Naturdenkmal „Zaininger Hüle“ | ||
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| Lage | Zainingen, Gemeinde Römerstein, Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland | |
| Fläche | 0,5 ha | |
| Kennung | 84150880016 | |
| Geographische Lage | 48° 29′ N, 9° 33′ O | |
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| Einrichtungsdatum | 30. Oktober 2006 | |
| Verwaltung | Landratsamt Reutlingen | |
Die Zaininger Hüle ist ein rund 50 mal 100 Meter großer Teich in der Ortsmitte von Zainingen, das zur Gemeinde Römerstein im Landkreis Reutlingen gehört. Das Vorhandensein der Hüle geht auf vulkanische Ablagerungen zurück. Sie ist als flächenhaftes Naturdenkmal und seit 2025 als Geopoint des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb ausgewiesen.
Kenndaten
Das Naturdenkmal wurde erstmals am 19. Dezember 1979 unter Schutz gestellt. Aktuell gilt die Verordnung des Landratsamts Reutlingen zum Schutz von flächenhaften Naturdenkmalen im Bereich der Gemeinde Römerstein mit Ortsteilen vom 30. Oktober 2006. Unter dem Namen Zaininger Hüle mit Baumbestand ist die Hüle als Naturdenkmal und unter dem Namen Zaininger Maar und Zaininger Hüle auch als Geotop geschützt.
Lage und Beschreibung

Mit Hüle oder Hülbe bezeichnet man auf der Albhochfläche einen kleinen See. Seen sind auf der für ihre Wasserarmut bekannten Albhochfläche etwas Besonderes. Das Wasser versickert normalerweise im Karstgestein, um erst viele Kilometer weiter in den Tälern wieder zum Vorschein zu kommen. Diese Hülenteiche waren oft die Voraussetzung dafür, dass überhaupt Siedlungen auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb entstehen konnten. Viele Dörfer der Mittleren Alb bildeten sich um diese Seen herum. Bis zum Jahr 1921 diente die Zaininger Hüle als Brauch- und Löschwasserreservoir und als Viehtränke. Erst mit der Inbetriebnahme der modernen Albwasserversorgung wurde die Hüle nicht mehr benötigt.
Geologie
Der Ortsbereich von Zainingen liegt auf einem ehemaligen Vulkanschlot des Schwäbischen Vulkans. Der ovale Talkessel stellt ein Trockenmaar dar. Das Zaininger Maar ist nach dem Randecker Maar die am besten erhaltene Maarform im miozänen Vulkanismus der Schwäbischen Alb. Das Maar entstand dadurch, dass aufsteigendes Magma in der Nähe der Erdoberfläche in Kontakt mit Grundwasser führenden Schichten kam. Durch die sich daraufhin ereignende Wasserdampfexplosion (phreatomagmatische Explosion) entstand ein Sprengtrichter, auf den der heutige Maarkessel zurückgeht. Die vulkanischen Tuffe im Untergrund sind zu wasserundurchlässigem Lehm verwittert, die das Wasser der Hüle stauen. Etwa 200 m nördlich der Hüle versickert das Wasser am Übergang zum Kalkstein der Schwäbischen Alb in einer Doline, dem Hölloch.
Siehe auch
- Liste der Naturdenkmale in Römerstein (Württemberg)
- Liste der Geotope im Landkreis Reutlingen
- Naturdenkmal im Landkreis Reutlingen
- Geotop im Landkreis Reutlingen
- Schwäbischer Vulkan
- Maar auf der Schwäbischen Alb
- Geographie (Römerstein, Gemeinde)

