Support
Kostenlose Download- und Informationsplattform
  • Wikipedia

Die Universität Klagenfurt (auch Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, AAU) ist eine staatliche Universität in Klagenfurt am Wörthersee im österreichischen Bundes

Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

  • Startseite
  • Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Die Universität Klagenfurt (auch Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, AAU) ist eine staatliche Universität in Klagenfurt am Wörthersee im österreichischen Bundesland Kärnten. Gegründet 1970 als Hochschule für Bildungswissenschaften, wurde sie 1975 und 1993 zur Universität Klagenfurt umgegründet. In den THE World University Rankings 2026 zählt sie zu den besten 800 Universitäten weltweit (ex aequo mit der TU Graz). In den THE Young University Rankings 2021 lag sie, als bislang beste globale Platzierung, auf Rang 48 der jungen Universitäten der Welt.

Universität Klagenfurt
Motto Per aspera ad astra
Gründung 1970 / 1975 / 1993
Trägerschaft staatlich
Ort Klagenfurt am Wörthersee
Bundesland Kärnten Kärnten
Land Osterreich Österreich
Rektorin Ada Pellert
Studierende 13.323 (WS 2024/25)

davon 61,2 % Frauen

Mitarbeiter 883,5 (VZÄ, WS 2024/25)
davon wissensch. 515,3
davon Professoren 71,5
Jahresetat 95 Mio. € (2025, ohne Drittmittel)
Netzwerke AACSB, AARC,YERUN
Website www.aau.at
Luftbild der Universität Klagenfurt und des Lakeside Science & Technology Parks, 2019

Die Universität ist seit 2023 gegliedert in die Fakultäten für Kultur- und Bildungswissenschaften, Sozialwissenschaften, Technische Wissenschaften und Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Seit 1. Dezember 2024 amtiert Ada Pellert als Rektorin. Dem Senat sitzt Ulrike Krieg-Holz, dem Universitätsrat Werner Wutscher vor.

Zur Universität gehören die Ingeborg-Bachmann-Bibliothek, das Karl-Popper-Archiv und das Robert-Musil-Institut für Literaturforschung.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Haupteingang der Universität Klagenfurt, 2019
Foyer der Universität Klagenfurt, 2018

Früher Vorläufer

Bereits im Jahr 1552 wurde in Klagenfurt das collegium sapientiae et pietatis als protestantische Gelehrtenschule gegründet. Es war damit eines der ältesten Gymnasien Österreichs; das heutige Europagymnasium betrachtet sich als dessen Nachfolger. Für das Collegium wurde 1586 die sogenannte Burg erbaut; Rektor war von 1593 bis 1601 der Polyhistor Hieronymus Megiser. Damit verfügt Klagenfurt über frühe hochschulische Geschichte, der die Gegenreformation anno 1604 ein jähes Ende setzte. Traditionsbewusst wird die Gelehrtenschule als frühneuzeitlicher Vorläufer der Universität gesehen.

1960er- und 1970er-Jahre: Gründung und Entwicklung zur Hochschule

In den 1960er-Jahren nahm die Idee einer Universität in Kärnten konkrete Gestalt an. 1964 wurde der bis heute als Förderverein bestehende Kärntner Universitätsbund konstituiert, initiiert von Persönlichkeiten wie dem Klagenfurter Vizebürgermeister Hans Romauch. Anstelle des ursprünglichen Vorhabens einer Wirtschaftshochschule in Klagenfurt wurde 1968 die „Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt“ projektiert. Am 21. Jänner 1970 erließ der österreichische Nationalrat das Bundesgesetz über deren Gründung. Bereits im Jahr darauf wurde das erste Universitätsgebäude, das sogenannte Vorstufengebäude nach Plänen von Roland Rainer (1910–2004), veröffentlicht; es steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Die neu gegründete Hochschule wurde einer Universität gleichgestellt und verfügte daher bereits damals über ein Promotionsrecht. 1972 fand die erste Promotion statt.

Zwischen 1973 und 1978 wurden zahlreiche Diplom-, Lehramts- und Doktoratsstudien eingerichtet; darunter die Fächer Philosophie, Pädagogik, Geschichte, Germanistik, Anglistik und Amerikanistik, Romanistik, Slawistik, Mathematik, Geographie und Sprachwissenschaften. Der reguläre Studienbetrieb wurde 1973 aufgenommen, das heutige Hauptgebäude der Universität zwischen 1974 und 1977 errichtet. Das Universitätsorganisationsgesetz 1975 brachte die Beförderung von der Hochschule zur Universität für Bildungswissenschaften. 1977 wurde die erste Sponsion durchgeführt.

