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Die Galeriestraße in München bildet heute die Grenze zwischen den Münchner Stadtbezirken Altstadt-Lehel und Maxvorstadt. Sie verläuft von der Ludwigstraße ausge

Galeriestraße (München)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Galeriestraße
Wappen
Straße in München
Das Hofbrunnwerk
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Basisdaten
Ort  München
Ortsteil  Altstadt-Lehel, Maxvorstadt
Angelegt  um 1783
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Ludwigstraße, Königinstraße
Querstraßen  Leibregimentsweg
Plätze 
Nummern­system  Orientierungsnummerierung
Bauwerke  Kunstverein München und Deutsches Theatermuseum in den Nördlichen Hofgartenarkaden
U-Bahn-Stationen Odeonsplatz
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Individualverkehr
Technische Daten
Straßengestaltung Sackgasse
Länge 380 m
Vorlage:Infobox Straße/Bezeichnung U-Bahn
Karte
Galeriestraße: Verlauf bis 1969 (schwarz); aktueller Verlauf (orange)

Die Galeriestraße in München bildet heute die Grenze zwischen den Münchner Stadtbezirken Altstadt-Lehel und Maxvorstadt. Sie verläuft von der Ludwigstraße ausgehend nach Ostsüdosten entlang der nördlichen Randbebauung des Hofgartens.

Lage

Die Galeriestraße zweigt zwischen dem Bazargebäude am Odeonsplatz und dem in der NS-Zeit nach Abbruch mehrerer Klenze-Bauten errichteten früheren Zentralministerium (heute Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Ludwigstraße 2) von der Ludwigstraße ab und verläuft nördlich der Hofgartenarkaden (Nr. 2 bis 6a) und südlich des auf Bastionen der ehemaligen Stadtbefestigung errichteten Finanzgartens. Auf der Höhe des den Hofgarten östlich begrenzenden Leibregimentswegs endet sie heute bei dem Denkmal des sogenannten Harmlos unweit des Prinz-Carl-Palais (das nicht mehr in der Galeriestraße liegt). Von hier aus werden der Hofgarten und durch eine Unterführung der Englische Garten erreicht.

Geschichte

Die Entstehung der Galeriestraße geht auf die Niederlegung der Stadtbefestigung zu Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Während des Bestehens der Befestigungsanlagen befand sich hier die Gartenbastion, die im 17. Jahrhundert dem Orden der Theatiner überlassen worden war, die hier einen Nutzgarten angelegt hatten. Im Jahr 1783 wurde in den Hofgartenanlagen die Gemäldegalerie untergebracht, die 1836 in die Alte Pinakothek übersiedelte. Die Galeriestraße setzte sich bis zum Bau des Altstadtrings weiter nach Osten fort (heutige Unsöldstraße, in dem sich das Schachterleis befand) und endete an der Wagmüllerstraße im Lehel. Die Verbindung zur Unsöldstraße ist jetzt durch den Altstadtring (Franz-Josef-Strauß-Ring) und das östlich anschließende Dienstgebäude des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr (1969 für die damalige Oberste Baubehörde errichtet) unterbrochen. Auf der Höhe des unteren Hofgartens stand das Gebäude des Kunstvereins mit dem 1952 gesprengten Wasserturm des Hofbrunnwerks. Erhalten hat sich mit dem noch vorhandenen, an das ehemalige Armeemuseum (die heutige Staatskanzlei) anschließenden Arkadenrest das unter den Arkaden liegende Hofbrunnwerk.

In den Räumen des Archäologischen Instituts in den Hofgartenarkaden wurde 1937 die Propagandaausstellung Entartete Kunst durchgeführt.

Durch die Galeriestraße verkehrte von 1949 bis 1961 die auch als „Ruinenschleicher“ apostrophierte Trambahnlinie 37, die den Ostbahnhof mit dem Nordbad verband.

Nutzung

In den nördlichen Hofgartenarkaden haben der Kunstverein München und das Deutsche Theatermuseum ihre Räume. Der Finanzgarten ist eine öffentliche Grünfläche. Das Hofbrunnwerk kann besichtigt werden (Zugang von der unteren Terrasse des Hofgartens).

Siehe auch

  • Liste der Baudenkmäler in der Münchner Altstadt
  • Liste der Baudenkmäler in der Maxvorstadt
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