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Die Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg ist eine zweigleisige, elektrifizierte Hauptbahn in Bayern. Sie führt von Treuchtlingen im südlichen Mittelfranken über G

Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Treuchtlingen–Würzburg Hbf
Streckenverlauf
Streckennummer (DB):5321
Kursbuchstrecke (DB):920
Kursbuchstrecke:415 (1946)
322 (Heidingsfeld West – Würzburg Hbf 1946)
Streckenlänge:140,2 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Streckengeschwindigkeit:160 km/h
Zugbeeinflussung:PZB
Zweigleisigkeit:durchgehend
Legende
Strecke
von München
Abzweig geradeaus und von links
von Donauwörth
Bahnhof
0,000 Treuchtlingen 420 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Nürnberg Hbf
ehemaliger Bahnhof
3,950 Wettelsheim
ehemaliger Bahnhof
8,030 Markt Berolzheim 415 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
11,340 Ehlheim
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
15,182 Windsfeld-Dittenheim 416 m
ehemalige Blockstelle
19,330 Aha (Bk)
Brücke
Bundesstraße 13
Brücke über Wasserlauf
23,072 Altmühl (156 m)
Abzweig geradeaus und von links
von Nördlingen
Bahnhof
23,684 Gunzenhausen 421 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Pleinfeld
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 466
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 13
Haltepunkt / Haltestelle
29,630 Muhr am See (bis 1976 Altenmuhr) 422 m
Bahnhof
35,577 Triesdorf 435 m
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 13
ehemaliger Bahnhof
41,190 Winterschneidbach
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesautobahn 6
Blockstelle
43,209 Ansbach Stadt (Awanst)
Abzweig geradeaus und nach links
Anschluss Gewerbepark Brodswinden Süd
ehemalige Blockstelle
45,600 Steinbach (Bk)
Abzweig geradeaus und von rechts
von Nürnberg Hbf
Bahnhof
51,381 Ansbach 408 m
Abzweig geradeaus und nach links
nach Crailsheim
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 13
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
59,551 Lehrberg 411 m
Brücke über Wasserlauf
Fränkische Rezat
ehemaliger Bahnhof
64,170 Rosenbach (Bay) 422 m
Bahnhof
70,765 Oberdachstetten 438 m
Brücke
Bundesstraße 13
ehemalige Blockstelle
75,280 Markt Bergel (Bk)
Haltepunkt / Haltestelle
79,854 Burgbernheim-Wildbad
(bis 1978 Burgbernheim Bahnhof)
392 m
Abzweig geradeaus und von rechts
von Bad Windsheim
Brücke
Bundesstraße 470
Abzweig geradeaus und von links
von Dombühl
Bahnhof
83,135 Steinach (b Rothenburg o d Tauber) 368 m
ehemaliger Bahnhof
90,120 Ermetzhofen 380 m
Blockstelle
90,404 Ermetzhofen (Awanst) 380 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
Güterverladung Knauf
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 13
Bahnhof
96,247 Uffenheim 340 m
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
102,600 Herrnberchtheim 309 m
ehemaliger Bahnhof
106,310 Gnötzheim
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
112,000 Obernbreit
Bahnhof
113,493 Marktbreit 206 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
Mainländebahn Marktbreit
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesautobahn 7
Abzweig geradeaus und von rechts
Mainländebahn Ochsenfurt
Bahnhof
118,981 Ochsenfurt 192 m
Abzweig geradeaus und ehemals nach links
nach Weikersheim
Haltepunkt / Haltestelle
123,384 Goßmannsdorf
Bahnhof
126,253 Winterhausen 189 m
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
128,610 Rottenbauer
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesautobahn 3
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
132,550 Randersacker
Bahnhof
133,900 Würzburg-Heidingsfeld Ost
Kilometer-Wechsel
134,000
133,997
Kilometersprung -3 m
Abzweig geradeaus und von links
von Stuttgart
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
134,207 Würzburg-Heidingsfeld West
Brücke über Wasserlauf
135,561 Main (192 m)
Strecke mit Straßenbrücke
Bundesstraße 19
Haltepunkt / Haltestelle
137,777 Würzburg Süd
Abzweig geradeaus und von rechts
von Rottendorf und von Fürth
Brücke
139,100 Bundesstraße 8 185 m
Bahnhof
140,241 Würzburg Hbf 181 m
Verschwenkung von linksVerschwenkung von rechts
Kreuzung geradeaus untenAbzweig geradeaus und nach rechts
nach Hannover (Schnellfahrstrecke)
StreckeStrecke
nach Veitshöchheim und nach Aschaffenburg