1980er- bis 2000er-Jahre: Ausbau und Umbenennungen

In den folgenden Jahrzehnten erweiterte sich die Universität um Studienrichtungen. Ab 1983 wurden Studienrichtungen wie Angewandte Betriebswirtschaft und Angewandte Informatik eingerichtet. 1993 folgte die Umbenennung in Universität Klagenfurt, verbunden mit der Etablierung der Fakultät für Kulturwissenschaften sowie der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik.

Mit der Jahrtausendwende wurden auch neue bauliche Erweiterungen geschaffen, darunter der Südtrakt im Jahr 2000. Durch die Implementierung des Universitätsgesetzes 2002 wurde das 1978/79 begründete interuniversitäre IFF-Institut per 1. Jänner 2004 zur dritten Fakultät der Universität Klagenfurt, und zwar zur Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (Klagenfurt, Wien, Graz). Mit 1. Oktober 2004 wurde der Name der Universität Klagenfurt, unter dem Rektorat von Günther Hödl, zur Alpen-Adria-Universität Klagenfurt erweitert, wobei der Beiname „Alpen-Adria-“ einen optionalen Zusatz (Cognomen) und keine formale Umbenennung darstellt.

2007 teilte sich die seit 1994 bestehende Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik in die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und in die Fakultät für Technische Wissenschaften. Im Jahr 2008 wurde die Alpen-Adria-School of Management, Organizational Development and Technology (M/O/T) gegründet. 2009 wurde das neue Servicegebäude (heute Osttrakt), finanziert von der Kärntner Sparkasse und der Wiener Städtischen Versicherung, eröffnet.

Jüngere Geschichte seit 2010

Helikopterdrohne Ingenuity auf dem Mars

Als Wissenschafts- und Doktoratskolleg für Nachwuchswissenschaftler und internationale Fellows wurde 2015 das Karl Popper Kolleg eingerichtet. Im selben Jahr führte die Universität bei ihren akademischen Feiern sogenannte Commencement Speeches nach angelsächsischem Vorbild ein. Zu den bisherigen Rednern zählten Sabine Herlitschka, Josef Winkler, August-Wilhelm Scheer, Johanna Rachinger, Josef Aschbacher, Judith Kohlenberger, Christoph Grabenwarter und Aron Stiehl.

Zwischen 2016 und 2018 wurden der Zentral- und der Nordtrakt der Universität umfassend saniert. Im Jahr 2016 wurde die Universität gemeinsam mit dem Unternehmen Bitmovin in der Kategorie „Spin-off Universität“ mit dem Österreichischen Gründerpreis Phönix ausgezeichnet. Nach umfassenden Vorarbeiten wurde an der Universität Klagenfurt Anfang 2019 das neue „Digital Age Research Center (D!ARC)“ mit dem interdisziplinären Schwerpunkt „Humans in the Digital Age“ (HDA) eingerichtet, einschließlich eines ERC Grants im Bereich Cybersecurity.

Das institutionelle 50-Jahr-Jubiläum der Universität wurde am 21. Jänner 2020, dem Gründungstag, unter dem Rektorat von Oliver Vitouch begangen. Im Rahmen des Festakts erfolgte die Eröffnung der gemeinsam mit der ÖAW veranstalteten Vortragsreihe Utopia! – Ist die Welt aus den Fugen? Beiträge zur Kunst der Aufklärung durch einen Festvortrag von Barbara Stollberg-Rilinger, die Eröffnung des Christian Doppler Labors ATHENA und die Verleihung eines Ehrendoktorats an Rae Langton. Andere zum Jubiläum der Universität geplante Veranstaltungen wurden aufgrund der COVID-19-Pandemie virtualisiert oder verschoben, wobei das Historikersymposion Selbstbestimmung als Utopie? Volksabstimmungen 1920 im europäischen Vergleich zum 100-Jahr-Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung mit Jörn Leonhard, Oliver Jens Schmitt et al. in Präsenz stattfand. Der ORF sendete am 22. November 2020 die TV-Dokumentation Der Mensch im digitalen Zeitalter – 50 Jahre Universität Klagenfurt.

Im Herbst 2021 nachgeholt wurde die Ausstellung ARTEFICIA: Die Kunst der Ehrendoctores, die (teils einmalige) Exponate der künstlerischen Ehrendoktoren Manfred Bockelmann, Michael Guttenbrunner, Maja Haderlap, Peter Handke, Maria Lassnig, Valentin Oman, Wolfgang Puschnig, Peter Turrini und Josef Winkler zeigt.

