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Der MKE Ankaragücü (offiziell: Makina Kimya Endüstrisi Ankaragücü Spor Kulübü; deutsch Mechanisch-chemische Industrie Ankaragücü Sport Club) ist ein Fußballvere

MKE Ankaragücü

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
MKE Ankaragücü
Basisdaten
Name Makina Kimya Endüstrisi Ankaragücü Spor Kulübü
Sitz Ankara
Gründung 1. Januar 1910
Farben blau-gelb
Präsident Gazi Ercüment Tekin
Website ankaragucu.org.tr
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Kenan Koçak
Spielstätte Eryaman Stadyumu
Plätze 22.000
Liga TFF 1. Lig
2024/25 17. Platz  
Heim
Auswärts
Ausweich

Der MKE Ankaragücü (offiziell: Makina Kimya Endüstrisi Ankaragücü Spor Kulübü; deutsch Mechanisch-chemische Industrie Ankaragücü Sport Club) ist ein Fußballverein aus der türkischen Hauptstadt Ankara. Der Klub spielte lange Zeit in der höchsten Spielklasse des türkischen Fußballs und gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Vereinen der Türkei.

Geschichte

Historisches Vereinslogo bis zur Saison 2014/15

MKE Ankaragücü wurde 1904 unter dem Namen Altınörs İdman Yurdu in Zeytinburnu (Istanbul) gegründet. Die Mannschaft spielte damals in der Istanbuler Freitags Liga.

Der Klub wanderte in die spätere Hauptstadt nach Ankara. Über diesem Umzug gibt es einige Theorien. Eine dieser Theorien besagt, dass die Mannschaft sich in zwei Gruppen aufgeteilt hat und deren Kapitänen Şükrü Abbas sowie Agah Orhan gefolgt sind. Die Gruppe von Spielern mit Şükrü Abbas als Kapitän verließ die Mannschaft und gründete Turan Sanatkarangücü. Dies geschah im Jahr 1910, dieses Jahr gilt offiziell als das Gründungsjahr Ankaragücüs. Altınörs İdman Yurdu und Turan Sanatkarangücü schickten während des Ersten Weltkrieges ihre Spieler an die Front. Nach dem Krieg vereinigten sich die beiden Klubs und traten als AS-FA Gücü auf. Im Jahr 1948 nannte man sich in Ankaragücü um. Ankaragücü gehört zu den Mannschaften, die in der ersten Saison der Süper Lig spielten.

Die bislang größten Erfolge feierte die Mannschaft in den Jahren 1972 und 1981 mit dem Gewinn des türkischen Pokales. Nachdem der Klub sich für die ausstehenden Gehaltszahlungen seiner ehemaligen Spieler Ergin Keleş und Muhammed Türkmen nicht einigen konnte, verhängte der türkische Fußballverband im Januar 2014 erneut ein Transferverbot. Der Verein hatte sich erst kurz zuvor von einem vorherigen Transferverbot befreien können. Etwa zehn Tage nach diesem Transferverbot überwies der Verein beiden Spielern ihre ausstehenden Gehälter und erwirkte so die Aufhebung der Transfersperre. Mit 48 Spielzeiten ist MKE Ankaragücü nach Beşiktaş Istanbul, Fenerbahçe Istanbul und Galatasaray Istanbul die längste Zeit in der Süper Lig.

2010er-Jahre

Am Ende der Saison 2011/12 stieg Ankaragücü aus der 1. Liga ab sowie im Folgejahr auch aus der 2. Liga und spielte erstmals in der Vereinsgeschichte drittklassig.

Zum Saisonstart 2015/16 verhängte der türkische Fußballverband auf Direktive der FIFA gegen MKE Ankaragücü einen Sechspunkteabzug. Begründet wurde das mit den Transfer- und Gehaltsproblemen, die der Verein mit seinem früheren Spieler Jaroslav Černý hatte.

Die Saison 2016/17 beendete der Verein als Meister der TFF 2. Lig und kehrte damit nach vier Jahren in die TFF 1. Lig zurück.

Erfolge

  • Sieger des Türkischen Fußballpokals (2): 1971/72, 1980/81
  • Tabellenvierter der Süper Lig (4): 1963/64, 1972/73, 1984/85, 2001/02
  • Meister der TFF 1. Lig und Aufstieg in die Süper Lig: 1968/69, 1976/77, 2017/18
  • Meister der TFF 2. Lig und Aufstieg in die TFF 1. Lig: 2016/17

Rekordspieler

Die meisten Erstligaspiele
RangNameEinsätzeZeitraum
1. Hakan Kutlu3561992–2007
2. Hayati Soydaş3091985–1999
3. Gökmen Barış2681994–2004
4. Yılmaz Özlem2221997–2005
 Aydın Tohumcu2221961–1975
6. Haluk Kargın2201993–2003
7. Temel Keskindemir2281969–1979
8. Adem Kurukaya2212000–2006
9. Hüsnü Özkara2111982–1990
 Selçuk Yalçıntaş2111963–1975
11. Hakan Keleş2021998–2005
12. Erhan Çağlayans2001983–1993
Stand: 29. Februar 2016
Die meisten Erstligatore
RangNameToreEinsätzeTor/Spiel
1. Ertan Adatepe691370,5
2. Halil İbrahim Eren531230,43
3. Candan Dumanlı521900,27
4. Augustine Ahinful441030,43
5.  Sead Šabotić40780,51
 Hakan Keleş402020,2
7. Ali Osman Renklibay381130,34
8. Cafer Aydın37890,42
9. Umut Bulut36900,4
10. Ohene Kennedy351060,33
11. Hayri Şenere311150,27
Stand: 29. Februar 2016

Stadion

MKE Ankaragücü trägt seine Heimspiele im 22.000 Zuschauer umfassenden Eryaman Stadyumu aus. Es ist auch gleichzeitig das Heimstadion der Stadtrivalen Gençlerbirliği Ankara und Hacettepe SK.

