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Clara Rühle (geboren am 14. April 1885 in Stuttgart; gestorben 3. März 1947 in Münsingen) war eine deutsche Malerin, Grafikerin und Kunsthandwerkerin. Sie war e

Clara Rühle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Brienzersee (1928)

Clara Rühle (geboren am 14. April 1885 in Stuttgart; gestorben 3. März 1947 in Münsingen) war eine deutsche Malerin, Grafikerin und Kunsthandwerkerin. Sie war eine Vertreterin der Neuen Sachlichkeit.

Leben

Von 1907 bis 1911 besuchte Rühle die Städtische Gewerbeschule Stuttgart, von 1912 bis 1913 die Kunstgewerbeschule Stuttgart unter Bernhard Pankok und Johannes Joseph Vincenz Cissarz. Von 1916 bis 1920 studierte Rühle an der Stuttgarter Akademie der Künste bei Robert Poetzelberger, Heinrich Altherr und Adolf Hölzel. Obwohl Rühle eher zur figürlichen Stilrichtung von Poetzelsberger und Altherr neigte, besuchte sie dennoch parallel die Damenklasse von Hölzel.

Rühle war von 1914 bis 1945 Mitglied im Württembergischen Malerinnenverein (WMV) und bis 1947 auch im Nachfolgeverein Bund Bildender Künstlerinnen Württembergs. Von 1925 bis 1943 hatte sie eine Atelierwohnung im Atelierhaus in Stuttgart und anschließend im Sommerhaus des WMV in Anhausen. Während der Jahre der nationalsozialistischen Gleichschaltung von 1933 bis 1945 war sie erste Vorsitzende des WMV. Sie verbrachte mit ihrer Stellvertreterin Elise Daimler häufig Zeit zum Malen im Sommerhaus des WMV in Anhausen.

Rühle trat bereits zum 1. September 1931 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 618.297). In der Zeit des Nationalsozialismus war sie Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste.

Werke

Rühle entwickelte ihren eigenen Stil im Rahmen der Neuen Sachlichkeit. Neben Bildnissen fertigte Rühle dekorative Accessoires wie bestickte Kissen nach eigenen Entwurfsmustern.

Rühles Werke sind in den Sammlungen folgender Institutionen vertreten: Stadtarchiv Stuttgart, Galerie der Stadt Stuttgart (heute Kunstmuseum Stuttgart), Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart und Regierungspräsidium Stuttgart.

Ausstellungen (Auswahl)

Rühles Werke wurden in folgenden Gruppenausstellungen gezeigt:

  • 1915: Ausstellung zugunsten württembergischer Künstler, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart.
  • 1918: Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein, Köln.
  • 1920, 1924, 1927: Frauenkunstverband.
  • 1923, 1926: Stuttgarter Sezession.
  • 1923: Große deutsche Kunstausstellung für freie und angewandte Kunst, Karlsruhe.
  • 1925: Große schwäbische Kunstschau, Künstlerbund Stuttgart.
  • 1927, 1935: Kunsthaus Schaller, Stuttgart.
  • 1927: Jubiläumsausstellung, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart.
  • 1931, 1932: Juryfreie Künstlervereinigung, Stuttgart.
  • 1931: Künstlerbund Stuttgart.
  • 1934: Aus dem Kunstbesitz der Stadt Stuttgart.
  • 1934: Süddeutsche Kunst in München, Neue Pinakothek, München
  • 1936: Die Straßen Adolf Hitlers in der Kunst, Berlin, Schloss Schönhausen, und München
  • 1937: Kunstausstellung des Hilfswerks für die deutsche bildende Kunst in der NS-Volkswohlfahrt, Kunstgebäude, Stuttgart
  • 1939: Kunst und Technik, Ausstellungsgelände der Stadt Dresden
  • 1961: Hölzl und sein Kreis, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart.
  • 1995: Frauen im Aufbruch? Künstlerinnen im deutschen Südwesten 1800–1945 in der Städtischen Galerie im Prinz-Max-Palais (Karlsruhe) und anschließend in der Städtischen Galerie „Lovis-Kabinett“ in Villingen-Schwenningen.
  • 2015: Die Klasse der Damen – Künstlerinnen erobern sich die Moderne in der Städtischen Galerie in Böblingen (32 Werke von Ida Kerkovius, Maria Caspar-Filser, Margarete Oehm, Alice Haarburger, Clara Rühle, Erna Raabe und Maria Hiller-Foell).
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