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Neukirchen an der Enknach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau und zählt 2339 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).

Neukirchen an der Enknach

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Neukirchen an der Enknach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau und zählt 2339 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).

Neukirchen an der Enknach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Neukirchen an der Enknach
Neukirchen an der Enknach (Österreich)
Neukirchen an der Enknach (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 33,26 km²
Koordinaten: 48° 11′ N, 13° 3′ O48.17777777777813.047222222222411Koordinaten: 48° 10′ 40″ N, 13° 2′ 50″ O
Höhe: 411 m ü. A.
Einwohner: 2.339 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 70 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5145
Vorwahl: 07729
Gemeindekennziffer: 4 04 27
NUTS-Region AT311
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dorfplatz 1
5145 Neukirchen an der Enknach
Website: neukirchen.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Prillhofer (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(19 Mitglieder)
9
5
5
9 5 5 
Insgesamt 19 Sitze
  • ÖVP: 9
  • SPÖ: 5
  • FPÖ: 5
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Neukirchen an der Enknach liegt auf 411 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 10,9 km, von West nach Ost 8,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 33,26 km². 28 % der Fläche sind bewaldet, 66 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Das Gemeindegebiet wird von Süden nach Norden von der Enknach durchflossen.

Neukirchen an der Enknach liegt an der Bundesstraße 156 8 km südlich der Bezirkshauptstadt Braunau am Inn und ca. 45 km nördlich der Stadt Salzburg.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 43 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025):

  • Apfenthal (16)
  • Badhub (6)
  • Bogendorf (228)
  • Bründl (5)
  • Brunn im Gries (28)
  • Dietzing (104)
  • Dorf (26)
  • Eisenhub (19)
  • Engelberg (12)
  • Enknach (22)
  • Eschberg (13)
  • Friedrichsdorf (574)
  • Gsotthub (28)
  • Händschuh (68)
  • Häusl (14)
  • Hinterberg (3)
  • Hof (3)
  • Hollstraß (9)
  • Kammerleiten (21)
  • Kirchweg (12)
  • Königsaich (10)
  • Kottingauerbach (17)
  • Lach (35)
  • Maierhof (14)
  • Neukirchen an der Enknach (413)
  • Oberguggen (17)
  • Oberthal (28)
  • Österlehen (146)
  • Paßberg (2)
  • Rittersberg (21)
  • Scheuhub (43)
  • Schmalzhofen (13)
  • Schützing (49)
  • Solling (66)
  • Spritzendorf (4)
  • Stadlern (36)
  • Stockhofen (22)
  • Stoibergassen (12)
  • Straß (106)
  • Tausendengel (22)
  • Unterguggen (23)
  • Unterholz (5)
  • Wiesmaiern (24)

Die Gemeinde besteht aus drei Katastralgemeinden: (Fläche: Stand 31. Dezember 2023):

  • Apfenthal (795,65 ha)
  • Mitternberg (1.616,51 ha)
  • Neukirchen an der Enknach (914,09 ha)

Nachbargemeinden

Braunau am Inn
Schwand im Innkreis   Burgkirchen
Handenberg St. Georgen am Fillmannsbach Pischelsdorf am Engelbach

Geschichte

Im Urfanger Holz wurden sechs Hügelgräber aus der Römerzeit gefunden, von denen zwei geöffnet wurden.

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals „Innbaiern“) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.

Bevölkerungsentwicklung

Neukirchen an der Enknach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
  
1.356
1880
  
1.408
1890
  
1.405
1900
  
1.325
1910
  
1.405
1923
  
1.415
1934
  
1.335
1939
  
1.177
1951
  
1.752
1961
  
1.731
1971
  
1.848
1981
  
1.896
1991
  
2.107
2001
  
2.102
2011
  
2.093
2021
  
2.266
2025
  
2.339
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021
 
Pfarrkirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Neukirchen an der Enknach
  • Pfarrkirche Neukirchen an der Enknach
  • Schloss Neukirchen an der Enknach

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 110 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 59 im Haupt-, 48 im Nebenerwerb, zwei von Personengemeinschaften und eine von einer juristischen Person geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten fast drei Viertel der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 164 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren, 28 in der Bauwirtschaft und zwei im Bereich Energieversorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (95), Grundstücks- und Wohnungswesen (37) und der Handel (36 Mitarbeiter).

