (Eilenriedestadion)
    • Portugal: Harsewinkel (Hotel Klosterpforte)
    • Rumänien: Würzburg (Akon Arena)
    • Schottland: Garmisch-Partenkirchen (Stadion am Gröben)
    • Schweiz: Stuttgart (Gazi-Stadion auf der Waldau)
    • Serbien: Augsburg (Rosenaustadion)
    • Slowakei: Mainz (Bruchwegstadion)
    • Slowenien: Wuppertal (Stadion am Zoo)
    • Spanien: Donaueschingen (Der Öschberghof)
    • Tschechien: Norderstedt (Edmund-Plambeck-Stadion)
    • Türkei: Barsinghausen (Sporthotel Fuchsbachtal)
    • Ukraine: Taunusstein (Stadion am Halberg)
    • Ungarn: Weiler im Allgäu (Tannenhof Resort).

    Preisgelder

    Die Preisgelder, die die Nationalteams erhalten konnten, wurden im Dezember 2023 von der UEFA bekanntgegeben. Sie entsprachen denselben wie bei der vorherigen Fußball-Europameisterschaft. Die Antrittsprämie belief sich auf 9,25 Millionen Euro. Der Europameister konnte (bei drei Siegen in der Gruppenphase) maximal 28,25 Millionen Euro bekommen. Die Gesamtsumme aller Prämien betrug 331 Millionen Euro.

    Erreichte Runde Preisgeld Teams
    Antrittsprämie 9.250.000 € 24
    Gruppenphase 1.000.000 € für jeden Sieg
    0.500.000 € für jedes Unentschieden
    24
    Achtelfinale 1.500.000 € 16
    Viertelfinale 2.500.000 € 08
    Halbfinale 4.000.000 € 04
    Vizeeuropameister 5.000.000 € 01
    Europameister 8.000.000 € 01

    Logo und Motto

     
    Das EM-Logo in der Fanzone in Hamburg

    Das Motto der Europameisterschaft lautet „United by Football. Vereint im Herzen Europas“.

    Die Form des Logos ist dem Dach des Olympiastadions Berlin entlehnt. Die Farben der 24 Streifen, welche das Logo umrahmen und wiederum die Zahl der Endrundenteilnehmer widerspiegeln, und deren Anordnung setzen sich aus den Landesflaggen der 55 Mitgliedsverbände der UEFA zusammen. Einige Nationen sind dabei unmittelbar zu erkennen, etwa die Flagge Deutschlands links unten und direkt darüber die Flagge Ungarns beziehungsweise Italiens. Andere Flaggen sind nicht vollständig eingebunden (so fehlt etwa der zweite rote Streifen für Spanien oder Österreich) oder nur in ihren Grundfarben repräsentiert (unter anderem Dänemark und Georgien).

    Spielball

     
    Offizielle Replik-Version des Spielballs Fußballliebe

    Der offizielle Spielball zur EM 2024 hieß Fußballliebe und wurde am 15. November 2023 von Hersteller Adidas und UEFA vorgestellt. Dieser war der erste Spielball einer Europameisterschaft, der über eine inertiale Messeinheit verfügte, um Bewegungsdaten in Echtzeit an den Video-Assistenten zu übermitteln. Die Bewegungsdaten können bis in die Fernseh-Übertragung visualisiert werden.

    Trikotausrüster

    Neun der 24 Teams trugen Trikots von Nike (England, Frankreich, Kroatien, Niederlande, Polen, Portugal, Slowakei, Slowenien, Türkei), gefolgt von Adidas mit sechs Teilnehmern (Belgien, Deutschland, Italien, Schottland, Spanien, Ungarn). Weitere vier Mannschaften wurden von Puma ausgestattet (Österreich, Schweiz, Serbien, Tschechien). Die weiteren Trikotausrüster waren Macron (Albanien und Georgien), Joma (Rumänien und Ukraine) sowie Hummel (Dänemark).

    Offizieller Partner der UEFA für die Ausstattung der Schiedsrichterteams war wie bereits bei der EM 2021 der Sportartikelhersteller Macron. Neben den klassischen Varianten in Schwarz, Gelb, Pink und Blau gab es bei diesem Turnier eine zusätzliche Option in goldenen Farben.

