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Der Südbezirk (hebräisch מְחוֹז הַדָּרוֹם Məchōs haDarōm, amtlich arabisch لِوَاءُ الْجَنُوبِ, DMG Liwāʾ al-Ǧanūb ‚Banner des Südens‘) in Israel ist einer der s

Südbezirk (Israel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
מְחוֹז הַדָּרוֹם
(מחוז הדרום)
لِوَاءُ الْجَنُوبِ
Südbezirk
LageSyrien (von der UN überwachtes demilitarisiertes Puffergebiet)ZentralbezirkSüdbezirkde-facto Israel (von Israel als zum Bezirk Jerusalem gehörig gezählt; von der Palästinensischen Autonomiebehörde als Teil des Westjordanlandes beansprucht)de-facto Israel (Zentralbezirk; von der Palästinensischen Autonomiebehörde als Teil des Westjordanlandes beansprucht)de-facto unter Kontrolle Israels (von Israel als Judäa und Samaria bezeichnet; teils unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde und von dieser als Westjordanland bezeichnet und vollständig beansprucht)Gazastreifen (offiziell unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde, von Israel de-facto abhängig, offiziell aber nicht als Teil Israels betrachtet)Golanhöhen (de-facto Israel, von Israel als Teil des Nordbezirks angesehen; von Syrien beansprucht)Nordbezirk (demilitarisierter Teil des Nordbezirks)
Lage
Basisdaten
Staat Israel
Hauptstadt Beʾer Scheva
Fläche 14.185 km²
Einwohner 1.386.000 (2021)
Dichte 98 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 IL-D
Koordinaten: 31° 12′ N, 34° 36′ O
Unterbezirke und Regionen des Südbezirks

Der Südbezirk (hebräisch מְחוֹז הַדָּרוֹם Məchōs haDarōm, amtlich arabisch لِوَاءُ الْجَنُوبِ, DMG Liwāʾ al-Ǧanūb ‚Banner des Südens‘) in Israel ist einer der sechs Bezirke des Landes und der flächenmäßig größte. Er ist 14.185 Quadratkilometer groß, hat 1.386.000 Einwohner und erstreckt sich über große Teile des Negevs und der ʿArava. Etwa 80 % der Bezirksbewohner sind Hebräer, 13 % Araber und sieben Prozent Sprecher anderer Sprachen.

Geschichte

Die israelische Regierung richtete als Gliederungsebene 1953 Bezirke ein, teils territorial den palästinensischen Verwaltungseinheiten (Distrike und Subdistrike) sehr ähnlich wie im Falle des israelischen Südbezirks als Nachfolger des palästinensischen Südlichen Distrikts. Zumal die amtlichen Bezeichnungen für palästinensische und nachfolgend israelische Verwaltungsgebiete dieser Ebene auf Hebräisch wie auf Arabisch identisch sind. Andere israelische Bezirke blicken weder territorial noch namentlich auf palästinensische Vorgänger zurück, da gemäß Verlauf der Grünen Linie der drei Waffenstillstandsabkommen von 1949 teils erhebliche territoriale Umgliederungen notwendig waren. Der palästinensische Südliche Distrikt gliederte sich in zwei Subdistrikte, jenen Beershebas und denjenigen Gasas. Gasa war Sitz des einen Subdistrikts wie auch des Südlichen Distrikts insgesamt.