Forscher der Universität Klagenfurt lieferten führende Beiträge zum Navigationssystem der Helikopterdrohne Ingenuity, die Teil der NASA-Mission Mars 2020 war. Nach Ankunft auf dem Mars am 18. Februar 2021 absolvierte Ingenuity am 19. April 2021 ihren dortigen Jungfernflug. Mit ihrem letzten Einsatz am 19. Januar 2024 kam sie auf insgesamt 72 Flüge und übertraf damit die Erwartungen.

Seit Mai 2024 gehört die Universität Klagenfurt dem Exzellenzcluster „Bilateral AI“ des FWF an, gemeinsam mit JKU Linz (Lead), ISTA, TU Graz, TU Wien und WU Wien.

Am 16. Dezember 2025 wurde bekannt, dass 91 Millionen Euro in den Ausbau der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt investiert werden, davon sind 78 Millionen Bundesmittel. Das zukunftsweisende Neubauprojekt 22nd Century Center (22CC) wurde vom norwegisch/US-amerikanischen Architekturbüro Snøhetta geplant. Die Arbeiten an den 7.480 Quadratmetern (Seminar- und Büroräume, Student Learning Center, Betriebskindergarten) sollen im Jahr 2027 beginnen und bis zum Studienjahr 2029/2030 abgeschlossen werden.

Organisation

Fakultäten, Fakultätszentren und Institute

Die Fakultät für Kultur- und Bildungswissenschaften (KuBi) umfasst elf Institute aus dem Bereich der Geistes-, Kultur- und Bildungswissenschaften sowie ein Fakultätszentrum. Ihr gemeinsames Bestreben gilt der interdisziplinären Zusammenarbeit, der Förderung der Mehrsprachigkeit und der interkulturellen Bildung. Besondere Bedeutung kommt den Studienangeboten im Bereich der Lehrerbildung zu. Im Jahr 2020 wurde am Institut für Erziehungswissenschaft der UNESCO-Lehrstuhl „Global Citizenship Education – Culture of Diversity and Peace“ eingerichtet.

  • Institut für Anglistik und Amerikanistik
  • Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung
  • Institut für Germanistik
  • Robert-Musil-Institut für Literaturforschung – Kärntner Literaturarchiv
  • Institut für Geschichte
  • Institut für Kulturanalyse
  • Institut für Philosophie
  • Institut für Romanistik
  • Institut für Slawistik
  • Institut für Sportwissenschaft
  • Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung
  • Fakultätszentrum für Gebärdensprache und Hörbehindertenkommunikation

Die 2023 neu gegründete Fakultät für Sozialwissenschaften (SoWi) versammelt Kerndisziplinen der Sozialwissenschaften, und zugleich zwei der studierendenstärksten Fächer der Universität. Verbindendes Element ist die Frage nach einem guten (Zusammen-)Leben der Menschen in Gegenwart und Zukunft. Die Fakultät unterhält eine strategische Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

  • Institut für Geographie und Regionalforschung
  • Institut für Gesellschaft, Wissen und Politik
  • Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft
  • Institut für Psychologie

Die Fakultät für Technische Wissenschaften (TeWi) widmet sich der Forschung und Lehre in den Bereichen der Informatik, Informations- und Kommunikationstechnik und der technischen Mathematik. Die Fakultät wurde 2007 gegründet (Gründungsdekan: Martin Hitz) und ging aus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik sowie aus einem neuen Fachbereich für Informations- und Kommunikationstechnik hervor. Sie ist in neun Institute organisiert und bietet fünf Bachelorstudiengänge, vier Masterstudiengänge, zwei Doktoratsstudien sowie zwei Lehramtsstudien an. Der Forschungsschwerpunkt selbstorganisierende vernetzte Systeme wird seit 2008 zusammen mit den Lakeside Labs betrieben. Zudem war die Fakultät an dem Erasmus-Mundus-Doktoratskolleg Interactive and Cognitive Environments (ICE) beteiligt.

