| Schloßplatz | |
|---|---|
![]() Der Schloßplatz mit Theaterplatz im Hintergrund | |
| Basisdaten | |
| Ort | Dresden |
| Ortsteil | Innere Altstadt |
| Angelegt | 15. Jahrhundert |
| Neugestaltet | ab 1945 |
| Einmündende Straßen | Augustusbrücke, Brühlsche Terrasse, Augustusstraße, Schloßstraße, Chiaveri-Gasse, Theaterplatz |
| Bauwerke | Katholische Hofkirche, Georgentor, Ständehaus |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Öffentlicher Verkehr, Autoverkehr |
| Platzgestaltung | König-Friedrich-August-Denkmal |
Der Schloßplatz in Dresden gehört zu den historischen Plätzen der Stadt und bildet als Gebäudeensemble eine Sehenswürdigkeit der Altstadt Dresdens. Die den Platz umgebende Bebauung ist weitgehend wiederhergestellt, so dass der Platz seinen ursprünglichen Charakter wieder trägt. Er befindet sich zwischen Elbe und dem namensgebenden Dresdner Schloss.
Bebauung


Das Gebiet am Altstadtrand vor dem Hauptbau des Residenzschlosses, das den Schlossplatz bildet, entstand in dieser Form durch Baumaßnahmen, die in verschiedenen Epochen liegen. Anders als die Augustusbrücke, die am Schloßplatz endet, war die mittelalterliche Dresdner Elbbrücke deutlich länger und führte bis zum Elbtor. Zu den Flächen unter den landseitigen Bögen zwischen Elbe und Befestigungsanlagen gab es keine direkte Verbindung. Der aus dem Elbtor entstandene Georgenbau gehört zu den ältesten Teilen des seit dem 15. Jahrhundert immer wieder erweiterten und umgebauten Schlosses. Er wurde aber mit dem Georgentor bis 1901 im Stil der Neorenaissance erneuert. Durch das Tor verläuft die Schloßstraße, die den Platz Richtung Altmarkt verbindet. Ebenfalls am Schloßplatz liegt der etwa 100 Meter hohe Hausmannsturm, der höchste Turm der Schlossanlage und Dresdens.
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erfolgte die aufwendige Umgestaltung der Brücke, an die sich der Bau der Katholischen Hofkirche anschloss. Um den notwendigen Bauplatz im Westen des heutigen Schloßplatzes zu erhalten, wurde nicht nur die alte Münzstätte abgebrochen, sondern auch die Ufermauer zur Elbe verschoben und der Platz bis zur Brücke aufgefüllt. Die Hofkirche, die den Schloßplatz vom Theaterplatz trennt, ist das einzige Gebäude, das dem Platz einen barocken Charakter gibt. Mit dem Schloss ist die Kirche über eine angebaute Brücke verbunden. Die darunterliegende, bis dahin namenlose Gasse wurde am 22. Mai 2007 nach dem italienischen Architekten Gaetano Chiaveri, der die Hofkirche erbaute, Chiaverigasse getauft.
Am Schloßplatz beginnt auch die Augustusstraße, die durch den Fürstenzug bekannt ist. Vom Platz aus sind Teile des Fürstenzugs erkennbar, da dieser unmittelbar am Platz beginnt. Über die Augustusstraße wird der Platz mit dem Neumarkt verbunden.
Gegenüber der Hofkirche befindet sich das Sächsische Ständehaus, in dem das Oberlandesgericht Dresden sitzt. Hier befand sich bis 1894 das Fürstenbergsche Haus, das für den Neubau des Ständehauses abgetragen wurde. Daran schließt die 1814 errichtete Freitreppe zur Brühlschen Terrasse an, die den Platz neben der Auffahrt zur Augustusbrücke abschließt. Ebenfalls in der Zeit der Entfestigung Dresdens, in den 1820er Jahren, wurde die Rampe vom Schloßplatz vorbei am Schiffahrtsgebäude zum Terrassenufer angelegt.
Denkmale



König-Albert-Denkmal
Von 1906 bis 1951 stand vor dem Ständehaus das König-Albert-Denkmal von Max Baumbach.
Friedrich-August-Denkmal
Seit 2008 steht an dieser Stelle das König-Friedrich-August-I.-Denkmal von Ernst Rietschel.
Napoleonstein
Vor dem Haupteingang der Hofkirche ist ein Pflasterstein mit einem N markiert. Der Pflasterstein zeigt den Ort an, an dem Napoleon Bonaparte am 26. August 1813 gestanden haben soll. An diesem Tag nahm er die Truppenparade vor der Schlacht um Dresden ab.
Stolperstein
Vor dem Haupteingang der Katholischen Hofkirche wurde zum Gedenken an den sorbischen Kaplan Alojs Andritzki am 11. Juni 2011 – zwei Tage vor dessen Seligsprechung – ein Stolperstein gesetzt.
Verkehr
Über den Theaterplatz und die Augustusbrücke verlief vor der sanierungsbedingten Sperrung der Brücke im April 2017 gemäßigter Durchgangsverkehr, zudem ist der Hauptteil des Platzes verkehrsberuhigt und über Poller vom Durchgangsverkehr abgegrenzt. Durch die Sperrung der Augustusbrücke für den Autoverkehr seit 2022 verläuft seither auch über den Schloßplatz kein Durchgangsverkehr. Straßenbahnhaltestellen befinden sich unweit entfernt am Theaterplatz.
Durch das Georgentor hindurch läuft die Hauptachse des Fußgänger- und Radverkehrs, die später noch durch Altmarkt, Prager Straße und Wiener Platz sowie Hauptstraße und Albertplatz größtenteils als Fußgängerzone gebildet wird.
Nutzung
Neben dem Theaterplatz wird der Schloßplatz für politische Veranstaltungen im Wahlkampf genutzt. Da die enge Bebauung sehr viel Nachhall verursacht, finden Konzerte eher auf dem Theaterplatz statt, der wesentlich weitläufiger ist und so eine bessere Akustik hat.
- Platz in Dresden
- Platz in Europa
- Kulturdenkmal in Dresden
- Denkmalgeschütztes Bauwerk in Dresden
- Fußgängerzone in Dresden
- Schloßplatz (Dresden)