Der im November 1947 vorgeschlagene UN-Teilungsplan für Palästina sah die Aufteilung des 1920 geschaffenen palästinensischen Subdistrikts Beersheba in drei territorial getrennte Bereiche vor. Da die UNO ihrem Teilungsvorschlag im Mai 1948 gegen die arabischen Invasionen nicht zu Nachdruck verhalf, z. B. durch UN-Tuppen die den seit Dezember 1947 angekündigten Invasoren aus arabischen Nachbarstaaten entgegen treten würden, entschied das von den Invasoren bevorzugte Kriegsglück, statt einer Verhandlungseinigung, die Aufteilung Palästinas (22 % gewannen die Invasoren, den Rest Israel). Dadurch blieb der Subdistrikt Beersheba im Wesentlichen, von kleinen territorialen Abstrichener südwestlich Hebrons, als Gebietseinheit erhalten und blieb auch im neuen Israel weiter Verwaltungseinheit. Da der Subdistrikt Gasa nunmehr geteilt war, der Nordwesten mit Gasa selbst zählte zum ägyptischen Besatzungsgebiet, ordnete Israels Regierung die im Lande gelegenen Teile dieses Subdistrikts dem Subdistrikt Beersheva zu. Die amtliche Bezeichnung für palästinensische Subdistrikte und israelische Unterbezirke ist auf Hebräisch und Arabisch identisch.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohnerzahl
Zensus 1983 478.700
Zensus 1995 753.500
Zensus 2008 1.067.400
Schätzung 2021 1.386.000

Gliederung

Das Gebiet ist in die zwei Unterbezirke (נָפוֹת nafōt) Beʾer Scheva und Aschqelon unterteilt. Die Siedlungen sind in Regionalverwaltungen (מוֹעָצוֹת אֵזוֹרִיּוֹת Mōʿazōt Asōrijjōt ), Gemeindeverwaltungen (מוֹעָצוֹת מְקוֹמִיּוֹת Mōʿazōt Məqōmijjōt) und Stadtverwaltungen (עִירִיּוֹת ʿĪrijjōt) organisiert.

Unterbezirke:
Nafōt / נָפוֹת mit Niqqud
(Plene = נפות)
Stadt­verwaltungen:
ʿĪrijjōt / עִירִיּוֹת
(עיריות)
Gemeinde­verwaltungen:
Mōʿazōt Məqōmijjōt / מוֹעָצוֹת מְקוֹמִיּוֹת
(מועצות מקומיות)
Regional­verwaltungen:
Mōʿazōt Asōrijjōt / מוֹעָצוֹת אֵזוֹרִיּוֹת
(מועצות אזוריות)
Unterbezirk Aschqelon
(נפת אשקלון)
hebr. Nfat Aschqelōn / נְפַת אַשְׁקְלוֹן
arab. Qaḍāʾ ʿAsqalān / قضاء عَسْقَلَان


  • Aschdod
    (Plene: אשדוד)
    אַשְׁדּוֹד mit Niqqud
  • Aschkelon
    (אשקלון)
    אַשְׁקְלוֹן Aschqelōn
  • Kirjat Gat
    (קריית גת)
    קִרְיית גַּת Qirjat Gat
  • Kirjat Malʾachi
    (קריית מלאכי)
    קִרְיַת מַלְאָכִי Qirjat Malʾachī
  • Sderot
    (שדרות)
    שְׂדֵרוֹת