  • Institut für Artificial Intelligence und Cybersecurity
  • Institut für Didaktik der Mathematik
  • Institut für Informatik-Systeme
  • Institut für Informatikdidaktik
  • Institut für Informationstechnologie
  • Institut für Intelligente Systemtechnologien
  • Institut für Mathematik
  • Institut für Statistik
  • Institut für Vernetzte und Eingebettete Systeme

Die Kerndisziplin der Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (W&R) ist die Betriebswirtschaftslehre, interdisziplinär verbunden mit den Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre. Durch das 2019/20 neu etablierte Masterstudium Wirtschaftsrecht, angeboten in Kooperation mit der Universität Wien, besteht für Studierende in Klagenfurt die Möglichkeit, eine akademische Ausbildung zum Volljuristen mit den damit verbundenen Berufsmöglichkeiten (Rechtsanwalt, Richter, Staatsanwalt und Notar) zu erlangen. Seit Februar 2023 ist die Fakultät AACSB-akkreditiert, und damit neben der WU Wien die einzige universitäre Einrichtung in Österreich mit diesem Gütesiegel.

  • Institut für Finanzmanagement
  • Institut für Innovationsmanagement und Unternehmensgründung
  • Institut für Öffentliche Betriebswirtschaftslehre
  • Institut für Organisation, Personal und Dienstleistungsmanagement
  • Institut für Produktions-, Energie- und Umweltmanagement
  • Institut für Rechtswissenschaften
  • Institut für Unternehmensführung
  • Institut für Volkswirtschaftslehre

Universitätseinrichtungen

Das seit 2019 bestehende Digital Age Research Center (D!ARC) widmet sich interfakultären Forschungsarbeiten zur Digitalen Revolution und behandelt technologische, ökonomische, rechtliche, gesellschaftliche, verhaltenswissenschaftliche und kulturelle Aspekte des digitalen Wandels.

Die M/O/T – School of Management, Organizational Development and Technology widmet sich der berufsbegleitenden Weiterbildung und Entwicklung von Entscheidungsträgern mit Führungsverantwortung in Wirtschafts- und Non-Profit-Organisationen.

Die wichtigste Aufgabe der School of Education (SoE) ist die wissenschaftliche und professionsorientierte Ausrichtung der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrern und die damit verbundene Forschung und Entwicklung. Sie koordiniert in querschnittlicher Form alle für die Lehramtsstudien und die Lehrerbildung einschlägigen Bereiche der Universität, darunter auch die drei bundesweiten Kompetenzzentren (Austrian Educational Competence Centers, AECC) für Deutschdidaktik, Mathematikdidaktik und Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS).

  • Universitätskulturzentrum (UNIKUM)
  • Karl Popper Kolleg (Wissenschafts- und Doktoratskolleg)
  • Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien und Diversität (UZF*GD)

Weiterhin gehören zur den Einrichtungen der Universität Klagenfurt

  • Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) an der Universität Klagenfurt, gesetzliche Interessenvertretung der Studierenden
  • Universitätssportinstitut (USI), Veranstalter universitärer Sportveranstaltungen und Anbieter von Sport-, Freizeit- und Bewegungsangeboten
  • build! Gründungszentrum Kärnten, Zentrum für innovative, technologieorientierte und skalierbare Unternehmensgründungen
  • Lakeside Labs, Zentrum für Wissenschaft und Innovation im Bereich selbstorganisierender vernetzter Systeme
  • Ingeborg-Bachmann-Bibliothek, Bibliothek der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann

Campus

Südtrakt der Universität Klagenfurt (Blick von Westen), mit Kunstinstallation von Lawrence Weiner
Universität Klagenfurt: Innenhof zwischen Haupt- und Institutsgebäude, 2018

Der Campus der Universität Klagenfurt erstreckt sich über ein Gebiet von 11 ha im Stadtteil St. Martin-Waidmannsdorf (zum Vergleich: jener der Wirtschaftsuniversität Wien umfasst 9 ha). Er kombiniert die Eigenschaften einer städtischen europäischen Universität mit jenen einer Campus-Universität, wie sie in den USA üblich ist. Der Universitätscampus befindet sich ca. 40 Gehminuten entlang des im Jahr 1527 begonnenen Lendkanals von dem von der Renaissance geprägten historischen Zentrum Klagenfurts und ca. 10 Gehminuten vom Ufer des Wörthersees entfernt. Neben den entsprechenden Wassersport- und Freizeitmöglichkeiten in der Region, die sich auch in den dementsprechenden Kursangeboten des Universitätssportinstituts (USI) der Universität widerspiegeln, bestehen auch Wander-, Kletter- und Skisportmöglichkeiten in den nahen österreichischen und slowenischen Alpen.

Das Vorstufengebäude der Universität Klagenfurt ist das erste errichtete Gebäude der Universität und wurde von Roland Rainer entworfen. Es wurde 1970/71 als ebenerdiges, voll unterkellertes Gebäude errichtet und steht heute unter Denkmalschutz.