Quellen:

Die Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg ist eine zweigleisige, elektrifizierte Hauptbahn in Bayern. Sie führt von Treuchtlingen im südlichen Mittelfranken über Gunzenhausen, Ansbach, Marktbreit und Ochsenfurt in die unterfränkische Bezirkshauptstadt Würzburg.

Geschichte

Die Strecke bestand ursprünglich aus drei kürzeren Strecken:

  1. Der am 1. Juli 1859 eröffneten Strecke von Ansbach nach Gunzenhausen,
  2. der am 1. Juli 1864 eröffneten Strecke von Würzburg nach Ansbach und
  3. der am 2. Oktober 1869 eröffneten Strecke von Gunzenhausen nach Treuchtlingen.

Da die Stadt Ansbach zunächst keinen Anschluss an die Ludwig-Süd-Nord-Bahn hatte, ließ sie auf eigene Rechnung eine Verbindungsbahn als Pachtbahn nach Gunzenhausen bauen. Den Betrieb auf dieser dritten bayerischen Pachtbahn nach Neuenmarkt – Bayreuth (1853) und Pasing – Starnberg (1854) führte die Königlich Bayerische Eisenbahn durch.

Mit dem Bahnbaugesetz von 1861 wurde die gesamte Strecke Treuchtlingen – Würzburg fertiggestellt, wodurch Ansbach zum Durchgangsbahnhof wurde. Mit Erstellung der Strecke Ingolstadt–Treuchtlingen–Gunzenhausen erfolgte schließlich 1869 der Lückenschluss.

Vor 1883 wurde die Trasse zwischen dem Bahnhof Gunzenhausen und dem Dorf Laubenzedel um mehrere hundert Meter Richtung Osten, näher an die Strecke nach Pleinfeld, verschoben. Die Streckenlänge erhöhte sich dadurch um 0,78 Kilometer.

Die Strecke wurde durchgehend zweigleisig ausgebaut. Das zweite Gleis war dabei zwischen Ansbach und Steinach ab dem 1. Oktober 1894 und zwischen Steinach und Ochsenfurt ab dem 1. Mai 1895 in Betrieb. Auf der Strecke verkehrten auch Güterzuge mit Personenbeförderung.

Die Strecke ist seit dem 15. März 1965 elektrifiziert. 1978 wurde im Rahmen eines Pilotprojektes bei insgesamt 15 Halten die Bedienung im Personenverkehr eingestellt. Busse übernahmen die Funktion. 1993 endete an vielen Bahnhöfen zudem der Güterverkehr.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 wurde der Haltepunkt Burgbernheim-Wildbad reaktiviert.

Am Abend des 18. Juli 2016 erfolgte im Abschnitt zwischen Ochsenfurt und Würzburg ein Anschlag in einem Regionalzug, bei dem ein 17-jähriger afghanischer Flüchtling Passagiere mit einer Axt und einer Stichwaffe attackierte und zum Teil schwer verletzte. Der Täter wurde bei seiner Flucht im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld von Spezialeinsatzkräften erschossen. Am Tag nach der Tat beanspruchte die Terrororganisation Islamischer Staat über ihr Propaganda-Sprachrohr Amaq die Täterschaft für sich und veröffentlichte ein Video im Internet, in dem der Täter, der „Muhammad Riyad“ benannt wird, in paschtunischer Sprache mit einem Messer in der Hand drohte: „Ich bin ein Soldat des Islamischen Staates und beginne eine heilige Operation in Deutschland.“

Stellwerksseitig wurde von 2016 ab der Streckenteil nördlich von Ansbach ins ESTW Würzburg-Heidingsfeld integriert. Örtlich besetzte Betriebsstellen gibt es noch in Ansbach, Gunzenhausen und Treuchtlingen.