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 110 121 114 122
Produktion 28 27 184 219
Dienstleistung 89 43 235 200

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 1070 Erwerbstätige in Neukirchen an der Enknach. Davon arbeiteten 275 in der Gemeinde, nahezu drei Viertel pendelten aus.

Politik

 
Gemeindeamt

Der Gemeinderat hatte bis 2015 25 Mitglieder, 2021 nur mehr 19 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

  • 1997: 14 ÖVP, 6 SPÖ und 5 FPÖ.
  • 2003: 13 ÖVP, 8 SPÖ und 4 FPÖ.
  • 2009: 11 ÖVP, 7 SPÖ und 7 FPÖ.
  • 2015: 9 ÖVP, 8 SPÖ und 8 FPÖ.
  • 2021: 9 ÖVP, 5 SPÖ und 5 FPÖ.
Partei 2021 2015 2009 2003 1997
% Mandate Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
SPÖ 27,97 5 36,91 9 29,53 7 31,32 8 26,13 6
ÖVP 45,63 9 31,80 8 43,84 11 50,23 13 52,43 14
FPÖ 26,41 5 31,30 8 26,64 7 18,45 4 21,43 5

Bürgermeister

Die Bürgermeister seit 1850 waren:

  • 1850–1850 Franz Moser
  • 1850–1855 Kaspar Bieringer
  • 1855–1858 Caspar Pieringer
  • 1858–1861 Josef Neinhundner
  • 1861–1864 Josef Lechner
  • 1864–1867 Wolfgang Lengfellner
  • 1867–1870 Georg Zankl
  • 1870–1873 Johann Beinhundner
  • 1873–1876 Franz Mailinger
  • 1876–1879 Georg Fellner
  • 1879–1885 Michael Emersberger
  • 1885–1894 Franz Meislinger
  • 1894–1897 Josef Paischer
  • 1897–1900 Johann Beinhundner
  • 1900–1903 Jacob Russinger
  • 1903–1906 Martin Bichler
  • 1906–1910 Jacob Russinger
  • 1910–1913 Johann Spitaler
  • 1913–1919 Johann Lackerbauer
  • 1919–1924 Josef Huber
  • 1924–1929 Josef Kugler
  • 1929–1935 Josef Priewasser
  • 1935–1942 Josef Kugler
  • 1942–1945 Josef Enthamer
  • 1945–1945 Hans Koller
  • 1945–1946 Josef Perschl
  • 1946–1948 Georg Fellner
  • 1948–1961 Michael Schreierer
  • 1961–1964 Johann Hagn
  • 1964–1995 Johann Leimer
  • 1995–1997 Wolfgang Eitzlmair
  • 1997–2007 Karl Wimmer (ÖVP)
  • 2007–2010 Alois Leimer (SPÖ)
  • seit 2010 Johann Prillhofer (SPÖ)

Wappen

 

Blasonierung (Wappenbeschreibung):

In Rot ein schwarzer Balken, der mit drei silbernen Ballen belegt ist.

Das 1974 verliehene Wappen geht auf das redende Wappen des Geschlechts der Apfenthaler zurück, die bis ins 16. Jahrhundert Besitzer des Schlosses Neukirchen waren.

Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Schwarz.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Theodor Mayer (1883–1972), Historiker
  • Alois Weidenhillinger (1883–1942), Politiker (SdP)
  • Max Schrems (1892–1944), Straßenbahnwächter und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

  • Johann Baumgartner (1900–1976), NS-Funktionär und Gemeindearzt
  • Anja Hagenauer (* 1969), Politikerin (SPÖ)
  • Günther Weidlinger (* 1978), Sportler
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