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Eschenau ist eine Gemeinde mit 1273 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich.

Eschenau (Niederösterreich)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eschenau
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Eschenau
Eschenau (Niederösterreich) (Österreich)
Eschenau (Niederösterreich) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Lilienfeld
Kfz-Kennzeichen: LF
Fläche: 24,72 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 15° 34′ OKoordinaten: 48° 2′ 56″ N, 15° 34′ 3″ O
Höhe: 406 m ü. A.
Einwohner: 1.273 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 51 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3153
Vorwahl: 02762
Gemeindekennziffer: 3 14 02
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptplatz 1
3153 Eschenau
Website: eschenau.at
Politik
Bürgermeister: Günter Buchner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(19 Mitglieder)
13
6
13 6 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Eschenau im Bezirk Lilienfeld
Lage der Gemeinde Eschenau (Niederösterreich) im Bezirk Lilienfeld (anklickbare Karte)AnnabergEschenauHainfeldHohenbergKaumbergKleinzellLilienfeldMitterbach am ErlaufseeRamsauRohrbach an der GölsenSt. Aegyd am NeuwaldeSt. Veit an der GölsenTraisenTürnitzNiederösterreich
Lage der Gemeinde Eschenau (Niederösterreich) im Bezirk Lilienfeld (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Eschenau ist eine Gemeinde mit 1273 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich.

Geografie

Eschenau liegt im Mostviertel in Niederösterreich in einem Seitental der Traisen etwa 20 km südlich von St. Pölten. Die Fläche der Gemeinde, eine Kirchen- und Streusiedlung, umfasst 24,72 Quadratkilometer, 49,68 Prozent sind bewaldet. Der höchste Berg ist der Lindenberg (946 m ü. A., ⊙), gefolgt vom Lorenzipechkogel (883 m ü. A., ⊙). Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Kaiserkogel mit der Kaiserkogelhütte (716 m ü. A., ⊙).

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

  • Eschenau (567) samt Entzberg, Inzenreith und Windbichl
  • Laimergraben (25)
  • Rotheau (470) samt Au und Schloss Klafterbrunn
  • Sonnleitgraben (25)
  • Steubach (162) samt Buchberg, Ehrenecker Kogel, Lechner Kogel und Uferweg-Siedlung
  • Wehrabach (24)

Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden: Eschenau und Wehrabach.

Nachbargemeinden

Hofstetten-Grünau (PL) Wilhelmsburg (PL)
Rabenstein an der Pielach (PL) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt St. Veit an der Gölsen
Kirchberg an der Pielach (PL) Lilienfeld Traisen

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

1230 wurde der Ort urkundlich als „Eschenowe“ im Besitz des Stiftes Lilienfeld erwähnt. Damals war die Pfarre vom Stift inkorporiert. Im 13. Jahrhundert befand sich in der Nähe des Teilortes Rotheau die Altenburg, der Stammsitz des Ministerialgeschlechts der Altenburger. Seit 1786 ist Eschenau eine eigenständige Pfarre.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Eschenau ein Bäcker, ein Fleischer, zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Holzhändler, ein Sägewerk, ein Schlosser, zwei Schmiede, ein Schneider und zwei Schneiderinnen, zwei Schuster, ein Tischler, ein Viehhändler, eine Zuchtgenossenschaft für Murbodner Rinder, ein Wagner, ein Zementwarenerzeuger und zahlreiche Landwirte ansässig.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1162 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1016 Einwohner, 1981 1024 und im Jahr 1971 1020 Einwohner.

Eschenau: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
842
1880
  
930
1890
  
928
1900
  
980
1910
  
1.001
1923
  
1.092
1934
  
957
1939
  
948
1951
  
890
1961
  
887
1971
  
1.020
1981
  
1.024
1991
  
1.016
2001
  
1.162
2011
  
1.361
2021
  
1.297
2026
  
1.273
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Eschenau in Niederösterreich
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Eschenau
  • Katholische Pfarrkirche Eschenau in Niederösterreich hl. Katharina: Eine schlichte Saalkirche um 1300 mit eingezogenem quadratischen Chorquadrat und einem wuchtigen südlichen vorgestellten Wehrturm, der 1541 ausgebaut wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 70 Landwirtschaftsbetrieben des Jahres 2010 waren 38 Nebenerwerbsbetriebe. Fast zwei Drittel der Betriebe des Produktionssektors stellen Waren her, der größte Arbeitgeber ist aber die Bauwirtschaft, die 129 Arbeitnehmer beschäftigt. Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor arbeitet in sozialen und öffentlichen Diensten.

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 70 79 61 59
Produktion 15 12 156 85
Dienstleistung 47 28 130 105

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Berufspendler

Im Jahr 2011 lebten 704 Erwerbstätige in Eschenau. Davon arbeiteten 168 in der Gemeinde, 536 pendelten aus. Dafür kamen 179 Personen aus der Umgebung zur Arbeit nach Eschenau.

Verkehr

  • Straße: Durch die Gemeinde führt die L107 Rotheau – Rabenstein an der Pielach, die Traisental und Pielachtal verbindet.

Öffentliche Einrichtungen

In Eschenau gibt es einen Kindergarten.

Politik


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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

  • Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990: ÖVP 13, SPÖ 4, FPÖ 2.
  • Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995: ÖVP 14, SPÖ 2, Rotheau/Eschenau Aktive Liste (REAL) 2, FPÖ 1.
  • Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000: ÖVP 12, SPÖ 6, FPÖ 1.
  • Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005: ÖVP 12, SPÖ 6, Überparteiliche Bürgerliste Eschenau/Rotheau 1.
  • Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010: ÖVP 13, SPÖ 5, FPÖ 1.
  • Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015: ÖVP 13, SPÖ 5, FPÖ 1.
  • Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020: ÖVP 15, SPÖ 4.
  • Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025: ÖVP 13, SPÖ 6.

Bürgermeister

  • Franz Moser
  • 1945 Gustav Neuber
  • 1946–1960 Josef Kaiser
  • 1960–1970 Anton Haidinger
  • 1970–1987 Josef Kaiser
  • 1987–1991 Fridolin Oblasser
  • 1992–1996 Hubert Wochner
  • 1996–2000 Karl Teicher
  • 2000–2008 Franz Wögerer
  • 2008–2025 Alois Kaiser (ÖVP)
  • seit 2025 Günter Buchner (ÖVP)

Personen

Ehrenbürger

Die Gemeinde ernannte folgende Ehrenbürger:

  • 1923: Alberich Johannes Heidmann, Abt von Lilienfeld
  • 1923: Johann Renz, Vizebürgermeister
  • 1923: Hans Theimer, Volksschuldirektor
  • 1924: Raimund Anton de Padua Chall, Pfarrer
  • 1927: Johann Kaltenbäck, Sägewerkbesitzer
  • 1929: Alfons Kryza-Gersch, Bezirkshauptmann
  • 1946: Ignaz Brandstätter, Obmann des Ortsbauernrates
  • 1951: Johann Waltner, Landesrat
  • 1952: Josef Kaiser, Bürgermeister
  • 1961: Friedrich Rudolf Pfennigbauer, Abt von Lilienfeld
  • 1970: Anton Haidinger, Bürgermeister
  • 1982: Engelbert Tomsche, Pfarrer
  • 1988: Josef Kaiser, Bürgermeister
  • 1999: Fridolin Oblasser, Bürgermeister
  • 2019: Franz Wögerer, Bürgermeister
  • 2021: Ambros Weber, Pfarrer
  • 2022: Christian Kolonovits, Musiker
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