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Der Münchner Stadtrat ist seit 1919 neben dem Oberbürgermeister Organ der kommunalen Selbstverwaltung der Landeshauptstadt München. Der Stadtrat wird auf sechs

Münchner Stadtrat

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Stadtratswahl 2026
Wahlbeteiligung: 52,3 %
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Grüne
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Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2020
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   4
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  −2
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−2,6
+0,2
−2,9
+3,3
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−0,1
−1,3
± 0,0
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Grüne
CSU
SPD
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Sonst.

Der Münchner Stadtrat ist seit 1919 neben dem Oberbürgermeister Organ der kommunalen Selbstverwaltung der Landeshauptstadt München. Der Stadtrat wird auf sechs Jahre gewählt und tagt im Neuen Rathaus. Neben seinen einzelnen Mitgliedern gehört ihn der Oberbürgermeister an, welcher den Vorsitz hat.

Seit 1946 wird München – mit wenigen Ausnahmen – von einer SPD-geführten Mehrheit regiert, wobei seit den Kommunalwahlen 2020 erstmals die Grünen stärkste Kraft im Stadtparlament sind. Im April 2020 schlossen die Fraktionen Die Grünen – Rosa Liste und SPD/Volt eine Koalitionsvereinbarung für die Ratsperiode 2020 bis 2026 ab. 1972 war der Stadtrat von 60 auf 80 ehrenamtliche Mitglieder erweitert worden.

Inhaltsverzeichnis

Sitzverteilung im Stadtrat

Sitzverteilung im Stadtrat München nach der Wahl 2026
             
Insgesamt 80 Sitze
  • Linke: 5
  • SPD: 15
  • Rosa Liste: 1
  • Grüne: 21
  • Volt: 4
  • ÖDP: 2
  • PARTEI: 1
  • BK: 1
  • München-Liste: 1
  • FW: 2
  • FDP: 3
  • CSU: 19
  • AfD: 5
Sitzverteilung im Stadtrat München nach der Wahl 2020
             
Insgesamt 80 Sitze
  • Linke: 3
  • SPD: 18
  • Rosa Liste: 1
  • Grüne: 23
  • Volt: 1
  • ÖDP: 3
  • PARTEI: 1
  • München-Liste: 1
  • FW: 2
  • FDP: 3
  • CSU: 20
  • BP: 1
  • AfD: 3
 
Zugang zur Galerie des Großen Sitzungssaals im Münchner Rathaus

Im Folgenden ist die Sitzverteilung nach den Kommunalwahlen in Bayern 2026, 2020, 2014 und 2008 dargestellt:

Partei Wahl 2026 Wahl 2020 Wahl 2014 Wahl 2008
Sitze Stimmen-
anteil
Sitze Stimmen-
anteil
Sitze Stimmen-
anteil
Sitze Stimmen-
anteil
Grüne 21 26,5 % 23 29,1 % 13 16,6 % 11 13,0 %
CSU 19 24,9 % 20 24,7 % 26 32,6 % 23 27,7 %
SPD 15 19,1 % 18 22,0 % 25 30,8 % 33 39,8 %
Linke 05 6,6 % 03 3,3 % 02 2,4 % 03 3,7 %
AfD 05 5,9 % 03 3,9 % 02 2,5 % 0- -
Volt 04 4,7 % 01 1,8 % 0- - 0- -
FDP 03 3,4 % 03 3,5 % 03 3,4 % 05 6,8 %
ÖDP 02 2,7 % 03 4,0 % 02 2,5 % 01 1,7 %
FW 02 2,5 % 02 2,5 % 02 2,7 % 01 1,6 %
Rosa Liste 01 1,0 % 01 1,0 % 01 1,9 % 01 1,9 %
Bündnis Kultur 01 0,9 % 0- - 0- - 0- -
Die PARTEI 01 0,7 % 01 1,3 % 0- - 0- -
München-Liste 01 0,7 % 01 0,8 % 0- - 0- -
BP 0- 0,4 % 01 0,7 % 01 0,9 % 01 1,5 %
BIA 0- - 0- 0,2 % 01 0,7 % 01 1,4 %
HUT 0- - 0- - 01 1,3 % 0- -
Piraten 0- - 0- - 01 1,2 % 0- -

