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Der Geschwister-Scholl-Platz ist der Vorplatz der Ludwig-Maximilians-Universität westlich der Ludwigstraße.

Geschwister-Scholl-Platz (München)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Geschwister-Scholl-Platz
Platz in München
Geschwister-Scholl-Platz
Brunnen vor dem Hauptgebäude der Universität
Basisdaten
Landeshauptstadt München
Stadtbezirk Maxvorstadt
Einmündende Straßen Ludwigstraße
Bauwerke Ludwig-Maximilians-Universität
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr
Platzgestaltung Schalenbrunnen, Bodendenkmal „Weiße Rose

Der Geschwister-Scholl-Platz ist der Vorplatz der Ludwig-Maximilians-Universität westlich der Ludwigstraße.

Sein östliches Pendant auf der anderen Seite der Ludwigstraße heißt Professor-Huber-Platz.

Die beiden Plätze wurden 1946 nach den Geschwistern Scholl beziehungsweise nach Kurt Huber benannt. Zuvor hatten sie keinen Namen. Sie wurden zuvor der Ludwigstraße zugerechnet, so dass die Benennung der beiden Plätze auch unter dem Stichwort „Umbenennung“ geführt wird.

Brunnen

Auf dem Geschwister-Scholl-Platz und dem Professor-Huber-Platz befindet sich jeweils ein Springbrunnen. Die beiden Brunnen wurden in den Jahren 1842 bis 1844 nach Plänen von Friedrich von Gärtner geschaffen. Mittlerweile stehen sie unter Denkmalschutz. Da ihre Vorbilder auf dem Petersplatz in Rom stehen, werden sie auch Römische Brunnen genannt. Sie sind im Sockel achteckig, haben jeweils fast 10 Meter Durchmesser und eine 8,20 Meter hohe Brunnensäule. Das hochgeleitete Wasser wird von einer mittleren Schale aufgefangen, um dann wiederum wie ein durchsichtiger Vorhang in das untere Steinbecken zu fallen.

Unterirdisch befinden sich Gänge mit den Wasserleitungen. 1955 hatte eine Sanierung stattgefunden. Die wasserführenden Rohre wurden mit der Zeit undicht, weshalb die Brunnen 2023/24 nochmals saniert wurden. Für rund 2 Millionen Euro wurde die gesamte Technik erneuert, die Außenseiten wurden neu lackiert.

Mahnmal für die Weiße Rose

Das Weiße-Rose-Mahnmal auf dem Geschwister-Scholl-Platz erinnert mit verstreuten Flugblättern aus Stein an die letzte Aktion der Weißen Rose

Vor dem Haupteingang der Universität liegt ein Bodendenkmal für die „Weiße Rose“. Es zeigt auf einer etwa 15 Meter langen Fläche steinerne Nachbildungen der Flugblätter und anderer Dokumente sowie Beschreibungen und Porträts der hingerichteten Widerstandskämpfer.

Die steinernen Blätter sind in thematischen Gruppen angeordnet. Direkt vor dem Haupteingang befindet sich ein größeres Blätterensemble, das den Verurteilten des ersten Weiße-Rose-Prozesses gewidmet ist: Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst. Weiter zum Platz hin folgen, in kleineren Gruppen und ebenfalls vermischt mit Flugblättern, Dokumente zu den anderen Hingerichteten (Alexander Schmorell, Willi Graf, Kurt Huber, Hans Leipelt) und zu den Todesurteilen (Urteilstexte sowie Zeitungsnachrichten zu den Todesurteilen).

Siehe auch

  • Liste der Plätze in München
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