Kunst ist an mehreren Stellen des Universitätscampus zu finden. Ab 2002 wurden mehrere Kunstobjekte in neu erbauter Architektur verankert. Šejla Kamerić, Lawrence Weiner, Heimo Zobernig, Valentin Oman und das UNIKUM mit Viktor Rogy schufen im Auftrag der Bundesimmobiliengesellschaft fünf Arbeiten für die Erweiterungsbauten Bibliothek und Südtrakt.

Zusammen mit dem unmittelbar angrenzenden Lakeside Science & Technology Park, einem 25 ha umfassenden Start-up- und Spin-off-Park, bildet der Universitätscampus den sogenannten Lakeside District. Der Park beheimatet unter anderem Niederlassungen von AIT – Austrian Institute of Technology, ASFINAG, BEKO Engineering & Informatik, CISC Semiconductors, DEIF Wind Power Technology, DIAMIR Holding, Dynatrace, eurofunk Kappacher, Fraunhofer Austria, Imendo, Infineon, Joanneum Research, K-Businesscom, Kapsch TrafficCom, Knapp AG, KPV Solar, MAVOCO, Messfeld GmbH, NTS Netzwerk Telekom Service, OndaTLC, PharmTElligent, Sensolligent GmbH, Skidata und Springer Maschinenfabrik sowie der Kammern der Notare und der Wirtschaftstreuhänder Kärntens.

Die Universität Klagenfurt ist Mitglied der 2012 gegründeten Allianz Nachhaltiger Universitäten. Für den gesamten Campus wurde ab 2016 ein Umweltmanagementsystem nach der europäischen Norm EMAS III (Eco Management and Audit Scheme) implementiert. Die Universität wurde in diesem Zusammenhang vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit einem Sustainability Award ausgezeichnet. Im Jahr 2017 erhielt sie den Bundespreis für Betriebliche Gesundheitsförderung in der Kategorie „Großbetrieb“.

Von 2016 bis 2018 wurden der Zentraltrakt und der Nordtrakt der Universität um 26 Mio. Euro von Grund auf saniert. Die Universität Klagenfurt kam damit im Jahr 2019 auf die Shortlist des unter Schirmherrschaft der UNESCO vergebenen Prix Versailles – Campuses, gemeinsam mit Gebäuden der University of Chicago in Hongkong, des Barnard College in New York City, der Stanford University, der School of Planning and Architecture in Vijayawada und des Skolkovo Institute of Science and Technology in Moskau, das als Gewinner hervorging. Im Jahr 2023 wurde sie daraufhin in die Liste der „World’s Most Beautiful Campuses“ aufgenommen.

Lehre und Studienangebot

Hörsaal A (Südtrakt)
Hörsaal 1 (Zentraltrakt)

Die Universität Klagenfurt ist evalag-zertifiziert und die Wirtschaftsstudien sind AACSB-zertifiziert. Sie fördert Bilingualismus und Mehrsprachigkeit, insbesondere im Kontext der Slowenischen Minderheit in Kärnten (der Kärntner Slowenen), zudem werden verschiedene Studiengänge in englischer Sprache abgehalten.

Mit Stand Juli 2025 umfasst das Studienangebot der Universität Klagenfurt 22 Bachelorstudien, 30 Masterstudien und 5 Doktoratsstudien sowie ein Lehramtsstudium mit 14 Unterrichtsfächern:

Bachelorstudien

  • Angewandte Informatik
  • Angewandte Kulturwissenschaft
  • Betriebswirtschaft: Studienzweig Betriebswirtschaft
  • Betriebswirtschaft: Studienzweig Internationale Betriebswirtschaft
  • Bachelor Digital Media, Culture, and Communication (englischsprachig)
  • Erziehungs- und Bildungswissenschaft
  • Geographie
  • Germanistik
  • Geschichte
  • Informationstechnik
  • International Business and Economics (englischsprachig)
  • Liberal Arts: Die Welt von morgen verstehen und gestalten
  • Medien- und Kommunikationswissenschaften
  • Philosophie
  • Psychologie
  • Robotics and Artificial Intelligence (englischsprachig)
  • Romanistik
  • Slawistik
  • Technische Mathematik
  • Wirtschaft und Recht
  • Worlds of English (englischsprachig)