    Maskottchen

     
    EM-Maskottchen „Albärt“

    Das Maskottchen war ein Bär. Über den Namen des Maskottchens wurde in einer öffentlichen Abstimmung entschieden, zur Wahl standen „Albärt“, „Bärnardo“, „Bärnheart“ und „Herzi von Bär“. Der Vorschlag Albärt erhielt mit 32 % von allen abgegebenen Stimmen die meiste Zustimmung.

    Sponsoren

    Die folgenden Marken oder Unternehmen waren weltweite Sponsoren:Adidas, AliExpress, Alipay, Atos, Betano Sportwetten, Booking.com, BYD Auto, Coca-Cola Zero, Engelbert Strauss, Gorenje, Hisense, Lidl, Unilever, Visit Qatar und VIVO.

    Darüber hinaus waren Bitburger, die Deutsche Bahn, die Deutsche Telekom, die Ergo Group sowie die PHW-Gruppe mit ihrer Marke Wiesenhof offizielle nationale Sponsoren des Turniers in Deutschland.

    Topps war der Aufkleber- und Sammelkartenpartner des Turniers. Dies bedeutete das vorläufige Ende von Paninis Zusammenarbeit mit der UEFA, die 1976 begann. Weil Topps nicht die Bildrechte aller Fußballspieler besitzt, greift es bei der Zusammenstellung seines Sammelkartenhefts mitunter auf ehemalige Nationalspieler zurück. Panini dagegen gab das eigene Stickeralbum Deutschland 2024 & die Besten aus Europa heraus, und zusätzlich erstmals die seit Jahrzehnten etablierten Ferrero-Sammelbilder, die sich ausschließlich mit der deutschen Nationalmannschaft befassten.

    Song und Torhymne

    Der offizielle Song zur EM 2024 hieß Fire und stammte von der deutschen Sängerin Leony in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Band One Republic und der italienischen EDM-Gruppe Meduza. Leony ersetzt dabei Kim Petras, die zuvor für den Song vorgesehen war und im Verlauf absagte.

    Darüber hinaus teilte die UEFA mit, dass Torhymnen bei der EM 2024 „für alle Teams gleich“ seien. Am 16. Juni 2024 wurde beim im Volksparkstadion in Hamburg ausgetragenen Spiel zwischen den Niederlanden und Polen bei allen drei Toren – „Oranje“ gewann das Spiel mit 2:1 – Song 2 von Blur, welches die Torhymne des FC St. Pauli war, abgespielt. Bei diesem Verein handelte es sich um den Stadtrivalen des Hamburger SV, der normalerweise seine Heimspiele im Volkspark austrägt. Das Abspielen von Song 2 sorgte für Unmut unter den HSV-Fans, weshalb die UEFA darauf reagierte und die Torhymne fürs Volksparkstadion wechselte. Bei der am 19. Juni 2024 im Volkspark ausgetragenen Partie, die zwischen Kroatien und Albanien ausgespielt wurde, wurde Seven Nation Army von The White Stripes abgespielt. Dadurch kam es zu einer uneinheitlichen Nutzung der Torhymne. Während u. a. in Hamburg und Gelsenkirchen Seven Nation Army zu hören war, wurde beispielsweise in Köln weiterhin Song 2 eingespielt.

    Damit der Video-Assistent die Möglichkeit hatte, die regelkonforme Erzielung der Tore zu prüfen, war vorgesehen, die Torhymne zeitversetzt abzuspielen. Dennoch war die Torhymne auch bei später zurückgenommenen Treffern zu hören, beispielsweise nach dem Schuss von Robert Andrich im Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen das Schweizer Team.

    Videospiel

    Der Computerspielhersteller Electronic Arts (EA) erwarb die Lizenz, eine Fußballsimulation zur UEFA Euro 2024 zu entwickeln und zu verkaufen. EA bot unter der Marke EA Sports jedoch kein separates Videospiel zur EM 2024 an, sondern versah die bereits vor Beginn der EM veröffentlichten Videospiele EA Sports FC 24 und EA Sports FC Mobile im Juni 2024 mit einem Softwareupdate, wodurch die EM 2024 in genannten Spielen simuliert werden konnte.