Fans

Ankaragücü genießt in Ankara starken Rückhalt und hat in jeder Saison, unabhängig davon, in welcher Liga man spielt, hohe Zuschauerzahlen zu verzeichnen. Die Ultras nennen sich Gecekondu, Gecekondu ist die türkische Bezeichnung für eine informelle Siedlung, also ein ungeplantes Viertel mit primitiven Unterkünften am Rande einer Großstadt. Übersetzt bedeutet es so viel wie „nachts hingestellt“ (türkisch gece: Nacht). Da viele der Ultras in diesen Gecekondu-Vierteln wohnten, übernahmen sie einfach die Bezeichnung Gecekondu als ihren Namen.

Die Fans von Ankaragücü gelten als fanatische und bedingungslose Unterstützer ihres Vereins und sind in der Vergangenheit auch durch gewalttätige Auseinandersetzungen auffällig geworden. Auf den Tribünen unterstützen sie ihre Mannschaft lautstark. Eine enge Freundschaft pflegt man zu den Fans von Bursaspor, gemeinsam nennen sich die Fans Bursankara, eine Zusammensetzung beider Stadtnamen. Rivalitäten bestehen zu Göztepe Izmir und Manisaspor.

Ligazugehörigkeit

  • 1. Liga: 1959–1968, 1969–1976, 1977–1978, 1981–2012, 2018–2021, 2022–2024
  • 2. Liga: 1968–1969, 1976–1977, 1978–1981, 2012–2013, 2017–2018, 2021–2022, 2024–ldf.
  • 3. Liga: 2013–2017

Bekannte ehemalige Spieler

  • Bosnier Elvir Baljić
  • Turkei Hasan Şaş 4
  • Turkei DeutschlandDeutschland İlhan Mansız
  • Turkei Hami Mandıralı
  • Turkei Fatih Akyel
  • Turkei Orkun Uşak
  • Turkei DeutschlandDeutschland Erhan Albayrak
  • Turkei Ceyhun Eriş
  • Turkei Umut Bulut
  • Turkei DeutschlandDeutschland Ahmet Dursun
  • Turkei Emre Güngör
  • Nigeria Victor Agali
  • EnglandEngland Darius Vassell
  • FrankreichFrankreich Jérôme Rothen
  • Tschechien Jaroslav Černý
  • Simbabwe Norman Mapeza
  • Turkei Fahrettin Cansever 3, 4
3 
Erster türkischer A-Nationalspieler der Vereinsgeschichte
4 
Spielte während seiner Zeit bei Istanbul Başakşehir für die Türkische Nationalmannschaft bzw. wurde während dieser Zeit zum ersten Mal für diese nominiert.

Trainer (Auswahl)

  • RusslandRussland Waleri Nepomnjaschtschi (Juli 1993 – Dezember 1993)
  • Turkei Tınaz Tırpan (November 1995 – Mai 1996)
  • Slowakei Jozef Jarabinský (Juni 1996 – Mai 1997)
  • Turkei Samet Aybaba (Juli 1997 – November 1998)
  • Turkei Tınaz Tırpan (Juli 1999 – September 1999)
  • Rumänien Gheorghe Mulțescu (Oktober 1999 – März 2000)
  • Turkei Ersun Yanal (August 2000 – Mai 2002)
  • Rumänien Mihai Stoichiță (Juli 2002 – Januar 2003)
  • Bosnien und Herzegowina Safet Sušić (September 2005 – Februar 2006)
  • AustralienAustralien Vlado Bozinovski (August 2006 – September 2006)
  • DeutschlandDeutschland Hans-Peter Briegel (Juli 2007 – November 2007)
  • Turkei Hakan Kutlu (August 2008 – Oktober 2008)
  • Turkei Hakan Kutlu (Januar 2009 – März 2009)
  • FrankreichFrankreich Roger Lemerre (Januar 2010 – Mai 2010)
  • Turkei Ümit Özat (Mai 2010 – Februar 2011)
  • Turkei Hakan Kutlu (Dezember 2011 – Mai 2012)
  • Turkei Fuat Akyüz (November 2013 – April 2014)
  • Turkei Celal Kıprızlı (April 2014 – Mai 2014)
  • Turkei Muammer Özdemir (Juni 2014 – Oktober 2014)
  • Turkei Mustafa Kaplan (Oktober 2014 – Dezember 2014)
  • Turkei İsmet Taşdemir (August 2016 – Mai 2017)
  • Turkei İsmail Kartal (Juni 2017 – Dezember 2018)
  • Turkei Bayram Bektaş (Dezember 2018 – Januar 2019)
  • Turkei Mustafa Kaplan (Januar 2019 – Mai 2019)
  • Turkei Metin Diyadin (August 2019 – November 2019)
  • Turkei Mustafa Kaplan (November 2019 – Januar 2020)
  • Turkei Mustafa Reşit Akçay (Januar 2020 – )

Präsidenten (Auswahl)

  • Fatih Mert
  • Mehmet Yiğiner
  • Faruk Koca
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