| Günzburg–Mindelheim | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer (DB): | 5351 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (DB): | 978 404p (1946) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 55,119 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenklasse: | Günzburg–Breitenbrunn: CE Breitenbrunn–Mindelheim: C4 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximale Neigung: | 25 ‰ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Minimaler Radius: | 246 m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | 80 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zugbeeinflussung: | PZB | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Günzburg–Mindelheim ist eine eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahn in Bayern. Sie zweigt in Günzburg von der Bahnstrecke Augsburg–Ulm ab und führt über Ichenhausen, Neuburg an der Kammel, Krumbach (Schwaben) und Pfaffenhausen nach Mindelheim, wo sie in die Bahnstrecke Buchloe–Memmingen einmündet. Entsprechend ihrem geographischen Verlauf wird die Strecke auch Kammeltalbahn, Mindeltalbahn oder Mittelschwabenbahn genannt.
Geschichte
Der Abschnitt Günzburg–Krumbach wurde 1892 eröffnet; es folgte 1909 der Abschnitt Mindelheim–Pfaffenhausen als Zuführung zur gleichzeitig eröffneten Bahnstrecke Pfaffenhausen–Kirchheim, der Lückenschluss von Krumbach nach Pfaffenhausen erfolgte 1910.
Die Strecke Pfaffenhausen–Kirchheim wurde 1966 abgetragen.
Mehrfach war die Bahnstrecke zwischen Günzburg und Mindelheim von der Stilllegung bedroht, was aber immer wieder abgewendet werden konnte. Zwischen 1963 und 1998 war für die Erhaltung der Bahnstrecke ein wichtiger Grund, dass auf dem südlichen Abschnitt zwischen Breitenbrunn und Mindelheim das bei Bedernau geförderte Erdöl in Kesselwagen auf der Schiene abtransportiert werden konnte. Der allgemeine Güterverkehr wurde 1997 eingestellt. Übrig blieben nur bei Bedarf Übergabefahrten zur Ausweichanschlussstelle Kleinkötz Firma ALKO (Hersteller Garten- und Forstgeräte) und zur Ausweichanschlussstelle des Baugroßhandels Kleiner. Durch die Modernisierung der Strecke, Verkürzung der Fahrzeiten und Verbesserung der Anschlüssen an die Hauptbahnen in Günzburg und Mindelheim wurde der Personenverkehr gestärkt. Die Stationen wurden 2013 alle mit digitalen Anzeigetafeln ausgerüstet.
Die Strecke wird im signalisierten Zugleitbetrieb (SZB) der Bauform Sig L 90 betrieben. Der Zugleiter befindet sich im Stellwerk Mindelheim.Kreuzungsbahnhöfe befinden sich in Ichenhausen, Krumbach und Pfaffenhausen, (früher auch noch Loppenhausen) und Anschlussstellen befinden sich noch in Kleinkötz und Mindelheim-Kleiner, Krumbach besitzt noch ein Abstellgleis, weitere wurden zurückgebaut. Übrig sind heute noch Reste von Ladegleisen, Anschlüssen und Ausweichen in Ichenhausen, Ellzee, Neuburg, Aletshausen und Nassenbeuren.
Die Strecke war mit 44 Unfällen an Bahnübergängen im Zeitraum von 2010 bis 2022 eine der beiden Strecken mit den meisten derartigen Ereignissen in Deutschland.
Beim Hochwasser Anfang Juni 2024 wurden Teile der Strecke überflutet und Gleise unterspült. Die gesamte Strecke wurde am 2. Juni gesperrt und am 11. Juni der Verkehr zwischen Krumbach und Mindelheim wieder aufgenommen. Im Abschnitt Günzburg–Krumbach wurde am 10. Juni ein Schienenersatzverkehr aufgenommen. Der Abschnitt Günzburg-Krumbach wurde bis Ende Juli 2024 für die Instandsetzung der Hochwasserschäden gesperrt und war aufgrund planmäßiger Instandsetzungsarbeiten darüber hinaus bis zum 6. September 2024 gesperrt.