    UEFA Volunteers

    Wie bei jeder UEFA-Veranstaltung wurden die meisten organisatorischen Aufgaben und Serviceaufgaben von Freiwilligen übernommen und durchgeführt, den sogenannten „UEFA Volunteers“. Dazu wurde genau ein Jahr vor Turnierbeginn von der UEFA aufgerufen, sich bei Interesse als Freiwilliger zu bewerben. In den folgenden Monaten bewarben sich 146.000 Menschen aus der gesamten Welt. Diese Anzahl an Bewerbungen stellte einen Rekord in der Geschichte der UEFA dar. Insgesamt wurden 16.000 Freiwillige für das gesamte Turnier eingestellt. Somit hatten die zehn Spielorte jeweils 1.600 Freiwillige für die verschiedenen Aufgaben zur Verfügung. Jeder Freiwillige wurde mit einer Uniform und Ausrüstung von Adidas ausgestattet, welche in den Farben Grün, Gelb und Grau gehalten waren.

    Botschafter der Spielorte

    Um die zehn Spielorte darzustellen und zu bewerben, gab es in jeder Stadt sogenannte Botschafter. Bei diesen Personen handelte es sich um Persönlichkeiten aus den Bereichen Sport, Medien und Gesellschaft. Zudem hatten alle Spielorte die Möglichkeit, diese durch lokale Botschafter für die UEFA Euro 2024 zu unterstützen.

    Berlin
    Kevin-Prince Boateng
    Dortmund
    Roman Weidenfeller
    Annike Krahn
    Düsseldorf
    Martina Voss-Tecklenburg
    Sandra Mikolaschek
    Selin Oruz
    Frankfurt
    Alex Meier
    Deborah Levi
    Gelsenkirchen
    Gerald Asamoah
    Hamburg
    Patrick Esume
    Köln
    Toni Schumacher
    Leipzig
    Jörg Junhold
    München
    Felix Brych
    Stuttgart
    Cacau
    Niko Kappel
    Elisabeth Seitz

    Kritik und Kontroversen

    Zusage zu Grundrechtseinschränkung

    Vor der Vergabe der EM hat sich die UEFA von der deutschen Bundesregierung und den Regierungen anderer Staaten, die sich als Ausrichter bewarben, in Verträgen und Garantieerklärungen unter anderem zusichern lassen, im Umfeld von Stadien und auf den Fanfesten politisch oder religiös motivierte Demonstrationen zu unterbinden. Laut dem Rechtswissenschaftler Christian Ernst würden solche Zusagen aufgrund der Meinungsäußerungsfreiheit vor deutschen Gerichten jedoch kaum Bestand haben.

    Verteilung von Kosten und Gewinnen zwischen UEFA und Austragungsorten

    Um den Zuschlag für die Ausrichtung der EM 2024 zu erhalten, sagte die deutsche Bundesregierung der UEFA „Steuerbefreiung“ bei der Ausrichtung zu, weil der damalige Mitbewerber, die Türkei, der UEFA auch eine vollständige Steuerfreiheit und die mietfreie Überlassung der Stadien angeboten hatte. Normalerweise müssen ausländische Veranstalter, die in Deutschland Sportereignisse ausrichten, 15 Prozent ihrer Einkünfte abgeben. Die UEFA verteidigte gegenüber dem Spiegel ihre Forderung nach Steuererleichterungen und erklärte, „nicht profitorientiert“ zu sein; die Einnahmen aus dem Wettbewerb würden laut UEFA „in die Entwicklung des Fußballs in ganz Europa reinvestiert“. So sollen laut UEFA-Budgetbericht 935 Millionen Euro für Investitionen in Fußballentwicklungsprojekte der Mitgliedsverbände fließen.

