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Der Militärflugplatz Montijo (port.: Base Aérea de Montijo) ist ein Militärflugplatz der portugiesischen Luftstreitkräfte Força Aérea Portuguesa (FAP), die ihn

Militärflugplatz Montijo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Base Aérea de Montijo
Kenndaten
ICAO-Code LPMT
Koordinaten 38° 42′ 14″ N,  2′ 9″ WKoordinaten: 38° 42′ 14″ N,  2′ 9″ W
Höhe über MSL 14 m  (46 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2 km westlich von Montijo
Straße 3 km zur A12
Basisdaten
Eröffnung 3. März 1953
Betreiber FAP
Start- und Landebahnen
01/19 2147 m × 45 m Asphalt
08/26 2440 m × 45 m Beton



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Der Militärflugplatz Montijo (port.: Base Aérea de Montijo) ist ein Militärflugplatz der portugiesischen Luftstreitkräfte Força Aérea Portuguesa (FAP), die ihn offiziell als Base Aérea Nº6 (BA6) bezeichnet. Er liegt westlich Montijos am südlichen Tejo-Ufer gegenüber von Lissabon und ist die Haupteinsatzbasis der Transportflugzeuge der FAP.

Geschichte

Das Gelände der heutigen Basis entstand zunächst als Centro de Aviação Naval Sacadura Cabral der Marineflieger, das sich zuvor im „Bom Sucesso“-Hafen Lissabons befand.

Die Base Aero-Naval do Montijo wurde ab Anfang 1952 an die neugegründeten Luftstreitkräfte transferiert und erhielt am 3. März 1953 ihre jetzige Bezeichnung. Die Marineflieger existierten innerhalb der FAP übrigens noch bis 1958 als Untergruppierung Forças Aeronavais weiter. Die übernommenen Flugzeugtypen waren unter anderem Grumman G-21 und Grumman G-44 Flugboote sowie Curtiss SB2C Helldiver-Sturzkampfbomber. In den 1950er Jahren beschaffte die FAP dann weitere Marineflugzeuge wie die Lockheed Harpoon und die Lockheed Neptune. Letztere wurden ab 1988 durch die Lockheed P-3 Orion abgelöst, die als letzter in Montijo stationierter Marineflugzeugytp der FAP bis 2008 am Tejoufer beheimatet war.

Neben den Seekriegstypen waren später Transportflugzeuge wie die Douglas DC-6 und die CASA C-212 und Hubschrauber wie die Aérospatiale SA-319 Alouette III und Aérospatiale SA 330 Puma in Montijo stationiert. Auch Fiat G.91-Jagdbomber lagen hier eine Zeit lang.

Nachdem die Portugiesische Marine jahrzehntelang keine eigenen Luftfahrzeuge betrieben hatte, erhielt sie mit Indienststellung der Fregatten der Vasco-da-Gama Klasse Westland Sea Lynx Helikopter zugewiesen, die ihre Landbasis seit September 1993 in Montijo haben.

Da der Lissaboner Zivilflughafen Humberto Delgado an seine Kapazitätsgrenze gekommen war, teilte der portugiesische Infrastrukturminister Pedro Marques im Februar 2017 mit, dass Montijo ab 2019 für den kommerziellen Flugbetrieb umgebaut werden solle. Als zweiter internationaler Flughafen der Stadt solle er vornehmlich für Mittelstrecken- und Billigflüge zur Verfügung stehen. Nach Verzögerungen und Rechtstreitigkeiten untersagte die portugiesische Luftfahrtbehörde (Autoridade Nacional da Aviação Civil, ANAC) die Umnutzung des Flugplatzes, da nicht alle benachbarten Gemeinden dem zugestimmt hätten, wie es die Gesetzgebung jedoch vorsieht.

Militärische Nutzung

Lynx Mk.95, Montijo, 2006

Die Basis wird zurzeit (2025) wie folgt genutzt:

  • Esquadra 501 Bisontes (Bisons), ausgerüstet mit Lockheed C-130H/H-30 Hercules, seit 1977
  • Esquadra 502 Elefantes, ausgerüstet mit CASA C-295M/MPA, seit 2007
  • Esquadra 504 Linces (Luchse), ausgerüstet mit Dassault Falcon 50/Dassault Falcon 900, seit 1989/2023
  • Esquadra 751 Pumas, ausgerüstet mit SAR-Helikoptern AgustaWestland AW101 Merlin, seit 2005
  • Esquadrilha de Helicópteros, ausgerüstet mit Lynx Mk.95/Mk.95A-Bordhubschraubern, die Hubschrauberstaffel der Marine Portugals, seit September 1993

Daneben gibt es einige nichtfliegende Einheiten.

Zwischenfälle

  • Am 11. Juli 2016 kam eine Lockheed C-130H Hercules der portugiesischen Luftstreitkräfte (16804) bei der Startbeschleunigung auf dem Militärflugplatz Montijo nach links und anschließend nach rechts von der Startbahn ab, fing Feuer und stürzte knapp 1500 Meter hinter der Startbahn ab. Von sieben Besatzungsmitgliedern starben drei, vier weitere wurden verletzt.
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