Support
Kostenlose Download- und Informationsplattform

Cem Özdemir führt als Ministerpräsident eine grün-schwarze Koalition aus Bündnis 90/Die Grünen und CDU, welche als Folge der Landtagswahl 2026 gebildet wurde. D

Kabinett Özdemir

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kabinett Özdemir
Landesregierung von Baden-Württemberg
Cem Özdemir
Ministerpräsident Cem Özdemir
Wahl 2026
Legislaturperiode 18.
Beginn 13. Mai 2026
Dauer 42 Tage
Vorgänger Kabinett Kretschmann III
Zusammensetzung
Partei(en) Bündnis 90/Die Grünen und CDU
Minister 11
Repräsentation
Landtag
112 / 157 (71,3 %)

Das Kabinett Özdemir ist seit dem 13. Mai 2026 die Landesregierung von Baden-Württemberg.

Cem Özdemir führt als Ministerpräsident eine grün-schwarze Koalition aus Bündnis 90/Die Grünen und CDU, welche als Folge der Landtagswahl 2026 gebildet wurde. Da die Grünen mehr Stimmen erhielten, ist die CDU bei der „Kiwi“-Koalition genannten Regierung der Juniorpartner in der Regierung, obwohl beide Parteien gleich viele Sitze erreichten. Dafür stellt diese mit Thomas Strobl zum ersten Mal seit 2016 wieder den Landtagspräsidenten und führt ein Ministerium mehr als die Grünen.

Die Sondierungsgespräche begannen am 24. März und wurden am 14. April 2026 abgeschlossen, am selben Tag wurde die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen beschlossen, die am 30. April 2026 beendet wurden. Der Koalitionsvertrag trägt den Titel „Aus Verantwortung fürs Land. Gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“ und wurde am 6. Mai 2026 veröffentlicht. Am 13. Mai 2026 wurde Özdemir zum Ministerpräsidenten gewählt und er sowie die Minister wurden vereidigt.

Kabinett

Amt/Ressort Foto Name Partei Staatssekretär Partei
Ministerpräsident
Staatsministerium
Cem Özdemir Grüne Rudi Hoogvliet 1
Medienpolitik
Bevollmächtigter des Landes beim Bund
Florian Haßler 2
Politische Koordinierung und Internationales
Jörg Krauss 3
Chef der Staatskanzlei
Grüne
Stellvertretender Ministerpräsident
Manuel Hagel CDU
Inneres, Digitalisierung und Europa Cornelia von Loga 2
Reiner Moser 4
Elmar Steinbacher 4
CDU
Finanzen
Danyal Bayaz Grüne Andrea Lindlohr 2 Grüne
Kultus
Andreas Jung CDU Andreas Deuschle 2 CDU
Wissenschaft, Forschung und Kunst Petra Olschowski Grüne Nese Erikli 2 Grüne
Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
Thekla Walker Grüne Andre Baumann 2 Grüne
Wirtschaft, Handwerk und Tourismus
Nicole Hoffmeister-Kraut CDU Thomas Dörflinger 2 CDU
Soziales, Arbeit und Gesundheit
Oliver Hildenbrand Grüne Petra Krebs 2 Grüne
Justiz und Migration
Moritz Oppelt CDU Siegfried Lorek 1 CDU
Verkehr
Nicole Razavi CDU Raimund Haser 2 CDU
Ländlicher Raum, Landwirtschaft und Heimat
Marion Gentges CDU Sarah Schweizer 2 CDU
Landesentwicklung und Wohnen
Ein Bild von Theresa Schopper
Theresa Schopper Grüne
1 
Staatssekretär mit Stimmrecht (Regierungsmitglied)
2 
Politischer Staatssekretär ohne Stimmrecht (kein Regierungsmitglied)
3 
Chef der Staatskanzlei ist ein politischer Beamter, der die Amtsbezeichnung „Staatsminister“ führt (kein Regierungsmitglied)
4 
Beamteter Staatssekretär ohne Stimmrecht (kein Regierungsmitglied)

Abstimmung im Landtag

Die Wahl des Ministerpräsidenten fand am 13. Mai 2026 gemäß der Verfassung des Landes Baden-Württemberg in geheimer Abstimmung ohne vorherige parlamentarische Aussprache statt. Es waren alle 157 gewählten Abgeordneten anwesend und diese nahmen vollzählig an der Wahl teil. Als Wahlvorschlag für das Amt des Ministerpräsidenten wurde vonseiten der Fraktion der Grünen Cem Özdemir genannt. Die AfD-Fraktion schlug keinen der eigenen Abgeordneten vor, sondern Manuel Hagel von der CDU, der allerdings sogleich äußerte, dass er für diesen Vorschlag nicht zur Verfügung stehe und die CDU-Fraktion gemäß Koalitionsvertrag für Özdemir stimmen werde. Die SPD-Fraktion unterbreitete keinen Wahlvorschlag. Bereits im ersten Wahlgang erhielt Cem Özdemir 93 Ja-Stimmen und wurde dadurch mit der erforderlichen absoluten Mehrheit von mindestens 79 Stimmen zum Ministerpräsidenten gewählt. Die Fraktionen der Grünen und der CDU haben zusammen 112 Mitglieder, d. h. es haben mindestens 19 Abgeordnete aus dem Regierungslager dem Ministerpräsidenten ihre Stimme verweigert. Nachdem er die Wahl angenommen hatte, leistete Özdemir seinen Amtseid inklusive der religiösen Beteuerung „So wahr mir Gott helfe“.

Wahlgang Kandidat Stimmen Stimmenzahl Anteil Wahlvorschlag
1. Wahlgang Cem Özdemir
(Grüne)
Ja-Stimmen 93 59,2 % Grüne, CDU
Nein-Stimmen 26 16,6 %
Enthaltung 4 2,5 %
Manuel Hagel
(CDU)
34 21,7 % AfD
gesamt 157 100 %
Oben