Masterstudien

  • Angewandte Kulturwissenschaft
  • Artificial Intelligence and Cybersecurity (englischsprachig)
  • Betriebswirtschaft
  • Cross-Border Studies (mehrsprachig)
  • Diversitätspädagogik in Schule und Gesellschaft
  • Erwachsenenbildung und berufliche Bildung
  • Game Studies and Engineering (englischsprachig)
  • Geographie & Regionalforschung: Regionale Transformationen
  • Germanistik
  • Germanistik im interkulturellen Kontext (mehrsprachig)
  • Geschichte
  • Informatics (englischsprachig)
  • International Management (englischsprachig)
  • Information and Communications Engineering:
    • Studienzweig Autonomous Systems and Robotics (englischsprachig)
    • Studienzweig Networks and Communications (englischsprachig)
    • Studienzweig Wirtschaftsingenieurwesen (englischsprachig)
  • Kreatives Schreiben und Schreibkulturen
  • Management, Economics, and Data Science (englischsprachig)
  • Mathematics (englischsprachig)
  • Media and Convergence Management (englischsprachig)
  • Medien, Kommunikation und Kultur
  • Philosophie
  • Psychologie
  • Romanistik
  • Sozialpädagogik und soziale Inklusion
  • Visuelle Kultur
  • Wirtschaftsrecht
  • Wirtschaft und Recht
  • Wissenschaft, Technik und Gesellschaft
  • Worlds of English (englischsprachig)

Lehramt

  • Bewegung und Sport
  • Deutsch
  • Englisch
  • Ethik
  • Französisch
  • Geographie und Wirtschaftskunde
  • Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung
  • Informatik und Digitale Bildung
  • Italienisch
  • Mathematik
  • Slowenisch
  • Spanisch

Doktoratsstudium

  • Doktoratsstudien der Naturwissenschaften
  • Doktoratsstudium der Philosophie
  • Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
  • Doktoratsstudium der Technischen Wissenschaften
  • Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften

Weiterbildung

  • Universitätslehrgänge
  • Microcredentials-Kurse

Forschung

Forschende an der Universität Klagenfurt widmen sich in allen Fakultäten sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierter Forschung. Von einigen an der Universität Klagenfurt vertretenen Fächern getragen sind die Forschungsstärkefelder und Forschungscluster, in denen sich mehrere Forschungsgruppen mit teils fachübergreifenden Themenkomplexen befassen, die eng mit Strukturen der Nachwuchsförderung wie den Doktoratsprogrammen bzw. dem Karl-Popper-Kolleg verknüpft sind.

An neuen Technologien der Videoübertragung trotz hoher Datenmengen arbeitet seit 2020 das Christian-Doppler-Labor Athena. Das Labor wird gemeinsam von Bitmovin, einem Spin-Off der Universität Klagenfurt, und der Christian Doppler Forschungsgesellschaft finanziert.

Universitätsbibliothek

→ Hauptartikel: Universitätsbibliothek Klagenfurt

Die Universitätsbibliothek Klagenfurt gewährleistet die Bereitstellung von Literatur und Informationsträgern für Studium, Forschung, Lehre und Weiterbildung. Sie ist die größte Bibliothek Kärntens. Die Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Klagenfurt umfassen 30.000 alte Drucke, 700 Frühdrucke, 271 Inkunabeln, 374 Papierhandschriften und 66 Pergamenthandschriften, darunter zwei Palimpseste aus dem 5. Jahrhundert, weiterhin Fragmente von Roswitha von Gandersheim (11. Jh.), des Nibelungenliedes (13. Jh.) sowie von Hartmann von Aue (um 1300).

Qualitativ und quantitativ herausragend sind die Goëss-Bibliothek, die Buttinger-Sammlung, die Broch-Bibliothek und das Karl-Popper-Archiv. Letzteres verwaltet die 1995 aus dem Nachlass des Philosophen erworbenen Bücher, Korrespondenzen, Manuskripte und anderen Schriften und stellt diese zur wissenschaftlichen Auswertung bereit. Seit 2008 liegen auch alle Rechte an Werk und Korrespondenz Karl Poppers bei der Universität Klagenfurt. Die Ingeborg-Bachmann-Bibliothek umfasst rund 4.000 Bücher der Schriftstellerin, die im Februar 2025 an die Universität Klagenfurt überstellt wurden.

