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Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale (auch Uspenski-Kathedrale oder Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale) in Kiew ist ein repräsentativer barocker Kirchenbau im Bereich d

Mariä-Entschlafens-Kathedrale (Kiew)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Kiew
Die zerstörte Uspenski-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters, 1942

Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale (auch Uspenski-Kathedrale oder Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale) in Kiew ist ein repräsentativer barocker Kirchenbau im Bereich des Kiewer Höhlenklosters. Die Anlage gehört seit 1990 zum UNESCO-Welterbe.

Geschichte

Die Kathedrale wurde um das Jahr 1073 durch Theodosius von Kiew in der Epoche der Kiewer Rus im byzantinischen Stil erbaut und war lange Zeit der wichtigste Sakralbau Altrusslands. An der Ausmalung war der Mönch Alimpi beteiligt. Durch mongolische Invasionen und Brände wurde die Kirche mehrfach zerstört.

Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche im Stil des Kosakenbarocks wiederauf- und umgebaut. Nach der Russischen Revolution und den Wirren des Bürgerkriegs wurde das Höhlenkloster in der Sowjetunion 1926 in ein staatliches Museum umgewandelt.

Das Bauwerk wurde während der deutschen Besatzung Kiews in der Schlacht um Kiew im Herbst 1941 gesprengt. Albert Speer bezog sich in seinen Memoiren auf eine Aussage Goebbels, wonach dies auf Befehl des Reichskommissars der Ukraine Erich Koch geschehen wäre. Im Rahmen der Nazi-Ideologie waren identitätsstiftende Kultstätten der unterworfenen Völker zu beseitigen. In Publikationen orthodoxer Autoren und des evangelischen Theologen und Kirchenhistorikers Friedrich Heyer, die damals in Kiew waren, wird die Sprengung als Werk sowjetischer Saboteure angesehen.

Die Kirche wurde von 1998 bis 2000 in möglichst originaler Form wieder errichtet. Sie zählt somit zu den in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion häufigen wieder geborenen Gotteshäusern. Im Höhlenkloster hatte die Leitung der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (Patriarchat Moskau) und deren wichtigste Bildungseinrichtung, die Theologische Akademie, ihren Sitz. Anfang 2023 entzog der ukrainische Staat der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat) die Nutzungsrechte für Kloster und Kirche. Seitdem feiert die autokephale Orthodoxe Kirche der Ukraine (OCU) dort ihre Gottesdienste.

Brand der Mariä-Entschlafens-Kathedrale nach dem Angriff vom 15. Juni 2026

In den frühen Morgenstunden des 15. Juni 2026 wurde die Kathedrale durch einen Brand infolge eines russischen Luftangriffs im Verlauf des seit 2022 fortlaufenden Russischen Überfalls auf die Ukraine schwer beschädigt. Nach dem Angriff in der Nacht war das Dach der Kirche in Flammen aufgegangen.

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