Greiffenberg Stadt Angermünde | ||
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| Koordinaten: | 53° 5′ N, 13° 57′ O | |
| Höhe: | 30 m ü. NHN | |
| Einwohner: | 581 (Dez. 2020) | |
| Eingemeindung: | 26. Oktober 2003 | |
| Postleitzahl: | 16278 | |
| Vorwahl: | 033334 | |
Lage von Greiffenberg in Brandenburg | ||

Greiffenberg ist ein Ortsteil der Stadt Angermünde im Nordosten Brandenburgs. Bis zur Eingemeindung lautete der amtliche Name der uckermärkischen Landstadt Greiffenberg (Uckermark).
Geografische Lage
Die ehemalige Landstadt liegt etwa acht Kilometer von Angermünde entfernt unweit der Grenze zu Polen. Greiffenberg befindet sich an der Bundesstraße 198 (Angermünde – Prenzlau) und ist über die A 11 zu erreichen (Anschlussstelle Pfingstberg). Greiffenberg liegt am Flüsschen Sernitz, das die ehemalige Stadt südlich umfließt. Wenig außerhalb der Ortschaft mündet dieses in die Welse.
Auf der Gemarkung liegen bzw. zum Ortsteil Greiffenberg gehören die Wohnplätze Greiffenberg Siedlung, Peetzig und Zollende sowie historisch der abgegangene Wohnplatz Siebershof.
Geschichte
1261 wurde Greiffenberg als Ort erstmals erwähnt. Die Burg Greiffenberg im Welsetal gelegen, entstand im 13. Jahrhundert (1224) und ist anstelle eines heidnischen Vorgängerbaus in Ziegelbauweise errichtet worden. Die Burg, nur als Ruine zu besichtigen, steht erhöht am Rande des Ortes Greiffenberg in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer alten Brennerei aus dem 19. Jahrhundert. Bemerkenswert ist der für diese kleine Burganlage große Torkomplex.
Am Ort entwickelten sich zwei Gutskomplexe. Bekannte Gutsbesitzer. waren u. a. die Landräte Karl Friedrich von Wede(l)l-Parlow und Albert (Otto) von Wede(l)l-Parlow, Vater und Sohn, beide leiteten den Landkreis Angermünde. Sie nutzen ihr Gut als Nebensitz.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wiederum war der Oberstkämmerer Friedrich Wilhelm Graf von Redern, Eigentümer mehrerer Ländereien in der Region, Besitzer des Ober-Gutes Greiffenberg, hier mit 334 ha. Dieses Gut hatte nicht die rechtliche Fähigkeit eines damals konventionellen kreistagsfähigen Rittergutes. Der Besitz war zu jener Zeit verpachtet an Ober-Amtmann Gaede. 1896 besaß das Ober-Gut einen Umfang von 476 ha, Gutsherr Wilhelm Graf von Redern auf Schloß Görlsdorf. Als Grundbesitzer des Schlossgutes Greiffenberg wird etwa zeitgleich Dr. L. Wrede aufgeführt.Wrede-Greiffenberg war in erster Linie Milchproduzent und besuchte für kommende Absatzmärkte sogar 1878 die Pariser Weltausstellung.
Ende der 1920er Jahre hatte Gut Obergreiffenberg mit den 476 ha Rittergutstatus und gehörte zu einem großen Güterkomplex der Viktoria Maria Fürstin zu Lynar-Gräfin von Redern (1889–1981) zu Görlsdorf. Als örtlicher Verwalter agierte Oberinspektor Gustav Kaun.
Greiffenberg gehörte seit 1815 zum brandenburgischen Landkreis Angermünde und war so Teil der preußischen Provinz Brandenburg. Dieser Kreis bestand bis 1952, Land Brandenburg. Nachfolgend lag der Ort im DDR-Bezirk Frankfurt/Oder. Seit 1990 ist Greiffenberg im wieder gegründeten Land Brandenburg.
Galerie
Burg Greiffenberg mit Bühne.
Stadtkirche Greiffenberg.
Burg Greiffenberg. Zuwegung.
Burgturm von Burg Greiffenberg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Burg Greiffenberg
- Die Stadtkirche Greiffenberg entstand in den Jahren 1723/1724 unter Einbezug eines mittelalterlichen Vorgängerbaus. Im Innern steht unter anderem ein Kanzelaltar aus der Zeit um 1725.
Persönlichkeiten
In Greiffenberg wurden geboren:
- Max Jenne (1848–1921), Apotheker, Gründer und Teilhaber einer Großhandlung für Drogen und Chemikalien in Lübeck und langjähriger Kommunalpolitiker ebenda.
- Johannes Bürger (1860–1915), Sohn eines Apothekers, betrieb Apotheken in Vetschau und Halberstadt und begründete 1903 die heutige Ysat-Fabrik in Wernigerode.
- Geographie (Angermünde)
- Ort im Landkreis Uckermark
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Uckermark)
- Ersterwähnung 1261
- Gemeindeauflösung 2003
