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Maria Miterlöserin (lat. Maria coredemptrix) ist ein von der römisch-katholischen Kirche gelegentlich verwendeter Titel bzw. eine Anrufung für Maria, die Mutter

Maria Miterlöserin

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Maria Miterlöserin (lat. Maria coredemptrix) ist ein von der römisch-katholischen Kirche gelegentlich verwendeter Titel bzw. eine Anrufung für Maria, die Mutter Jesu, der den Glauben ausdrücken soll, dass sie auf einzigartige Weise am Erlösungswerk Christi teilnehme. Diese Anrufung wird in Verbindung mit der Anrufung Maria, Mittlerin der Gnaden (Maria mediatrix) gesetzt, insgesamt aber heute als unangebracht abgelehnt.

Inhaltsverzeichnis

Bedeutung

Als Erster bezeichnete um ca. 180 n. Chr. Irenäus von Lyon Maria als „Ursache des Heils“ (causa salutis) in seinem Werk Adversus haereses (3.22.4):

„Wie jene [scil. Eva] den Adam zum Manne hatte, dennoch aber Jungfrau war [...] und durch ihren Ungehorsam für sich und das gesamte Menschengeschlecht den Tod verschuldet hat: so hatte auch Maria ihren vorbestimmten Mann und war dennoch Jungfrau und wurde durch ihren Gehorsam für sich und das gesamte Menschengeschlecht die Ursache des Heils.“

– Irenäus von Lyon: Adversus haereses (3.22.4)

Seit dem 15. Jahrhundert wird der Titel Co(n/r)redem(p)trix verwendet. Doch erst ab dem 19. Jahrhundert gab es eine größere theologische Auseinandersetzung mit diesem Begriff, die heute nicht zuletzt eine ökumenische Dimension hat. Zeitweise galt der Begriff als in Grenzen zulässige römisch-katholische Glaubenslehre.

Im Vorfeld des Zweiten Vatikanums plädierten etwa 500 Konzilsväter dafür, Maria als „Mediatrix“, und rund 50 dafür, sie als „Miterlöserin“ zu definieren. Das Konzil gebraucht in Lumen gentium 60 ff den Titel „Mittlerin“ bzw. spricht von einer „Mittlerschaft“ Marias. Johannes Paul II. gebraucht in Redemptoris Mater 38 die Bezeichnung „Mittlerschaft in Christus“. Im 20. Jahrhundert gab es des Weiteren erfolglose Bemühungen, durch Petitionen an den Heiligen Stuhl die Verkündigung eines fünften marianischen Dogmas Maria Miterlöserin und Mittlerin aller Gnaden zu erreichen. In der Note Mater populi fidelis, die das Dikasterium für die Glaubenslehre am 4. November 2025 veröffentlicht hat, wird der Titel „Miterlöserin“ als unangebracht abgelehnt, da er die Erlösungstat Christi verschleiere:

„Angesichts der Notwendigkeit, die Christus gegenüber untergeordnete Rolle Marias im Erlösungswerk darzulegen, ist die Verwendung des Titels der Miterlöserin immer unangebracht, wenn es darum geht, Marias Mitwirkung daran zu definieren. Dieser Titel birgt die Gefahr in sich, die einzigartige Heilsvermittlung Christi zu verschleiern und kann daher zu Verwirrung und einem Ungleichgewicht in der Harmonie der christlichen Glaubenswahrheiten führen, denn »in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen« (Apg 4,12 EU).“

Quellentexte

  • Papst Pius XII.: Enzykliken Mystici corporis vom 29. Juni 1943 und Ad caeli reginam vom 11. November 1954 und die Apostolische Konstitution Munificentissimus Deus vom 1. November 1950
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