2018 erhielten die Bahnhöfe Oberdachstetten und Uffenheim in Vorbereitung auf die Umstellung auf elektronische Stellwerkstechnik neue Bahnsteige mit einer Bahnsteighöhe von 760 mm.

Im Bahnhof Würzburg-Heidingsfeld Ost wurde zum Beginn des Fahrplanjahres 2023 der Personenverkehr nach dessen Einstellung Ende der 1980er Jahre wieder aufgenommen. Dazu wurden ab August 2021 die Personenverkehrsanlagen errichtet.

Unfälle

Ein schweres Zugunglück auf der Strecke ereignete sich am 30. April 1987 in Ansbach, als ein nach Würzburg fahrender Güterzug in die Flanke eines nach Stuttgart verkehrenden Schnellzugs fuhr. Insgesamt vier Wagen des Schnellzugs entgleisten und rutschten den Bahndamm hinunter, wobei sie mehrere Gebäude beschädigten. Ein Mensch starb, zahlreiche weitere wurden schwer verletzt. Die Bergung der Wagen war schwierig, da sie abzustürzen drohten.

Die Ursache des Unglückes war die Missachtung des Halt zeigenden Ausfahrsignals durch den Lokführer des Güterzuges, der fälschlicherweise das auf Fahrt stehende Ausfahrsignal des Schnellzugs auf seinen Zug bezog.

Streckenbeschreibung

Die Strecke ist 140,2 Kilometer lang. Von einstmals 29 Unterwegsbahnhöfen und -haltepunkten werden heute im Personenverkehr noch 15 bedient.

In der Nähe des Bahnhofes Oberdachstetten befindet sich ein Unterwerk.

Die Bahnstrecke verlässt den Kreuzungsbahnhof Treuchtlingen in nordwestlicher Richtung und folgt der weiten Talniederung der Altmühl bis Gunzenhausen, wo sie in einem Rechtsbogen Parallellage zur Strecke Nördlingen–Pleinfeld der älteren Ludwig-Süd-Nord-Bahn erreicht und diese nach dem Bahnhof Gunzenhausen in einem Linksbogen wieder verlässt. Der Abschnitt bis Gunzenhausen wird dabei auch als Altmühlbahn bezeichnet. Die Strecke steigt dann in der Nähe des Altmühlsees wieder weiter sehr geradlinig die Anhöhen zum Tal der Fränkischen Rezat sanft hinan. Ab Winterschneidbach senkt die Strecke sich am Büchenbachgraben an die Südflanke des Rezattals. Zur Minimierung des Abstiegs und der damit einhergehenden Brennstoffersparnis wurde der Bahnhof Ansbach (408 m ü. NN) erhöht am Rande der Stadt (396 m ü. NN) in der Flanke des sogenannten Triesdorfer Berges errichtet. Aus dem gleichen Grund wechselt die später gebaute Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim auf Höhe des heutigen Stadtteils Eyb das Rezatufer.

Vom Bahnhof Ansbach aus führt die Strecke an der flachen Westflanke der Rezatniederung über Lehrberg Markt nach Oberdachstetten, wo die Bahntrasse nicht nur an der Rezatquelle vorbeiführt, sondern auch an die Geländekante der Windsheimer Bucht über Marktbergel Markt herantritt und an ihr bis Steinach bei Rothenburg abfällt. Über kleinere Bachsenken verläuft die Strecke nach Uffenheim, das östlich umfahren wird. Bei Herrnberchtheim quert sie Oberläufe der Iff, nutzt dann aber das Tal des Ickbachs, um an Gnötzheim vorbei an die Südflanke des Breitbachtals über Obernbreit an den südlichen Talflankenfuß des Maintals in Marktbreit zu gelangen. Diesem folgt die Trasse nun auf der linken Mainseite bis ins Stadtgebiet von Würzburg, wo bei Sanderau der Fluss überbrückt und der ehemalige Befestigungsring der Stadt bis zum Hauptbahnhof Würzburg umrundet wird.