    Laut den Verträgen müssen Gastgeberstädte „alle Kosten übernehmen“, die bei der „Planung, dem Betrieb und dem Abbau“ von Fanfesten anfallen. Die UEFA behielt dagegen dennoch „alle kommerziellen Rechte“ bei den Fanfesten und Fanzonen. Nach Angaben von Martin Sauer, der als Jurist und Fußball-EM-Beauftragter der Stadt Dortmund fungiert, gibt es „ein gewisses Ungleichgewicht“ zwischen den Vertragspartnern, „dessen man sich aber bewusst war“. Auch müssen laut den Verträgen im Umfeld von Stadien und auf den Fanfesten Werbungen von Unternehmen, die keine offiziellen Sponsoren beziehungsweise Vertragspartner der UEFA sind, unterbleiben. Laut dem Rechtswissenschaftler Christian Ernst ist es dem Staat nicht erlaubt, „einseitig in den Wettbewerb und auf Kosten eines anderen einzugreifen“. Entgegen mancher Berichte, wonach Gewinne aus dem Betrieb der Fanmeilen nicht an die Kostenträger (die Städte) gehen, sondern an die UEFA fließen, ist dies zumindest in Leipzig nicht der Fall; dort behält die Stadt etwaige Gewinne.

    Im Rahmen der Diskussion um die Verteilung der Kosten der EM veröffentlichten FragDenStaat und Correctiv Verträge, welche Städte hierzu abgeschlossen haben.

    Transport, Nahverkehr und Deutsche Bahn

    Vielfach kritisiert, insbesondere durch internationale Medien, wurden zahlreiche Probleme beim Transport der Fans zu einigen Spielorten und von diesen weg mittels des öffentlichen Nahverkehrs. Zuschauer berichteten von überfüllten Bahnstationen und einer Überlastung der Deutschen Bahn, was auch in Videos zu sehen ist.

    Aufdeckung von Sicherheitslücken durch Marvin Wildhage

    Der YouTuber Marvin Wildhage überwand u. a. mithilfe eines Kostüms des EM-Maskottchens Albärt sämtliche Eingangskontrollen beim Eröffnungsspiel, für das er keine Zugangsberechtigung besaß, und gelangte bis auf das Spielfeld während der Eröffnungszeremonie, womit er Fragen nach der Stadionsicherheit aufwarf. Die UEFA sprach ein Stadionverbot für die gesamte EM aus und verbot ihm die Veröffentlichung sämtlichen Videomaterials, was als Versuch kritisiert wurde, sämtliche Kritik an Problemen des Sicherheitskonzepts unter den Tisch kehren zu wollen.

    Weitere Sicherheitslücken

    Beim Achtelfinale zwischen Deutschland und Dänemark gelangte ein vermummter Mann trotz Sicherheitskonzept auf das Stadiondach. Die zweite Halbzeit des Spiels wurde einige Minuten später angepfiffen. Die Polizei schloss eine Gefährdung für die Zuschauer aus und ergriff den Mann nach dem Spiel. Der 21-Jährige gab an, der Roofer-Szene anzugehören und für „gute Fotos“ auf das Stadiondach geklettert zu sein. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch eröffnet.

    Größere Aufmerksamkeit erregten Videoaufnahmen vom Achtelfinale zwischen Portugal und Slowenien, die mehrere Ordner zeigen, die während des Spiels am Rand des Spielfelds auf einen am Boden liegenden Mann einschlagen, der möglicherweise als Flitzer auf das Spielfeld gelangen wollte. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

    Trotz Sicherheitsvorkehrungen gelangten in mehreren Spielen Flitzer auf den Rasen, darunter in mehreren Spielen mit Cristiano Ronaldo (in einem Spiel alleine vier Personen), ebenso auch im ersten Halbfinale.

    Widerspruch bei Nachhaltigkeitsanspruch

    Die UEFA bewirbt die EM 2024 als „nachhaltigste Fußball-EM aller Zeiten“. Den Nachhaltigkeitsanspruch mussten die teilnehmenden Nationalteams nicht erfüllen; diese nutzten mitunter innerdeutsche Flüge zur An- und Abreise von Spielen. So ließ sich die türkische Fußballnationalmannschaft, die während des Turniers in Barsinghausen bei Hannover residiert, zu einem Spiel in Hamburg fliegen (Distanz 180 Kilometer). Die deutsche Nationalmannschaft ließ sich fliegen, um ein paar Stunden weniger von Nürnberg nach Dortmund und zurück reisen zu müssen, anstatt die ca. 420 Kilometer per Bus oder Bahn zurückzulegen. Auch hatte das verwendete Flugzeug dafür Leerflüge zu absolvieren, weil das Flugzeug im normalen Flugverkehr auf einer anderen Strecke eingesetzt wurde. Extreme Kurzstreckenflüge, wie es innerdeutsche Flüge sind, sind relativ umweltschädlich.

