| Rumänische Gebärdensprache Limba Semnelor Române | ||
|---|---|---|
| Gesprochen in | ||
| Sprecher | ca. 10.000 Gehörlose, 23.000 Hörende/Schwerhörige | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache in | - | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1 | – | |
| ISO 639-2 | rms | |
| ISO 639-3 | rms | |
Die rumänische Gebärdensprache (rumänisch Limba Semnelor Române (LSR) oder Limbajul Mimico-Gestual Românesc (LMG)) ist die natürliche Gebärdensprache der tauben Gemeinschaft in Rumänien.
LSR wird von einem Großteil der gehörlosen Bevölkerung Rumäniens als Erstsprache oder primäre Kommunikationsform verwendet.
Geschichte
Die Entwicklung der rumänischen Gebärdensprache steht im Zusammenhang mit der Entstehung der Gehörlosenbildung im 19. Jahrhundert. Die erste Schule für taube Kinder in Rumänien wurde 1863 in Bukarest gegründet. Der Unterricht an frühen Taubenschulen war von internationalen pädagogischen Konzepten beeinflusst, insbesondere aus Frankreich und dem deutschsprachigen Raum. Zwischen 1908 und 1989 wurde die Gebärdensprache offiziell nicht verwendet. Nach 1989 wurde die rumänische Gebärdensprache wieder benutzt und erhielt 1999 einen offiziellen Status durch ein erstes Gesetz zum Sozialschutz. Die offizielle Einrichtung, die sich mit der Gebärdensprache in Rumänien befasst, ist der Nationale Verband der Gebärdensprachdolmetscher (Asociația Națională a Interpreților Autorizați în Limbajul Mimico-Gestual).
Rechtsstatus
Die rumänische Gebärdensprache wurde im Jahr 2020 durch das Gesetz Nr. 27/2020 offiziell als Muttersprache der gehörlosen Menschen in Rumänien bestätigt.
Siehe auch
- Einzelsprache
- Gebärdensprache
- Rumänische Sprache