Mainländebahn Ochsenfurt

Mainländebahn Ochsenfurt

In einem Schreiben vom 10. August 1888 informierte der Ochsenfurter Bürgermeister Ferdinand Sertorius das Königliche Staatsministerium in München über eine Petition, dass am rechten Ufer des Mains unterhalb der Eisenbahnbrücke ein Floßhafen errichtet werden solle. Die Stadt begann im Sommer 1889 mit den Projektierungsarbeiten und wollte notfalls die Baukosten selbst tragen.

Am 24. April 1890 wurde beschlossen, einen Floßhafen in Würzburg abzulehnen und die Gleisverbindungen zum Main in Kitzingen, Ochsenfurt, Würzburg und Marktbreit zu genehmigen. Die Abgeordnetenkammer in München stellte 138.000 Mark zur Verfügung.

Der erste Bauabschnitt vom Bahnhof bis zum Main wurde bis Mitte Oktober 1890 abgeschlossen. Drei Ladestellen für Langholz, für Kies und für die Rangschifferei wurden eingerichtet. Im März 1891 fuhren die ersten Lokomotiven auf die Mainländebahn. Ein Jahr später erreichte sie mit 2900 Metern Länge ihre größte Ausdehnung. 1929 kamen bis zu 130 Wagenladungen Holz täglich aus dem Frankenwald am Hafen an.

Die US-Army beförderte im Besatzungsverkehr von 1951 bis 1954 10.397 Wagen mit 110.000 Tonnen Kriegsmaterial, um es auf die Schiffe zu verladen. Dazu waren zwischen der Eisenbahnbrücke und dem südlichen Streckenende von 1950 bis 1955 fünf Gleise mit einer Gesamtlänge von 8200 Metern verlegt.

Der Stadtrat beschloss 1975 mangels Auslastung einen ersten Rückbau. Am 15. Dezember 2002 stellte die Deutsche Bahn den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen endgültig ein.

Dennoch verblieb Güterverkehr auf der Strecke. Von Herbst 2004 bis Sommer 2008 fuhren Kesselwagenzüge mit Rapsöl ins Hafengelände, um bei einer dortigen Firma entleert zu werden.

2025 wurde ein Teil der Strecke zu einem Radweg umgebaut.

Mainländebahn Marktbreit

Hafen Marktbreit zwischen 1930 und 1940

Die Stadt Marktbreit betreibt als Eisenbahninfrastrukturunternehmen die Mainländebahn Marktbreit für das Gewerbegebiet „Spitzwasen“. Der Anschluss schließt in km 1,440 an das Zuführungsgleis zur Mainlände des Bahnhofs Marktbreit und damit an die Eisenbahninfrastruktur der DB AG in Richtung Ochsenfurt an. Er ist 1,11 km lang. Die gesamte Gleislänge mit Umfahrungsgleis beträgt 1,426 km. Das Industriegleis und die ansässigen Firmen werden von DB Cargo bedient. Das heute vorhandene Industriegleis ist der Rest einer größeren Hafenbahnanlage, die in Richtung Kitzingen bis zum Alten Kranen führte und schon vor vielen Jahren stillgelegt wurde.

Verkehr und Fahrzeugeinsatz

Geschichte

Die Strecke hatte früher eine große Bedeutung im deutschen Nord-Süd-Fernverkehr. Da der 24 Kilometer längere Umweg über Nürnberg oftmals vermieden werden sollte, wurden die Züge zwischen Würzburg und Treuchtlingen mit einer Dampf- oder Diesellokomotive vor die ansonsten mit elektrischer Traktion gefahrenen Züge gespannt. Heute (2018) befahren einige Intercity-Express-Zugpaare aus Hamburg und Bremen nach München die Strecke, jedoch ohne Halt zwischen Würzburg und Augsburg. Hinzu kommen die Intercity-Zugpaare „Königssee“ und „Großglockner“ sowie einige Wochenend-Verstärker, welche in Treuchtlingen, Gunzenhausen, Ansbach und teilweise in Steinach halten.