    Nationalistische Parolen

    Im Laufe der Euro 2024 kam es zudem wiederholt zu Vorfällen, bei denen völkische Symbole gezeigt wurden und nationalistische und Menschen verachtende Sprechchöre zu hören waren. So riefen etwa beim zweiten Vorrundenspieltag der Gruppe B zwischen Kroatien und Albanien die Anhänger beider Teams „Ubi, ubi, ubi Srbina!“ („Tötet, tötet, tötet den Serben!“). Serbische Fans wiederum huldigten lautstark dem Kriegsverbrecher Ratko Mladić und zeigten während der Spiele ihres Nationalteams wiederholt Flaggen, auf denen die Umrisse eines Großserbiens zu sehen waren – inklusive des seit 2008 unabhängigen Kosovo.

    Auch beim Spiel Polen gegen Österreich gab es einen völkischen Zwischenfall, als Anhänger des österreichischen Teams ein Transparent mit der Aufschrift „Defend Europe“ hochhielten – eine Parole, die aus der identitären Bewegung kommt und dort den Verschwörungsmythos der neuen Rechten vom großen Austausch bedient. Als Strafe musste der ÖFB 20.000 Euro zahlen.

    Weithin bekannt wurde darüber hinaus der sogenannte Wolfsgruß, der bei türkischen Spielen sowohl von den Fans wie auch von Spielern auf dem Rasen gezeigt wurde. Diese Geste steht für die rassistisch-nationalistische Ideologie der „Grauen Wölfe“, die von der historischen und moralischen Überlegenheit der Turkvölker ausgehen. „Graue Wölfe“ werden seit den 1960er Jahren militante Jugendgruppen und Paramilitärs genannt, denen zahlreiche politische Morde, unter anderem an Kurden, Aleviten, Sozialisten und Gewerkschaftern in der Türkei zwischen den 60er und 90er Jahren zugeschrieben werden.

    Die UEFA hatte bereits 2011 einen Drei-Stufen-Plan verabschiedet, um menschenfeindliche Symbole, Gesten und Sprechchöre während einer Partie zu unterbinden. Danach sollte der Schiedsrichter als erstes eine Lautsprecherdurchsage veranlassen, die ein sofortiges Unterlassen der diskriminierenden Handlungen fordert. Führt dieses nicht zum Ziel, käme im zweiten Schritt die Unterbrechung des Spiels für 5 bis 10 Minuten. Als Ultima Ratio wäre im dritten Schritt auch ein Spielabbruch vorgesehen. Dieser Plan kam bei Euro 2024 nicht zum Einsatz, vielmehr beließ man es bei Geldstrafen für Verbände und Spieler – und verhängte in lediglich zwei Fällen Sperren für jeweils zwei Spiele gegen Spieler, den Albaner Mirlind Daku und den Türken Merih Demiral.

    Schiedsrichterleistung im Viertelfinale Deutschland – Spanien

    Kontrovers diskutiert wurden die Entscheidungen des Schiedsrichters Anthony Taylor im Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien. Einerseits hätte Toni Kroos bereits nach sechs Minuten die zweite Gelbe Karte (und damit die Gelb-Rote) sehen können, andererseits hätte es in der Nachspielzeit nach einem Handspiel des Spaniers Marc Cucurella im eigenen Strafraum einen Strafstoß für Deutschland geben können. In ihrer internen Aufarbeitung des Turniers kam die UEFA-Schiedsrichterkommission zu dem Schluss, dass ein Strafstoß hätte verhängt werden müssen.

    Statistiken

    → Hauptartikel: Fußball-Europameisterschaft 2024/Statistik
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