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Carsten Dietmar Träger (* 25. Oktober 1973 in Fürth; † 21. März 2026 in Innsbruck) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 2013 (mit kurzer Unterbrechung

Carsten Träger

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Carsten Dietmar Träger (* 25. Oktober 1973 in Fürth; † 21. März 2026 in Innsbruck) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 2013 (mit kurzer Unterbrechung nach der Bundestagswahl 2017) bis zu seinem Tod 2026 Mitglied des Deutschen Bundestages und ab 2025 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Carsten Träger (2021)

Inhaltsverzeichnis

Leben

Träger war der Sohn des Fürther Bürgermeisters Hartmut Träger. Er machte 1993 am Hardenberg-Gymnasium Fürth das Abitur und leistete anschließend seinen Wehrdienst.

Träger studierte von 1994 bis 2001 Politikwissenschaften, Geschichte und Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und schloss das Studium als Magister artium (M.A.) ab. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des bayerischen Landtagsabgeordneten und späteren Fürther Oberbürgermeisters Thomas Jung. Nach einem Volontariat zum PR-Berater in der Agentur König Kommunikation GmbH in Nürnberg machte er sich im Jahr 2002 in Fürth über das Förderprogramm der Ich-AG mit der Werbeagentur Träger Public Relations als Werbeberater selbstständig. Die Agentur führte er bis 2010.

Er absolvierte 2006/2007 eine berufsbegleitende Weiterbildung an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing in Nürnberg, die er als Kommunikationswirt (BAW) beendete.

Von 2010 bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag im Jahr 2013 war Träger hauptberuflich als Koordinator in der Werbeabteilung der Sparkasse Fürth tätig.

Träger war ab 2007 verheiratet und Vater von zwei Töchtern (* 2007 und * 2011). Er lebte im Fürther Stadtteil Oberfürberg.

Träger starb am 21. März 2026 mit 52 Jahren im Klinikum Innsbruck, nachdem er während eines Skiurlaubs kollabiert war.

Politik

Träger wurde durch sein sozialdemokratisches Elternhaus geprägt. Im Jahr 1995, im Alter von 22 Jahren, trat Träger in die SPD ein. Von 2002 bis 2013 war er Mitglied des Fürther Stadtrates; er war dort ab 2008 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Als ehrenamtlicher Stadtrat war er Pfleger für die Städtischen Kindertagesstätten. Er war Mitglied in den folgenden Ausschüssen: Grundstücks- und Wirtschaftsausschuss, Finanzausschuss, Umweltausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss (Vorsitzender). Träger war ab 2008 außerdem Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Fürth. Zusätzlich war Träger Mitglied in folgenden Organisationen: Arbeiterwohlfahrt, Sozialverband VdK Deutschland, Naturschutzbund Deutschland und der Europa-Union Deutschland.

Im Juli 2014 wählte der Bezirksparteitag der mittelfränkischen SPD in Treuchtlingen Träger mit 41 von 79 abgegebenen Stimmen zum neuen Bezirksvorsitzenden. Träger setzte sich gegen die Gegenkandidatin Stefanie Schäfer aus Nürnberg durch und beerbte Christa Naaß in dieser Funktion nach 16 Jahren. Auf den Bezirksparteitagen 2016, 2018, 2020 und 2022 wurde Träger ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt.

Abgeordneter

Im Juli 2012 wurde Träger als Direktkandidat der SPD für den Bundestagswahlkreis Fürth nominiert. Am 22. September 2013 trat er erfolgreich auf dem 11. Listenplatz der SPD für den 18. Deutschen Bundestag an und wurde über die Landesliste in den Bundestag gewählt. Er wurde damit Nachfolger der SPD-Bundestagsabgeordneten Marlene Rupprecht, die aus Altersgründen nicht mehr kandidiert hatte.

Im 18. Deutschen Bundestag war Träger Mitglied im Sportausschuss. Träger gehörte zu den Befürwortern der Agenda 2010.

Eine erneute Wahl in den 19. Deutschen Bundestag gelang Träger bei der Bundestagswahl 2017 am 24. September 2017 nicht. Durch das schlechte Abschneiden der SPD in Bayern und den 19. Listenplatz auf der Landesliste der SPD reichte das Ergebnis zur Wiederwahl nicht für ein Mandat im Bundestag. Nach dem Tod von SPD-MdB Ewald Schurer kam er am 6. Dezember 2017 als Nachrücker wieder in den Bundestag. Er war Obmann des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Zudem war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft. Am 30. Januar 2018 wurde Carsten Träger zum umweltpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion gewählt. Von 2019 bis 2022 war Carsten Träger Mitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.

Bei der Bundestagswahl 2021 wurde Träger über die Landesliste erneut in den Bundestag gewählt. Am 16. Dezember 2021 wurde er auch für die Legislaturperiode des 20. Deutschen Bundestags zum umweltpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion gewählt und war damit Obmann der SPD im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Außerdem war er stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Ernährung und Landwirtschaft sowie für Klimaschutz und Energie. Am 13. Januar 2022 wurde er zudem in den erweiterten Vorstand der Fraktion gewählt. Ab dem 26. September 2023 war er Co-Vorsitzender der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion.

Zur Bundestagswahl 2025 trat Träger im Bundestagswahlkreis Fürth sowie auf Listenplatz 1 der Landesliste und damit als Spitzenkandidat der BayernSPD an. Er erreichte 17,9 Prozent der Erststimmen und unterlag damit Tobias Winkler (CSU) und Bastian Treuheit (AfD). Er wurde jedoch über die Landesliste der SPD Bayern in den 21. Deutschen Bundestag gewählt.

Im Rahmen der Bildung des Kabinetts Merz wurde er am 6. Mai 2025 zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider (SPD), ernannt.

Nach seinem Tod rückte David Mandrella für ihn in den Bundestag nach.

Mitgliedschaften

Träger war ab 2018 Mitglied im Kuratorium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und ab 2022 im Kuratorium Deutsche Stiftung Verbraucherschutz. 2022 und 2023 war er Mitglied im Kuratorium des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (KENFO).

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