| Thüringen gerecht | |
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| Parteivorsitzende | Katja Wolf |
| Stellvertretende Vorsitzende | Steffen Schütz Steffi Eschrich |
| Schatzmeister | Alexander Kästner |
| Hauptgeschäftsführer | Johannes Maximilian Puls |
| Entstehung | Abspaltung vom Bündnis Sahra Wagenknecht |
| Gründung | 6. September 2026 |
| Gründungsort | Erfurt |
| Hauptsitz | Georgenstraße 44/46 99817 Eisenach |
| Ausrichtung | Ostdeutscher Regionalismus Sozialdemokratie Pazifismus |
| Farbe(n) | orange und dunkelblau |
| Sitze im Landtag | 9/88 |
| Website | thueringen-gerecht.de |
Thüringen gerecht (Eigenschreibweise Thüringen.Gerecht; als Abkürzung gebräuchlich TG) ist eine am 6. September 2026 in Erfurt gegründete politische Partei im Freistaat Thüringen. Sie entstand im Zuge des Austritts zahlreicher Thüringer Politiker und Mitglieder aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und führt dessen Arbeit in der seit 2024 in Thüringen bestehenden „Brombeerkoalition“ fort.
Entstehung
Zwischen dem BSW Thüringen und der Bundesspitze der Partei um Gründerin Sahra Wagenknecht gab es bereits seit längerem einen Machtkampf. Das BSW war nach der Landtagswahl in Thüringen 2024 wenige Monate nach seiner Gründung an der Seite von CDU und SPD in die Landesregierung (Kabinett Voigt) eingetreten. Wagenknecht lehnte den pragmatischen Kurs des Thüringer Landesverbandes ab, bereits beim Landesparteitag im April 2025 unterstützte sie eigene Kandidaten gegen die Landesspitze um Katja Wolf.
Nachdem dem CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt im August 2026 aufgrund einer Plagiatsaffäre die Doktorwürde entzogen worden war, forderte die BSW-Bundesspitze die Thüringer Landespartei auf, die Koalition zu verlassen, was von der Fraktion im Thüringer Landtag abgelehnt wurde. Auch vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 eskalierten die Konflikte daraufhin. Wesentlicher Streitpunkt war der Umgang mit der AfD, die in den Umfragen zur Wahl im Thüringer Nachbarland klar vorn lag. Wagenknecht hatte geäußert, eine Wahl des dortigen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten im dritten Wahlgang nicht verhindern zu wollen, wohingegen Wolf vor einer „Verbrüderung mit der AfD“ gewarnt hatte. Binnen weniger Tage verließen Ende August und Anfang September 13 ihrer 15 Thüringer Landtagsmitglieder die Partei, darunter am 4. September 2026 neun Abgeordnete um die Regierungsmitglieder Katja Wolf und Steffen Schütz sowie die Fraktionsvorsitzende Sigrid Hupach. Zwei Tage später gab die bisherige Landesspitze um Wolf die Gründung einer Partei mit dem Namen „Thüringen.Gerecht“ bekannt, die aufgrund des unsicheren Rechtsstatus der BSW-Landtagsfraktion relativ spontan erfolgt sei. Am 9. September löste sich die BSW-Landtagsfraktion formal auf, am selben Tag gründeten zehn Abgeordnete eine Thüringen.Gerecht-Fraktion mit Sigrid Hupach als Vorsitzender. Die neue Partei und Fraktion führt die Koalition um Ministerpräsident Voigt fort.
Programmatik
Die Partei verbindet nach eigenen Angaben wirtschaftliche Stärke, soziale Gerechtigkeit, demokratische Beteiligung sowie Friedensorientierung und setzt sich für Stabilität, Verlässlichkeit und neue Zuversicht im Bundesland ein.
Mitglieder
Zur Gründungsvorsitzenden wurde die bisherige BSW-Landesvorsitzende und Thüringer Finanzministerin Katja Wolf gewählt. Stellvertretende Vorsitzende sind Steffen Schütz und Steffi Eschrich. Weitere Mitglieder des Gründungsvorstands sind Alexander Kästner als Schatzmeister, Johannes Maximilian Puls als Geschäftsführer sowie Peter Metz und Daniel Riedel als Beisitzer.
Der Partei gehören (Stand 10. September 2026) neun Mitglieder des Thüringer Landtags an; der Ende August als erster Landtagsabgeordneter aus dem BSW ausgeschiedene Matthias Herzog schloss sich der neuen Landtagsfraktion als parteiloses zehntes Mitglied an.
- Thüringen.Gerecht
- Regionalpartei (Deutschland)
- Partei (Thüringen)
- Organisation (Erfurt)
- Parteigründung 2026
