Support
Kostenlose Download- und Informationsplattform

Hecken ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an.

Hecken (Hunsrück)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wappen Deutschlandkarte
Hecken (Hunsrück)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hecken hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 55′ N,  24′ OKoordinaten: 49° 55′ N,  24′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kirchberg (Hunsrück)
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 3,89 km²
Einwohner: 110 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55481
Vorwahl: 06763
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 048
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 5
55481 Kirchberg (Hunsrück)
Website: www.kirchberg-hunsrueck.de
Ortsbürgermeister: Otmar Kötz
Lage der Ortsgemeinde Hecken im Rhein-Hunsrück-Kreis
KarteLahrMörsdorf
Karte
Hecken aus nördlicher Richtung
Hauptstraße aus westlicher Richtung
Hecken aus östlicher Richtung
Gemeindehaus, ehemalige Schule

Hecken ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchberg (Hunsrück) an.

Geographie

Hecken liegt inmitten der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks rund drei Kilometer südlich der Stadt Kirchberg, am Rande des Kyrbachtals. Der Name leitet sich vom „Hag“ her, das ein eingehegtes Feld- oder Waldstück bezeichnet. Die Gemarkung misst 3,89 km² auf rund 390 bis 420 m ü. NN. Etwa die Hälfte der Gemarkung ist bewaldet.

Nachbarorte

Dillendorf Kirchberg (Hunsrück) Maitzborn
Dill Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Womrath
Sohrschied Lindenschied Dickenschied

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1291. Graf Johann von Sponheim erlaubte seinem Kastellauner Burgmann Herrmann von Kestilun, seine Frau Sophia auf dem Hof, der den Grafen von Sponheim gehörte, in Hecken zu bewittumen. Um das Jahr 1310, nach neueren Erkenntnissen des Landeshauptarchiv Koblenz wohl 1330–1335, wird der Ort unter dem Namen Heckin im Sponheimischen Gefälleregister der Grafschaft Sponheim erwähnt.

Beginnend mit Heinrich von Hecken, der dem Kirchberger Schöffengericht angehörte, nannte sich ein Rittergeschlecht nach dem Ort.

Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.

Im Bannholz, einem Waldgebiet zwischen Hecken, Lindenschied und Dickenschied, fanden sich früher etwa 100 Hügelgräber. Bei Planierungsarbeiten im Rahmen einer Landumlegung wurde 1953 ein Brustwendelring gefunden.

Religion

Die evangelischen Hecker gehören seit 1963 zur Evangelischen Kirchengemeinde Dickenschied im Kirchenkreis Simmern-Trarbach, die katholischen Bewohner sind Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Michael Kirchberg, wie auch die Evangelischen bis Ende 1962 Kirchberg zugeordnet waren.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Hecken besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister

Otmar Kötz wurde am 30. August 2024 Ortsbürgermeister von Hecken. Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem neuen Rat, der auf seiner konstituierenden Sitzung Otmar Kötz für fünf Jahre wählte.

Zuvor war Heinz-Jürgen Ströher Ortsbürgermeister von Hecken. Zuletzt bei der Direktwahl im Mai 2019 war er für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Bei der Wahl 2024 trat er nicht erneut an.

Wappen

Wappen von Hecken
Wappen von Hecken
Blasonierung: „In Gold aus einem grünen Dreiberg, darin ein silberner Wendelring, wachsend eine grün bespitzte und blaubesamte rote heraldische Rose auf bogigem grünem Stängel mit beidseitigen fünfblättrigen grünen Trieben.“
Wappenbegründung: Die Rose und der Dreiberg stellen eine Heckenrose auf einem Hügelgrab dar und nehmen mit dem Wendelring Bezug zu dem erwähnten Grabfund.

Das Wappen der Ortsgemeinde Hecken wurde 1997 durch das Ministerium des Innern des Landes Rheinland-Pfalz genehmigt.

Wirtschaft

In Hecken gibt es derzeit (2014) noch zwei Vollerwerbslandwirtschaftsbetriebe sowie einen Betrieb aus dem Bauhandwerk.

Sehenswürdigkeiten

Aus dem Jahr 1878 stammt ein Fachwerkhaus, das Haus Ursula genannt wird. Die ehemalige Schule wurde 1978 grundlegend renoviert. Das Haus wurde mehrere Jahre von einer Ordensgemeinschaft als Begegnungshaus genutzt und befindet sich heute in Privatbesitz. Die ehemalige Schulglocke des Gebäudes befindet sich einem separaten Glockenturm und wird abends sowie bei besonderen Anlässen, zum Beispiel bei Todesfällen oder Gottesdiensten, geläutet. Bis Ende 2012 geschah dies von Hand, seither leistet ein Elektromotor die Arbeit.

Siehe auch

  • Liste der Kulturdenkmäler in Hecken
Oben