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Der Schlossplatz (historisch korrekt: Schloßplatz) ist der ursprüngliche Burghof der Niederungsburg in der ehemaligen Bischofsresidenz und Universitätsstadt Büt

Schlossplatz (Bützow)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schlossplatz
Wappen
Straße in Bützow
Blick auf den Schlossplatz
Basisdaten
Ort  Bützow
Ortsteil 
Angelegt 
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen 
Querstraßen 
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke  Backstein, Klassizismus, Jugendstil – Architektur
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen
Technische Daten
Straßengestaltung einspurige Straße
Länge

Der Schlossplatz (historisch korrekt: Schloßplatz) ist der ursprüngliche Burghof der Niederungsburg in der ehemaligen Bischofsresidenz und Universitätsstadt Bützow im Landkreis Rostock in Mecklenburg.

Geografische Lage

Der Schlossplatz in seiner runden Form, gestaltet sich je nach Abschnitt unterschiedlich. Der Platz bezeichnet das ehemalige Gebiet der Bischofsburg Bützow. Die Insel wurde gebildet durch den Warnownebenarm und einem Grabensystem, das durch das Wasser der Warnow gespeist wurde. Diese Gräben waren verbunden mit dem Stadtgraben. Der Anfang und das Ende der Straße, waren ursprünglich das ehemalige Haupt- und Stadttor des Burghofes. Die Anliegerstraße verbindet die Straße Vor dem Rühner Tor mit der Schlossstraße. Die durchführende Straße ist in eine Richtung durchfahrbar. Der Fahrbahnbelag variiert zwischen Asphalt und Kopfsteinpflaster.

Geschichte

Burganlage um 1760 (Blick von Krummen Haus)

Ab 1180 wurde Bützow bischöfliche Residenz des Bistums Schwerin. Die Bischofsburg ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts von dem Burgwall (Hopfenwall) an diese Stelle verlegt worden. Mit Bischof Hermann I. von Schladen begann der Bau eines Castrum mit Palas und gotischer Kapelle. Erst unter Bischof Nikolaus I. Böddeker im 15. Jahrhundert entstand eine vollständige Burganlage. In neueren Zeiten, wurden die meisten Gebäude abgebrochen und der Platz erhielt um 1800 eine Verkehrsstraße. Reste der Burganlage wurden im 18. Jahrhundert als Herzogliches Pädagogium, Friedrichs-Universität und Großherzogliches Criminal-Collegium genutzt. Durch das entstandene Untersuchungsgericht und Untersuchungsgefängnis im 19. Jahrhundert änderte sich die Ansicht des Schlossplatz, zudem entstand durch Neubau das Großherzogliche Centralgefängnis, das Großherzoglich Mecklenburgische Amtsgericht und später als Erweiterung zum Centralgefängnis, das Weiberhaus.

Straßenname im Wandel der Zeit

Die heutige Namensform Schlossplatz erschien 1833 in dem Buch (Versuch einer topographisch-historischen Darstellung der Stadt Bützow) von Wilhelm Ferdinand Rong zum ersten Mal und ist bis heute unverändert geblieben.

Bebauung

Bis 1908 waren folgende Häuser gebaut und Hausnummern vergeben.

Die Denkmalplakette kennzeichnet Baudenkmale des Schlossplatzes.

Haus
Nr.
ab
1990
Haus
Nr.
bis
1990
Historische
Haus-
nummer
BemerkungenGeschichte
1 4 434
Schloss ehemals: Burgfreiheit,
später: Justizministerium Mecklenburg-Schwerin
2 1 429A
Krummes Haus ehemals: Burgfreiheit,
später: Herzogliche Gnadenwohnungen des Justizministerium Mecklenburg-Schwerin
3 2 434A
Großherzogliches Amtshaus
später: Amtsgericht Bützow,
später: Kreisgericht Bützow
ehemals: Burgfreiheit,
später: Finanzministerium Mecklenburg-Schwerin
7 3 434B ehemaliger Bestandteil eines denkmalgeschützten Ensembles aus der Zeit der DDR. Großherzogliches Beamtenhaus ehemals: Burgfreiheit,
später: Amtshauptmann F. Prehn,
später: Amtshauptmann C. Fensch,
später: Verwaltungsgebäude der Bützower NSDAP-Ortsgruppe,
später: Schülerinternat der Oberschule
auch 3
Weiberhaus ehemals: Justizministerium Mecklenburg-Schwerin,
später: Volkspolizei Bützow
4 5 433 Haus existiert nicht mehr. Abgetragen Mitte der 1990er Jahre. Centralgefängnis später: Rat der Stadt Bützow

Siehe auch

Commons: Schlossplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Liste der Baudenkmale in Bützow
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