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Die Bahnstrecke Ballstädt–Straußfurt ist eine 32,15 km lange eingleisige Nebenbahn in Thüringen. Die Strecke wurde zwischen 1889 und 1906 in drei Etappen eröffn

Bahnstrecke Ballstädt–Straußfurt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ballstädt–Straußfurt
Streckenverlauf
Streckennummer (DB):6714
Kursbuchstrecke (DB):603 (Döllstädt–Gräfentonna)
596.1 (1997)
159h (1934)
Streckenlänge:32,2 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:CM4 (Döllstädt–Gräfentonna)
Streckengeschwindigkeit:Döllstädt–Gräfentonna: 80 km/h
Zugbeeinflussung:PZB (Döllstädt–Gräfentonna)
Legende
Strecke
von Gotha
Bahnhof
0,000 Ballstädt (b Gotha)
Abzweig ehemals geradeaus und nach links
nach Bad Langensalza
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
2,720 Burgtonna
Brücke über Wasserlauf (Strecke außer Betrieb)
Tonna
Abzweig ehemals geradeaus und von links
von Bad Langensalza
Haltepunkt / Haltestelle
6,159 Gräfentonna (früher Bahnhof)
Bahnhof
12,043 Döllstädt
Abzweig ehemals geradeaus und nach rechts
nach Kühnhausen
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
16,680 Herbsleben
Brücke über Wasserlauf (Strecke außer Betrieb)
Unstrut
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
21,270 Bad Tennstedt
Brücke über Wasserlauf (Strecke außer Betrieb)
Öde
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
23,400 Kleinballhausen
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
26,250 Schwerstedt (Unstrut)
Abzweig ehemals geradeaus und von links
von Wolkramshausen
Abzweig geradeaus und von links
von Großheringen
Bahnhof
32,150 Straußfurt
Strecke
nach Erfurt

Quellen:

Die Bahnstrecke Ballstädt–Straußfurt ist eine 32,15 km lange eingleisige Nebenbahn in Thüringen. Die Strecke wurde zwischen 1889 und 1906 in drei Etappen eröffnet. 1947 und 1999 wurde der größte Teil der Strecke stillgelegt. Der Abschnitt zwischen Gräfentonna und Döllstädt ist zusammen mit den anschließenden Strecken Kühnhausen–Döllstadt und Gräfentonna–Bad Langensalza als Teil der Verbindung Erfurt–Bad Langensalza weiterhin in Betrieb.

Geschichte

Der 16,68 Kilometer lange Strecke von Ballstädt bis Herbsleben ging am 15. Dezember 1889 in Betrieb, gefolgt von der 4,59 Kilometer langen Verlängerung nach Tennstedt am 17. Juli 1895. Am 1. Juni 1906 um 10,88 Kilometer bis Straußfurt verlängert.

Die Eisenbahndirektion Erfurt der Königlich Preußischen Staatseisenbahnen schloss 1897 die Bahnstrecken Gräfentonna–Langensalza und Kühnhausen–Döllstädt an. Der Abschnitt Gräfentonna–Döllstädt gewann als Teil der direkten Verbindung zwischen Erfurt und Bad Langensalza an Bedeutung.

Das Teilstück zwischen Ballstädt und Gräfentonna wurde als Reparation nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 demontiert.

Die Strecke wurde am 31. Juli 1999 zwischen Döllstädt und Bad Tennstedt und am 31. August 1999 zwischen Bad Tennstedt und Straußfurt stillgelegt.

Anfang 2008 bot die DB Services Immobilien den stillgelegten Streckenabschnitt Döllstädt–Straußfurt zum Kauf an.

Ab 2009 wurde abschnittsweise ein Bahntrassenradweg auf Teilen des Bahndamms eröffnet.

Verkehr und Fahrzeugeinsatz

Ab dem Tag der Betriebseröffnung der Bahnstrecken Gräfentonna–Langensalza und Kühnhausen–Döllstädt 1897 verkehrten täglich drei Zugpaare Erfurt–Langensalza über diesen Streckenabschnitt.

Aufgrund technischer Mängel wurde der Schienenpersonennahverkehr zwischen Döllstädt und Bad Tennstedt am 27. April 1997 und zwischen Bad Tennstedt und Straußfurt am 24. Mai 1998 eingestellt.

Ab dem Beginn des Fahrplanjahres 1998 am 24. Mai 1998 wurde die verbliebene Strecke von der Linie EB 1 der Erfurter Bahn befahren. Hierbei kamen Dieseltriebwagen des Typs Stadler Regio-Shuttle RS1 zum Einsatz. Die Züge verkehrten von 5 bis 22 Uhr, zwischen 10 und 18 Uhr im angenäherten Stundentakt und in der Nebenverkehrszeit im 2-Stunden-Takt von Erfurt nach Kassel-Wilhelmshöhe bzw. Mühlhausen und benötigten zwischen Erfurt Hbf und Bad Langensalza 43 bis 52 Minuten.

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 übernahm die DB Regio Südost unter dem Namen Nordthüringenbahn den Verkehr. Diese setzt hier im Wechsel jeweils zweistündlich Regional-Express-Züge Erfurt–Kassel-Wilhelmshöhe (seit 2021: Linie RE 2) und Regionalbahn-Züge Erfurt–Leinefelde (seit 2021: Linie RB 52), gebildet aus Dieseltriebwagen der Baureihen 641 und 642 ein. Die Fahrzeit der Regional-Express-Züge beträgt zwischen Erfurt und Bad Langensalza 42 Minuten. Das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur kündigte einen Ersatz der Dieseltriebwagen auf der Linie RB 52 durch Akkumulatortriebwagen vom Typ Stadler Flirt Akku ab dem Fahrplanjahr 2029 an.

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