Drohnenhalle

An der Universität Klagenfurt wurde im Dezember 2019 die größte Drohnenhalle Europas mit einer Grundfläche von bis zu 150 Quadratmetern und einer Höhe von zehn Metern eingeweiht. Die Forschung im „Drohnenhub Klagenfurt“ hat das Ziel, durch 37 hochpräzise Kameras die Drohnen und deren Lage möglichst genau zu erfassen und lokalisieren. Zudem befinden sich in der Drohnenhalle ein High Performance Computer sowie eine Seilkamera mit vier Winden und Seilen. Der Drohnenhub Klagenfurt kooperiert in Forschungsprojekten mit Partnern wie zum Beispiel dem Jet Propulsion Laboratory der NASA.

Kärntner Literaturarchiv

Zum Robert-Musil-Institut für Literaturforschung gehört auch das Kärntner Literaturarchiv, das 1993 gegründet wurde und an der Erschließung und Archivierung von Sammlungen sowie Vor- und Nachlassmaterialien arbeitet. Dazu zählen beispielsweise Manuskripte, Korrespondenzen und Lebensdokumente im Zusammenhang mit literarischen Schreibprozessen, außerdem Vor- und -Nachlässe sowie Sammlungen von bedeutenden literarischen Personen und Institutionen.

Akademische Reputation

In den QS World University Rankings 2026 liegt die Universität Klagenfurt auf Platz 697. Die THE World University Rankings 2026 reihen sie in Gruppe 601–800. Besonders gut schnitt sie dort 2025 in den Bereichsrankings Computer Science (201–250), Business and Economics (301–400) und Psychology (301–400) ab.

In den Jahren 2019 bis 2022 war sie auch im (stark naturwissenschaftlich orientierten) Academic Ranking of World Universities (Shanghai-Ranking) platziert und lag in Gruppe 801–900 bzw. 901–1000. Damit war sie mehrere Jahre hindurch in den drei großen globalen Rankings ARWU, QS und THE unter den besten 1.000 Institutionen der Welt gelistet.

Ihre historisch beste Platzierung erlangte die Universität Klagenfurt 2021 mit Rang 48 in den THE Young University Rankings, dem Ranking der besten jungen (bis 50 Jahre alten) Universitäten weltweit.

Seit 2017 wurde die Universität in U-Multirank geführt. 2021 wurden A-Bewertungen in insgesamt zehn Kategorien gegeben.

Persönlichkeiten

→ Hauptartikel: Liste bekannter Persönlichkeiten der Universität Klagenfurt

Nobelpreisträger

  • Peter Handke (* 1942), Literatur 2019

Alumni (Auswahl)

  • Anna Baar (* 1973), Schriftstellerin
  • Brigitta Busch (* 1955), Universitätsprofessorin und Sprachwissenschaftlerin
  • Karl-Heinz Grasser (* 1969), Finanzminister a. D.
  • Egyd Gstättner (* 1962), Publizist und Schriftsteller
  • Fabjan Hafner (1966–2016), Schriftsteller und Übersetzer
  • Franz-Joseph Huainigg (* 1966), Nationalratsabgeordneter a. D.
  • Peter Kaiser (* 1958), Landeshauptmann von Kärnten
  • Heidemarie Lex-Nalis (1950–2018), Pionierin der Elementarpädagogik
  • Cvetka Lipuš (* 1966), Lyrikerin
  • Markus Malle (* 1971), Politiker
  • Petra Oberrauner (* 1965), Politikerin
  • Hubert Patterer (* 1962), Journalist
  • Ute Pichler, Fernsehmoderatorin
  • Hubert Pirker (* 1948), Politiker
  • Lisa Rettl (* 1972), Historikerin
  • Dirk Rupnow (* 1972), Universitätsprofessor und Historiker
  • Markus Salcher (* 1991), Behindertensportler
  • Sara Schaar (* 1985), Kärntner Landesrätin
  • Robert Schabus (* 1971), Regisseur
  • Elisabeth Scheucher-Pichler (* 1954), Politikerin
  • Patrik Schumacher (* 1961), Architekt
  • Gerti Senger (* 1942), Psychotherapeutin und Autorin
  • Sylvia Sperandio (* 1966), Ärztin und Generalmajorin
  • Isabella Straub (* 1968), Schriftstellerin
  • Matthias Strolz (* 1973), Gründungsvorsitzender der NEOS
  • Chiara Marita Szolderits (* 1998), Sportlerin
  • Melitta Trunk (* 1955), Politikerin

Ehrendoktoren

Die Ehrendoktoren sind von der Universität in einer „Ewigen Ehrentafel“ auf ihrer Webseite gelistet.

