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Retzbach ist eine Gemeinde mit 995 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich.

Retzbach (Niederösterreich)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Retzbach
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Retzbach
Retzbach (Niederösterreich) (Österreich)
Retzbach (Niederösterreich) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Hollabrunn
Kfz-Kennzeichen: HL
Hauptort: Unterretzbach
Fläche: 18,07 km²
Koordinaten: 48° 46′ N, 15° 59′ OKoordinaten: 48° 46′ 0″ N, 15° 59′ 0″ O
Höhe: 243 m ü. A.
Einwohner: 995 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 55 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2070, 2074
Vorwahl: 02942
Gemeindekennziffer: 3 10 38
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dorfstraße 2
2074 Unterretzbach
Website: www.retzbach.gv.at
Politik
Bürgermeister: Roland Toifl (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(15 Mitglieder)
10
3
2
10 3 2 
Insgesamt 15 Sitze
  • ÖVP: 10
  • SPÖ: 3
  • FPÖ: 2
Lage von Retzbach im Bezirk Hollabrunn
Lage der Gemeinde Retzbach (Niederösterreich) im Bezirk Hollabrunn (anklickbare Karte)Alberndorf im PulkautalGöllersdorfGrabernGuntersdorfHadresHardeggHaugsdorfHeldenbergHohenwarth-Mühlbach am ManhartsbergHollabrunnMailbergMaissauNappersdorf-KammersdorfPernersdorfPulkauRavelsbachRetzRetzbachSchrattenthalSeefeld-KadolzSitzendorf an der SchmidaWullersdorfZellerndorfZiersdorfNiederösterreich
Lage der Gemeinde Retzbach (Niederösterreich) im Bezirk Hollabrunn (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Retzbach ist eine Gemeinde mit 995 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich.

Geografie

Retzbach liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 18,07 Quadratkilometer. 6,34 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025):

  • Mitterretzbach (231)
  • Oberretzbach (123)
  • Unterretzbach (641) samt Kleinhaugsdorf

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Mitterretzbach, Oberretzbach und Unterretzbach.

Die Gemeinde gehört zur Kleinregion Retzer Land.

Nachbargemeinden

Okres Znojmo (CZ)
Hardegg Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Haugsdorf
Retz Pernersdorf

Geschichte

Von Herbst 1944 bis Mitte April 1945 waren in Mitterretzbach jüdische Zwangsarbeiter aus Ungarn untergebracht. In Oberretzbach wurden im Frühjahr 1945 einundzwanzig Wehrmachtsdeserteure erschossen.

Die ehemaligen Gemeinden Mitterretzbach und Oberretzbach wurden am 1. Jänner 1966 zur neuen Gemeinde Retzbach fusioniert, am 1. Jänner 1970 wurde dann die Gemeinde Unterretzbach eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Der Anstieg der Bevölkerungszahl zwischen 2001 und 2011 basiert auf einer positiven Wanderungsbilanz, die Geburtenbilanz war in den letzten Jahrzehnten immer negativ.

Retzbach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
2.298
1880
 
2.417
1890
 
2.356
1900
 
2.337
1910
 
2.208
1923
 
2.075
1934
 
2.086
1939
 
2.074
1951
 
2.056
1961
 
1.610
1971
 
1.430
1981
 
1.202
1991
 
1.101
2001
 
1.038
2011
 
1.054
2021
 
998
2025
 
995
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Südmähren Warte
Pfarrkirche Unterretzbach
Kellergasse Gstößen in Mitterretzbach
Kellergasse Niederfladnitzer in Oberretzbach
  • Katholische Pfarrkirche Unterretzbach hl. Jakobus der Ältere
  • Katholische Pfarrkirche Mitterretzbach hl. Margaretha
  • Heiliger Stein in Mitterretzbach
  • Südmähren Warte: Denkmal der heimatvertriebenen Südmährer aus dem Bezirk Znaim mit der Inschrift „Heimatrecht ist Menschenrecht“ und einer Aussichtswarte mit Blick auf das ehemalige Deutsch-Südmähren; Standort: bei Unterretzbach (Straßenabzweigung von der E59 / B303 ca. 1,5 km vor dem Grenzübergang), errichtet 1980, vollendet 1985.
  • Kürbisfest im Retzer Land (Veranstaltungsort Unterretzbach)

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 2010 gab es in Retzbach 77 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Davon waren 43 Haupterwerbsbetriebe, die über 90 Prozent der Fläche bewirtschafteten. Der Produktionssektor beschäftigte in zehn Betrieben 44 Arbeitnehmer, hauptsächlich im Bau und mit der Herstellung von Waren. Im Dienstleistungssektor gaben 37 Betriebe 70 Menschen Arbeit.

Politik

Gemeindeamt

Gemeinderat

Der Gemeinderat hatte 19 Mitglieder und hat 15 Mitglieder ab 2025.

  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 4 SPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP und 4 SPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 3 SPÖ und 2 FPÖ.

Bürgermeister

  • 2002–2024 Manfred Nigl (ÖVP)
  • seit 2024 Roland Toifl (ÖVP)

Wappen

Die Gemeinde führt folgendes Wappen: In einem blauen Feld ein silberner Dreiberg, aus dem eine rechtsstehende, dreiblütige fünfblättrige goldene Blume emporwächst, die von einem rechtsgewendeten goldenen Hahn begleitet wird.

Persönlichkeiten

  • Johann Michael Flor (* 1708; † nach 1770), Stuckateur
  • Ferdinand Piringer (1780–1829), Geiger, Dirigent und Freund Ludwig van Beethovens wurde am 18. Oktober 1780 in Unterretzbach geboren
  • Engelbert Bayer (1895–1952), in Oberretzbach geborener Wirtschaftsbesitzer, Politiker und Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich
  • Friedrich Schleinzer (* 1948), Pastoraltheologe
  • Erich Landsteiner (* 1961), Historiker und Universitätsprofessor
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