Avatar: Fire and Ash (dt. Avatar: Feuer und Asche) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2025, für den James Cameron als Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent fungierte. Es ist der dritte Film in Camerons Avatar-Filmreihe und die Fortsetzung von Avatar: The Way of Water (2022). Er wurde am 17. Dezember 2025 in den deutschen und am darauffolgenden Tag in den US-amerikanischen Kinos veröffentlicht.
| Film | |
| Titel | Avatar: Fire and Ash |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 197 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | James Cameron |
| Drehbuch | James Cameron, Rick Jaffa und Amanda Silver |
| Produktion | James Cameron, Jon Landau |
| Musik | Simon Franglen |
| Kamera | Russell Carpenter |
| Schnitt | David Brenner, Stephen E. Rivkin, Nicolas De Toth, John Refoua, Jason Gaudio, James Cameron |
| Besetzung | |
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| → Synchronisation | |
| Chronologie | |
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Handlung
Familie Sully befindet sich nach dem Tod ihres älteren Sohnes Neteyam während der Schlacht um den Tulkun-Jäger in tiefer Trauer. Jake sieht sein Versagen als Beschützer der Familie und lenkt sich durch Tauchgänge in den Tulkun-Jäger zum Bergen von Waffen der Menschen ab. Neytiri verfällt in Depression, welche auch aufgrund vergangener Ereignisse wie der Zerstörung ihres Heimatbaumes immer mehr in glühenden Hass gegen die Menschen umschlägt. Lo’ak sieht sich selbst in der Schuld aufgrund seines Vorschlages, überhaupt in den Tulkun-Jäger zurückzukehren, um Spider zu retten. Neytiri macht Spider deshalb für den Tod von Neteyam verantwortlich und erklärt, ihn nicht als Teil der Familie Sully zu sehen. Jake ist ebenfalls der Überzeugung, dass Spider nicht bleiben kann, da seine Atemausrüstung nur einen Ausfall davon entfernt ist, ihn ersticken zu lassen und etwa nachts schon ein Notwechsel erforderlich war.
Als das Volk der Tlalim, auch Windhändler genannt, mit Schiffen gezogen von fliegenden Tieren im Atoll der Metkayina ankommt, handelt Jake mit deren Anführer Peylak eine Rückreise von Spider aus. Sowohl Kiri, die eine enge Bindung zu ihm hat, als auch Lo’ak, der nicht noch einen Bruder verlieren will, sprechen sich jedoch absolut gegen eine Trennung aus und sorgen letztendlich dafür, dass die gesamte Familie Sully ihn auf der Rückreise begleitet. Dabei kommt es zu einem Angriff des Volkes der Mangkwan, auch Asche-Volk genannt. Von ihrer Anführerin Varang koordiniert bringen diese unter anderem durch brennende Pfeile, Brandbomben und sogar einen Kamikaze-Angriff das Schiff der Familie Sully zum Absturz. Dabei sterben Peylak und viele andere Windhändler. Neytiri stellt sich einer direkten Konfrontation mit Varang und fällt nach einem Pfeil durch die linke Schulter in den Wald darunter. Schwer verletzt kann sie sich auf ihren Ikran retten und fliegt alleine zurück zu ihrem Volk der Omatikaya. Jake wird von den Kindern getrennt. Da die Resources Development Administration (RDA) nach der Schlacht um den Tulkun-Jäger eine großflächige Suche begonnen hat und seine Flucht mit den auffälligen Windhändlern beobachtet hat, wird er durch die Avatare von Quaritch und Wainfleet festgenommen. Quaritch will darüber hinaus aufgrund neu gewonnener väterlicher Zuneigung auch Spider finden.
Als die Kinder vor dem Asche-Volk fliehen, gehen Spider die Sauerstoff-Vorräte aus, da seine Ersatzbatterie beim Absturz verloren ging. Obwohl Kiri durch einen epileptischen Anfall nach ihrer letzten Verbindung gewarnt war, stellt sie wieder eine Verbindung mit Eywa her und kann Spider dadurch vor dem sicheren Tod bewahren, da er nun die Luft auf Pandora atmen kann. Dadurch wird das weiterhin suchende Asche-Volk jedoch alarmiert und kann alle Kinder in ihre Gewalt bringen. Varang ist von Spider ohne Maske überrascht, reagiert jedoch mit aggressiver Abneigung auf die Erklärung von Eywa als Grund dafür. Jake, Quaritch und Wainfleet beobachten das Geschehen aus der Ferne. Um Spider zu befreien, erklärt sich Quaritch zur Kooperation mit Jake bereit, entfernt seine Fesseln und gibt ihm sogar ein Messer. Quaritch demonstriert dem Asche-Volk die Überlegenheit eines Maschinengewehrs und zwingt diese durch die Bedrohung von Varang zur Kapitulation. Jedoch kann Varang hinter ihrem Rücken heimlich eine neurale Verbindung herstellen und Quaritch überwältigen, wodurch das Asche-Volk wieder die Oberhand gewinnt. Quaritch weist Varang anschließend in die Bedienung eines Maschinengewehrs ein. Kiri benutzt erneut eine Verbindung mit Eywa, um Wachen des Asche-Volkes auszuschalten, wodurch Jake und Quaritch mit den Kindern die Flucht in einen Sumpf antreten. Nachts deutet Quaritch zwar an, dass es weiterhin eine offene Rechnung gäbe, lässt sich jedoch auf ein friedliches Gespräch mit Jake über Pandora und die Na’vi ein. Jake fragt dabei, ob Quaritch dessen reiche Tiefe immer noch nicht erkannt habe.