Nachdem im Personennahverkehr Wendezüge im Einsatz waren, die von den Baureihen 111, 112 und 143 bespannt waren, wurde der Nahverkehr auf der Strecke wurde bis Dezember 2021 von DB Regio im Rahmen des E-Netzes Würzburg betrieben. Es verkehrten im Stundentakt Triebzüge der Baureihe 440 als Regionalbahn Treuchtlingen–Würzburg. Einzelne zusätzliche Züge verdichteten das Angebot werktags in den Hauptverkehrszeiten zwischen Marktbreit und Würzburg zu einem annähernden 20/40-Minuten-Takt, an Werktagen wurden außerdem vier Zugpaare über Würzburg hinaus auf der Main-Spessart-Bahn bis Karlstadt (Main) durchgebunden. Im Fahrplanjahr 2022 kamen im Rahmen eines Übergangsvertrags Züge der Baureihe 425 zum Einsatz, die von DB Regio betrieben wurden. Mit der Einführung der Liniennummern im SPNV in Bayern wurden alle Fahrten auf der Bahnstrecke als RB80 bezeichnet. Ausgenommen davon waren die Züge, die aus Richtung Lauda auf die Strecke treffen und nur zwischen Würzburg-Heidingsfeld West und Würzburg Hauptbahnhof auf der Strecke verkehrten.

Situation seit 2022

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 übernahm Go-Ahead Bayern (mittlerweile umbenannt zu Arverio Bayern) den Betrieb des Nahverkehrs für zwölf Jahre, nachdem das Unternehmen die Ausschreibung für das Los 1 der Augsburger Netze gewonnen hatte. Im Zuge dieser Neuausschreibung wurden mit Ausnahme der Hauptverkehrszeit-Verstärker zwischen Würzburg und Marktbreit alle Züge als Regional-Express der Linie RE80 bezeichnet, obwohl diese im gesamten Streckenverlauf an allen Bahnhöfen mit Personenverkehr und Haltepunkten halten. Es werden dreiteilige Fahrzeuge vom Typs Siemens Mireo und fünfteilige Fahrzeuge vom Typ Siemens Desiro HC eingesetzt.

Zusätzlich zu den bisherigen Nahverkehrsleistungen gibt es nun durchgehende Leistungen nach München Hbf über Augsburg. Es wird in der Regel alle zwei Stunden der Zug nach München Hauptbahnhof durchgebunden, wobei der letzte über Treuchtlingen hinaus durchgebundene Zug bereit in Augsburg endet. Die Verstärkerleistungen zwischen Würzburg und Marktbreit werden weiterhin von DB Regio betrieben, hierfür werden Triebzüge der Baureihen 440 und 642 eingesetzt. DB Regio verdichtet hierbei mit zwei morgendlichen Leistungen und fünf Zügen zwischen 13:00 und 19:00 auf einen angenäherten 20/40-Minuten-Takt. Diese Fahrten behalten die Liniennummer RB80. Mit der Neuvergabe der Leistung an Go-Ahead Bayern endete die Durchbindung von Zügen nach Karlstadt (Main).

Große Bedeutung hat die Strecke im Güterverkehr. Weite Teile des Güterverkehrs von Würzburg Richtung München und Nürnberg laufen über die Strecke, deren Kapazität teilweise heute schon nicht mehr ausreicht. Zum Einsatz kommen alle Lokomotivtypen, zudem sind private EVU zahlreich vertreten.

Die Strecke wird unter anderem als Umfahrung für den Fernverkehr zwischen Nürnberg und Würzburg benutzt, wenn die Bahnstrecke Fürth–Würzburg gesperrt oder gestört ist.

Verkehrsverbünde

Der Nordabschnitt von Würzburg Hauptbahnhof bis Uffenheim befindet sich im Tarifgebiet des Nahverkehr Mainfranken (NVM), von Marktbreit bis Treuchtlingen ist die Strecke komplett in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) eingegliedert. Für Fahrten, die ausschließlich auf dem Streckenabschnitt stattfinden, der in beide Verkehrsverbünde integriert ist, wird der entsprechende Tarif des NVM berechnet. Das betrifft ausschließlich Fahrten zwischen Marktbreit und Uffenheim.

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