  • Beʾer Tuvia
    (מועצה אזורית באר טוביה) / מוֹעָצָה אֲזוֹרִית בְּאֵר טוֹבְיָה
  • Chof Aschqelon
    (מועצה אזורית חוף אשקלון) / מוֹעָצָה אֲזוֹרִית חוֹף אַשְׁקְלוֹן
  • Joʾav
    (מועצה אזורית יואב) / מוֹעָצָה אֲזוֹרִית יוֹאָב
  • Lachisch
    (מועצה אזורית לכיש) / מוֹעָצָה אֲזוֹרִית לָכִיש
  • Newe Midbar
    מוֹעָצָה אֲזוֹרִית נְוֵה מִדְבָּר / (מועצה אזורית נווה מדבר)
  • Al-Qaysum (arab. القيصوم al-Qayṣūm)
    (מועצה אזורית אל קסום) / מוֹעָצָה אֲזוֹרִית אַל קָסוּם
  • Schaʿar haNegev
    (מועצה אזורית שער הנגב) / מוֹעָצָה אֲזוֹרִית שֲׁעַר הַנֶּגֶב
  • Schafir
    (מועצה אזורית שפיר) / מוֹעָצָה אֲזוֹרִית שָׁפִיר
  • Sdot Negev
    (מועצה אזורית שדות נגב) / מוֹעָצָה אֲזוֹרִית שְׂדוֹת נֶגֶב
Unterbezirk Beʾer Scheva
(נפת באר שבע)
נְפַת בְּאֵר שֶׁבַע Nfat Beʾer Scheva
  • ʿArad
    (Plene: ערד)
    עֲרָד mit Niqqud
  • Beʾer Scheva
    (באר שבע)
    בְּאֵר שֶׁבַע
  • Dimona
    (דימונה)
    דִּימוֹנָה
  • Eilat
    (אילת)
    אֵילַת
  • Netiwot
    (נתיבות)
    נְתִיבוֹת Nətīvōt
  • Ofakim
    (אופקים)
    אֳפָקִים Åfaqīm
  • Rahat
    (hebr. רהט) / arab. رهط
    רַהַט Rahaṭ
  • ʿArʿara baNegev
    מוֹעָצָה מְקוֹמִית עַרְעָרָה בַּנֶּגֶב / (מועצה מקומית ערערה בנגב)
  • Chura
    (מועצה מקומית חורה) / מוֹעָצָה מְקוֹמִית חוּרָה
  • Jerocham
    (מועצה מקומית ירוחם) / מוֹעָצָה מְקוֹמִית יְרֹחָם
  • Ksefa
    (מועצה מקומית כסייפה) / מוֹעָצָה מְקוֹמִית כְּסֵיפָה
  • Laqijja
    (מועצה מקומית לקיה) / מוֹעָצָה מְקוֹמִית לַקִיָּה
  • Lehavim
    (מועצה מקומית להבים) / מוֹעָצָה מְקוֹמִית לְהָבִים
  • Meitar
    (מועצה מקומית מיתר) / מוֹעָצָה מְקוֹמִית מֵיתָר
  • Mitzpe Ramon
    (מועצה מקומית מצפה רמון) / מוֹעָצָה מְקוֹמִית מִצְפֵּה רָמוֹן
  • ʿOmer
    (מועצה מקומית עומר) / מוֹעָצָה מְקוֹמִית עֹמֶר
  • Segev-Schalom
    (מועצה מקומית שגב שלום) / מוֹעָצָה מְקוֹמִית שֶׂגֶב שָׁלוֹם
  • Tel Scheva
    (מועצה מקומית תל שבע) / מוֹעָצָה מְקוֹמִית תֵּל שֶׁבַע
  • Bnei Schimʿon
    (מועצה אזורית בני שמעון)
    מוֹעָצָה אֲזוֹרִית בְּנֵי שִׁמְעוֹן
  • Chevel Eilot
    (מועצה אזורית חבל אילות)
    מוֹעָצָה אֲזוֹרִית חֵבֶל אֵילוֹת
  • Eschkol
    (מועצה אזורית אשכול)
    מוֹעָצָה אֲזוֹרִית אֶשכּוֹל
  • HaʿArava haTichona
    (מועצה אזורית הערבה התיכונה)
    מוֹעָצָה אֲזוֹרִית הַעֲרָבָה התִּיכוֹנָהּ
  • Merchavim
    מוֹעָצָה אֲזוֹרִית מֶרְחָבִים
    (מועצה אזורית מרחבים)
  • Ramat Negev
    (מועצה אזורית רמת הנגב)
    מוֹעָצָה אֲזוֹרִית רָמַת הַנֶּגֶב
  • Tamar
    (מועצה אזורית תמר)
    מוֹעָצָה אֲזוֹרִית תָּמָר

Siehe auch

  • Negev
  • Bezirke Israels
  • Liste der Städte in Israel
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