Fraktionen/Gruppierungen der Wahlperiode 2020

  • Fraktionen:
    • Die Grünen – Rosa Liste – Volt (seit Mai 2025, zuvor Die Grünen – Rosa Liste)
    • CSU mit Freie Wähler (seit Februar 2022, zuvor CSU)
    • SPD (seit Mai 2025, zuvor SPD / Volt)
    • ÖDP / München-Liste (seit Juli 2021, zuvor ÖDP / FW)
    • FDP Bayernpartei
    • Die Linke / Die PARTEI
  • Gruppierung:
    • AfD

Sitzverteilung seit 1946

Die Sitzverteilung im Stadtrat (ohne Oberbürgermeister) seit 1946
Stadtratswahl 15. März 2020 16. März 2014 2. März 2008 3. März 2002 10. März 1996 12. Juni 1994 18. März 1990 18. März 1984 5. März 1978 11. Juni 1972 13. März 1966 27. März 1960 18. März 1956 30. März 1952 30. Mai 1948 26. Mai 1946
SPD 18 25 33 35 31 29 36 35 31 44 36 34 28 25 15 17
CSU 20 26 23 30 32 30 25 35 42 29 16 16 16 13 10 20
FDP 3 3 5 3 2 3 4 4 6 5 3 1 2 3 2 –
Grüne 23 13 11 8 8 9 8 6 – – – – – – – –
ÖDP 3 2 1 1 1 1 – – – – – – – – – –
Rosa Liste 1 1 1 1 1 – – – – – – – – – – –
Die Linke 3 2 3 1 – – – – – – – – – – – –
BP 1 1 1 – – – – – – – 1 3 4 7 13 –
FW 2 2 1 – – – – – – – – – – – – –
BIA – 1 1 – – – – – – – – – – – – –
AfD 3 2 – – – – – – – – – – – – – –
Volt 1 – – – – – – – – – – – – – – –
München-Liste 1 – – – – – – – – – – – – – – –
Die PARTEI 1 – – – – – – – – – – – – – – –
Piraten – 1 – – – – – – – – – – – – – –
HUT – 1 – – – – – – – – – – – – – –
Republikaner – – – 1 1 4 6 – – – – – – – – –
DaGG/DaCG – – – – 1 1 1 – – – – – – – – –
ASP – – – – 1 1 – – – – – – – – – –
BFB – – – – 2 – – – – – – – – – – –
Junge Liste – – – – – 2 – – – – – – – – – –
SRB – – – – – – – – 1 – – – – – – –
Münchner Block – – – – – – – – – 1 2 2 4 3 – –
SD72 – – – – – – – – – 1 – – – – – –
BHE – – – – – – – – – – 1 2 2 2 – –
NPD – – – – – – – – – – 1 – – – – –
Parteifreie Wählerschaft – – – – – – – – – – – 1 1 1 – –
Evangelische Wählergemeinschaft – – – – – – – – – – – 1 – – – –
KPD – – – – – – – – – – – – 2 4 6 2
Flieger- und Kriegsgeschädigte – – – – – – – – – – – – 1 – – –
Sozialgemeinschaft der Entrechteten – – – – – – – – – – – – – 1 – –
Königspartei – – – – – – – – – – – – – 1 – –
WAV – – – – – – – – – – – – – – 3 1
Parteilose Katholiken – – – – – – – – – – – – – – 1 –
Parteilose – – – – – – – – – – – – – – – 1
Sitze gesamt 80 80 80 80 80 80 80 80 80 80 60 60 60 60 50 41
Wahlbeteiligung in Prozent 49,0 42,0 47,6 51,0 52,8 59,2 65,4 65,0 66,2 65,3 63,9 66,6 60,5 62,6 79,5 85,0