  • 2007: Hans Albert (1921–2023)
  • 2013: Manfred Bockelmann (* 1943)
  • 1977: Joseph Buttinger (1905–1992)
  • 2014: Karl Corino (* 1942)
  • 2003: Peter Eichhorn (* 1939)
  • 1998: Helmut Engelbrecht (1924–2014)
  • 1980: Hertha Firnberg (1909–1994)
  • 1982: Adolf Frisé (1910–2003)
  • 1995: Gerda Fröhlich (1943–2025)
  • 1992: Manfred Max Gehring (1940–2017)
  • 1997: Ernst von Glasersfeld (1917–2010)
  • 2016: Georg Gottlob (* 1956)
  • 1994: Michael Guttenbrunner (1919–2004)
  • 2012: Maja Haderlap (* 1961)
  • 2002: Peter Handke (* 1942)
  • 2017: Johannes B. Huber (* 1951)
  • 2000: Adolf Holl (1930–2020)
  • 1998: Sigmund Kripp (* 1928)
  • 2020: Rae Langton (* 1961)
  • 2013: Maria Lassnig (1919–2014)
  • 2022: Florjan Lipuš (* 1937)
  • 1995: Claudio Magris (* 1939)
  • 2022: Käte Meyer-Drawe (* 1949)
  • 2008: Ewald Nowotny (* 1944)
  • 1995: Valentin Oman (* 1935)
  • 1995: Paul Parin (1916–2009)
  • 2013: Wolfgang Petritsch (* 1947)
  • 1977: Theodor Piffl-Perčević (1911–1994)
  • 2005: Janko Pleterski (1923–2018)
  • 2004: Wolfgang Puschnig (* 1956)
  • 2006: Josef Rattner (1928–2022)
  • 2004: Siegfried J. Schmidt (1940–2025)
  • 2022: Carola-Bibiane Schönlieb (* 1979)
  • 2022: Franz Schuh (* 1947)
  • 1995: Klaus Tschira (1940–2015)
  • 2010: Peter Turrini (* 1944)
  • 1995: Oswald Wiener (1935–2021)
  • 2003: Horst Wildemann (* 1942)
  • 2009: Josef Winkler (* 1953)

Rektoren

→ Hauptartikel: Liste der Rektoren der Universität Klagenfurt

Von 2012 bis 2024 war Oliver Vitouch Rektor der Universität, seit Dezember 2024 hat Ada Pellert diese Funktion inne.

Bekannte Dozenten

  • David B. Audretsch, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler (Professor)
  • Marina Fischer-Kowalski, österreichische Sozialökologin (ehemalige Professorin)
  • Barbara Kaltenbacher, österreichische Mathematikerin und wirkliches Mitglied (w. M.) der ÖAW (Professorin)
  • Matthias Karmasin, österreichischer Kommunikationswissenschaftler und w. M. der ÖAW (Professor)
  • Karsten Krampitz, deutscher Historiker (Lehrbeauftragter)
  • Philipp A. E. Mayring, deutscher Psychologe und Sozialwissenschaftler (ehemaliger Professor)
  • Gerhard Neweklowsky, österreichischer Slawist und w. M. der ÖAW (ehemaliger Professor)
  • Elisabeth Oswald, österreichische Mathematikerin und ERC-Preisträgerin (Professorin)
  • Robert Rebhahn, österreichischer Jurist (ehemaliger Professor und Vorsitzender des Universitätsrats)
  • Helmut Rumpler, österreichischer Historiker und w. M. der ÖAW (ehemaliger Professor)
  • Reinhard Stauber, deutscher Historiker und Präsident der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Professor)
  • Oliver Vitouch, österreichischer Kognitionswissenschaftler und ehemaliger Präsident der Universitätenkonferenz (Professor)
  • Verena Winiwarter, österreichische Umwelthistorikerin, Wissenschafterin des Jahres und w. M. der ÖAW (ehemalige Professorin)
  • Peter V. Zima, österreichischer Literaturwissenschaftler (ehemaliger Professor)
←Nächster BeitragVorheriger Beitrag→
Am meisten gelesen - Wikipedia
  • April 04, 2026

    Ständige Impfkommission

  • April 24, 2026

    Etzella Ettelbrück

  • März 26, 2026

    Once Upon a Time in Hollywood

  • März 24, 2026

    Franz Beckenbauer

  • April 12, 2026

    Heerstraße (Berlin)

Studio

  • Wikipedia

Newsletter Anmeldung

Kontakt aufnehmen
Kontaktieren Sie uns
© 2025 www.wikimap.de-de.nina.az - Alle Rechte vorbehalten.
Urheberrecht: Dadash Mammadov
Oben