Die Strecke soll in Zukunft als Linie RS 81 in die Regio-S-Bahn Donau-Iller integriert werden. In einer Ende April 2026 verbreiteten Absichtserklärung des Freistaates Bayern, von DB InfraGO AG, der Landkreise Günzburg und Unterallgäu, zahlreicher Städte und Gemeinden entlang der Strecke sowie des Vereins Regio-S-Bahn Donau-Iller e.V. wurden folgende Maßnahmen in zwei Stufen aufgeführt:
Ab Dezember 2032:
- Einführung des Stundentaktes auf der Gesamtstrecke von Montag bis Sonntag und damit Erhöhung der Zugkilometer um die Hälfte.
- Ersatz der Diesel- durch moderne Akkutriebwagen, für die in Krumbach eine Ladestation errichtet wird.
- Beseitigung von Geschwindigkeitseinbrüchen, insbesondere durch Auflassung und technische Sicherung von Bahnübergängen.
In einer zweiten Ausbaustufe soll auf der Basis einer Machbarkeitsstudie ein besser vertaktetes und beschleunigtes Fahrplankonzept, das auch ein bedarfsorientiertes Busangebot zur Anbindung von Orten ohne Bahnanschluss vorsehen soll, umgesetzt werden.
Fahrzeugeinsatz und Verkehr


Die Strecke hatte vor der Einführung eines Zweistundentakts ein geringes Verkehrsaufkommen. In den Nahverkehrszügen zwischen Günzburg und Krumbach bis mindestens 1983 eingereihte dreiachsige Umbauwagen zählten zu den letzten derartigen Einsätzen der Deutschen Bundesbahn.
In den 1980er Jahren setzte die Deutsche Bundesbahn auf der Strecke Akkumulatortriebwagen der Baureihe 515 ein.
Auf der Strecke verkehrten ab Oktober 2001 insgesamt sechs Triebwagen der Baureihe 642 der DB Regio Allgäu-Schwaben aus Augsburg. Im Dezember 2002 wurden die Züge beschleunigt und der Takt verdichtet. Einige Züge waren bis 2023 bis Ulm durchgebunden. Abgestellt werden die Züge über Nacht im Bahnhof Krumbach und im Werk Kempten.
Um den Betrieb zu beschleunigen, wurden alle Zwischenstationen bis auf Ichenhausen, Krumbach, Krumbach Schule (nur in Fahrtrichtung Günzburg) und Pfaffenhausen 2002 zu Bedarfshalten umgewandelt. Die Station Krumbach Schule ist in Fahrtrichtung Mindelheim ein Bedarfshalt, in Fahrtrichtung Günzburg allerdings aufgrund der Bahnübergangstechnik nicht.
Seit Dezember 2016 sind hier neun Fahrzeuge des Typs Regio-Shuttle der Baureihe 650 (319–327) im Einsatz. Sie wurden in den Jahren 2020 und 2021 modernisiert und erhielten unter anderem einen Fahrkartenautomaten im Einstiegsbereich, neue Gepäckablagen im Hochflurbereich und ein modernes Fahrgastinformationssystem. Außerdem wurden die Fahrzeuge mit neuer Lackierung und Piktogrammen versehen. Seit Dezember 2020 verkehren die Züge als Linie RB 78.
In den vergangenen Jahren kam es wiederholt vor, dass Fahrzeuge der Baureihe 642 aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Fahrzeugen der Baureihe 650 als Ersatz eingesetzt wurden. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024 sind im Betriebswerk Kempten jedoch keine Fahrzeuge der Baureihe 642 mehr stationiert, wodurch der außerplanmäßige Einsatz dieser Fahrzeuge nicht mehr möglich ist.
- Spurweite 1435 mm
- Bahnstrecke in Bayern
- Verkehrsbauwerk im Landkreis Unterallgäu
- Verkehr (Günzburg)
- Krumbach (Schwaben)
- Mindelheim
- Verkehrsbauwerk im Landkreis Günzburg