Für die Gruppe Parteilose Katholiken gehörte ab 1948 der damals 34-jährige Rechtsanwalt Otto Gritschneder dem Stadtrat an. Er setzte sich einerseits für die Aufarbeitung der NS-Justizgeschichte ein, sprach sich aber auch gegen Schwangerschaftsabbruch und staatliche Scheidungen aus. Die Sozialgemeinschaft der Entrechteten wurde ab 1952 von dem Arzt Karl von Brentano-Hommeyer vertreten, der bereits Ende 1953 zur Bayernpartei wechselte. Den Sitz für die Parteifreie Wählerschaft hatte von 1952 bis 1966 über drei Legislaturperioden der Völkerrechtler Hans Keller inne. Der Münchner Block vertrat mittelständische Interessen und stellte über insgesamt 26 Jahre Stadträte. Er wurde 1952 erstmals ins Parlament gewählt und wies prominente Repräsentanten auf, unter anderem die Professorin Liesel Beckmann. Mit der Evangelischen Wählergemeinschaft stellte sich 1960 eine Gruppierung erfolgreich zur Wahl, die die Minderheit der Protestanten in der Landeshauptstadt vertreten sehen wollte. Ilse Herrmann wurde für eine Wahlperiode gewählt. Die Junge Liste versuchte bereits 1990 zu kandidieren, wurde aber als angebliche Tarnliste der CSU nicht zugelassen. Der damalige Bezirksvorsitzende der Jungen Union und JL-Spitzenkandidat Aribert Wolf klagte erfolgreich gegen diesen Entscheid und bewirkte eine Wahlwiederholung, bei der er und ein weiterer Kandidat 1994 in den Stadtrat einzogen.

Gremien/Ausschüsse

Nachfolgend sind die Gremien bzw. Ausschüsse des Münchner Stadtrats in der Wahlperiode 2008 bis 2014 mit dem entsprechenden Kürzel und dem zuständigen Referat der Stadtverwaltung München gelistet:

  • Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft (WirtschA) Referat für Arbeit und Wirtschaft
  • Ausschuss für Bildung und Sport (BildSportA) Referat für Bildung und Sport
  • Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung (PlA) Referat für Stadtplanung und Bauordnung
  • Bauausschuss (BauA) Baureferat
  • Finanzausschuss (FinanzA) Stadtkämmerei
  • Gesundheits- und Krankenhausausschuss (Ges.u.KHA) Referat für Gesundheit und Umwelt
  • Gesundheitsausschuss (GesA) Referat für Gesundheit und Umwelt
  • Kinder- und Jugendhilfeausschuss (KJHA) Sozialreferat
  • Kommunalausschuss (KommunalA) Kommunalreferat
  • Kreisverwaltungsausschuss (KVA) Kreisverwaltungsreferat
  • Kulturausschuss (KulturA) Kulturreferat
  • Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) Revisionsamt
  • Sozialausschuss (SozialA) Sozialreferat
  • Sozialhilfeausschuss (SHA) Sozialreferat
  • Stadtentwässerungsausschuss (StadtentwA) Baureferat
  • Umweltschutzausschuss (UmweltA) Referat für Gesundheit und Umwelt
  • Verwaltungs- und Personalausschuss (VPA) Direktorium
  • Verwaltungs- und Personalausschuss als Feriensenat (VPAalsF) Direktorium
  • Vollversammlung (VV) Direktorium
  • Ältestenrat (ÄR) Direktorium

Berufsmäßige Stadträte

Neben den ehrenamtlichen Stadträten sind berufsmäßige Stadträte als kommunale Wahlbeamte Leiter der Referate der Stadtverwaltung München und beraten den Stadtrat, ohne dort jedoch Stimmrecht zu haben.

Koalition von 2020

Seit 2020 besteht im Münchner Rathaus eine grün-rote Koalition. Die Grünen bilden gemeinsam mit der Rosa Liste eine Fraktionsgemeinschaft; die SPD kooperiert mit der Partei Volt. Das Bündnis verfügt damit über 43 von 81 Stimmen im Stadtrat, zuzüglich der Stimme des Oberbürgermeisters Reiter.

Bezirksausschüsse

Durch einen Volksentscheid von 1995 werden seither die 25 Münchner Bezirksausschüsse der Stadtbezirke Münchens, die „Stadtviertel-Parlamenten“ entsprechen, direkt gewählt. Die Bezirksausschüsse vermitteln zwischen der Stadtverwaltung, dem Stadtrat und den Bürgern. Dabei kommt ihnen eine Reihe von Rechten zu.

Gemäß Anlage 1 der Bezirksausschuss-Satzung (Nr. 20 des Münchner Stadtrechts) entscheiden die Bezirksausschüsse für ihren jeweiligen Stadtbezirk selbstständig unter anderem über untergeordnete Bau- und Straßenbauvorhaben von 0,5 bis 2,5 Mio. EUR, über Neuaufstellung von Straßenmärkten, über Schul- und Straßennamen (außer bei persönlichen Ehrungen) und Ähnliches. Per Dekret des Oberbürgermeisters wurden diese Befugnisse zuletzt 2010 erweitert (zum Beispiel auf Entscheidungen über die Gewährung von Zuschüssen bis 10.000 EUR, über Sperrstundenänderungen und über die Einrichtung von Taxiständen). Voraussetzung ist jeweils, dass die Maßnahmen nur innerhalb des Stadtbezirks Bedeutung haben. In den meisten anderen Fällen besteht nur eine Anhörungs- oder Informationspflicht der Stadt München gegenüber den Bezirksausschüssen.

Es bestehen folgende Bezirksausschüsse:

  • BA 1 Altstadt-Lehel
  • BA 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
  • BA 3 Maxvorstadt
  • BA 4 Schwabing-West
  • BA 5 Au-Haidhausen
  • BA 6 Sendling
  • BA 7 Sendling-Westpark
  • BA 8 Schwanthalerhöhe
  • BA 9 Neuhausen-Nymphenburg
  • BA 10 Moosach
  • BA 11 Milbertshofen-Am Hart
  • BA 12 Schwabing-Freimann
  • BA 13 Bogenhausen
  • BA 14 Berg am Laim
  • BA 15 Trudering-Riem
  • BA 16 Ramersdorf-Perlach
  • BA 17 Obergiesing-Fasangarten
  • BA 18 Untergiesing-Harlaching
  • BA 19 Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln
  • BA 20 Hadern
  • BA 21 Pasing-Obermenzing
  • BA 22 Aubing-Lochhausen-Langwied
  • BA 23 Allach-Untermenzing
  • BA 24 Feldmoching-Hasenbergl
  • BA 25 Laim

Frauen im Münchner Stadtrat

  • 1919
In München ziehen nach dem Ersten Weltkrieg nach der ersten Stadtratswahl erstmals sechs Frauen in den Stadtrat ein: Auguste Halbmeier (USPD), Hedwig Kämpfer (USPD), Luise Kiesselbach (DDP), Elsa Schultes (BVP), Therese Loibl (BVP) und Thusnelda Lang-Brumann (BVP).
  • 1985
Der Münchner Stadtrat beschließt gegen die Stimmen der CSU die Einrichtung einer Frauengleichstellungsstelle, der ersten kommunalen Gleichstellungsstelle in Bayern. Die Leitung übernimmt Friedel Schreyögg (SPD).
  • 1990
Der Münchner Stadtrat wählt mit Sabine Csampai erstmals eine Münchner Bürgermeisterin.
  • 2004
Fünf der zwölf berufsmäßigen Münchner Stadträte sind Frauen, diese ist ein historischer Höchststand. Rosemarie Hingerl wird die erste Chefin des Baureferats.
  • 2022
Mit der Wahl von Jeanne Marie Ehbauer und Laura Dornheim wird erstmals die Mehrheit der städtischen Referate von Frauen geführt. Neun von fünfzehn berufsmäßigen Stadträten sind Frauen.

Entschädigung für ehrenamtliche Stadträte

Die ehrenamtlichen Stadträte erhalten eine monatliche Entschädigung von 2.981 Euro. Die Fraktions-Vorsitzenden bekommen 5.881 Euro, ihre Stellvertreter 4.429 Euro.

Siehe auch

  • Ergebnisse der Kommunalwahlen in München
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