Am Morgen trifft herbeigerufene Hilfe der Omatikaya mit Ikranen ein. Jake und die Kinder kehren mit ihnen zurück, während Quaritch verschwindet und sich mit Wainfleet zurück zur RDA begibt. Bei den Omatikaya stellt sich heraus, dass Spider durch die Verbindung mit Eywa eine Symbiose mit einem mycelartigen Geflecht eingegangen ist, welches sich durch seinen ganzen Körper erstreckt und unter anderem Luft für ihn umwandelt und ihn auch eine neurale Verbindung mit anderen Lebewesen auf Pandora herstellen lässt. Zudem erfährt Kiri von ihren Zieheltern Jake und Neytiri endlich, dass sie keinen biologischen Vater hat. Tatsächlich besteht sogar eine komplette genetische Übereinstimmung zwischen ihr und dem Avatar von Grace. Als dieser einst zusammen mit der sterbenden Grace mit Eywa verbunden war, kam es zu ihrer Schwangerschaft. Quaritch sucht währenddessen das Asche-Volk in deren von einem Vulkan zerstörten Heimat auf und bietet der dadurch gegen Eywa hasserfüllten und zerstörungswütigen Varang sowohl Maschinengewehre als auch Flammenwerfer an. Neben einer kriegerischen Kooperation kommen sich beide auch sexuell näher.
Familie Sully begibt sich zurück zu den Metkayina, da nach der letzten Konfrontation dort ein erneuter Angriff der RDA am ehesten zu befürchten ist. Neytiri ist inzwischen der Überzeugung, dass Spider zu wichtig für die RDA sowie daher zu gefährlich für die Na’vi ist und getötet werden sollte. Jake erkennt dabei in ihrem extremen Hass auf die Menschen richtig auch in gewissem Maße eine Anwiderung durch ihn selbst oder durch ihre Kinder Lo’ak und Kiri aufgrund ihrer menschlichen Züge. Neytiri übt sich trotz ihrer verletzten Schulter weiterhin im Bogenschießen und kommt Lo’ak nach der Reparatur des Bogens ihres verstorbenen Vaters Eytukan wieder näher. Trotzdem erreicht Lo’ak einen emotionalen Tiefpunkt, als eine Versammlung der Tulkune beschließt, dass sein Seelenbruder Payakan nun nicht nur ausgestoßen ist, sondern aufgrund seiner Morde der Menschen entgegen ihrem pazifistischen Weg zudem verbannt wird. Lo’ak bricht einen Suizidversuch ab und folgt Payakan anschließend in seine alte Heimat. Tsireya, Roxto und Aonung von den Metkayina folgen ihm. Payakan stellt ihnen den letzten verbleibenden Tulkun seines ursprünglichen Stammes vor. Als dieser von den Menschen für das Amrita in ihren Gehirnen brutal ausgerottet wurde, wehrte sich dieser Tulkun als einziger und überlebte dadurch, wenn auch durch die vielen Beschüsse geblendet.
Als Spider und Kiri sich in den Wald nahe des Atolls der Metkayina begeben, wobei es zu einem Kuss kommt, taucht das Asche-Volk auf und entführt Spider. Inzwischen hat die RDA den Zufluchtsort der Familie Sully bei den Metkayina gefunden und trifft mit mehreren Schiffen ein. Als das Dorf in Brand gesteckt wird, ergibt sich Sully. Quaritch willigt trotz militärischer Überlegenheit und entgegen der Mordlust von Varang ein, dafür die Metkayina zu verschonen. Sully wird festgenommen und nach Bridgehead City gebracht, wo ihm als Verräter der Menschheit die Hinrichtung durch Erschießung droht. Auch das Asche-Volk darf mit speziellen Peilsendern in die Stadt kommen. Neytiri kann einen davon entwenden und, bemalt mit roter Farbe wie das Asche-Volk, ebenfalls eindringen. Währenddessen beginnt die RDA die Untersuchung von Spider und plant für Amrita einen Angriff auf eine riesige Gruppe an Tulkunen während einer Kommunion ihrer Kälber an dem auch von den Metkayina benutzten Baum der Seelen. Meeresbiologe Ian Garvin ist dadurch endgültig zu angewidert und befreit mithilfe einer riesigen Planierraupe Jake. Auch Spider, dem die Flucht aus seiner Zelle gelang, war auf dem Weg dazu. Als Jake während eines Beschusses von Ian Garvin getrennt wird, stellt sich Spider, dem sein enormer Wert für die RDA klar ist, als Schutz in den Weg. Neytiri sorgt für mehrere Explosionen in Bridgehead City durch die aus dem Tulkun-Jäger geborgenen Sprengsätze und kann Jake und Spider daraufhin evakuieren.
Weit abseits erklärt Jake vor Neytiri, nun auch der Überzeugung zu sein, dass Spider getötet werden müsse. Andernfalls drohe eine extreme Ausbreitung der Menschen auf Pandora. Jake erweist sich jedoch als unfähig, seinen Vorsatz umzusetzen, und auch Neytiri ändert beim Abwaschen der roten Farbe und symbolischem Blut an ihren Händen ihre Ansicht. Beide versprechen Spider, einen anderen Weg zu finden. Alle kehren zu den Metkayina zurück. Dort schließen sich nun Lo’ak sowie Tsireya, Roxto und Aonung zusammen mit deren Seelengeschwistern der Verbannung von Payakan an, sollte die Geschichte des letzten Tulkuns seines Stammes nicht vor dem Treffen der Tulkune geteilt werden mit dem Versuch einer Änderung ihrer pazifistischen Haltung.
Als die RDA anschließend am Baum der Seelen den Angriff auf die Tulkune beginnt, antworten diese tatsächlich mit einem Gegenschlag. In der Luft unterstützen die Omatikaya und im Wasser die Metkayina, wobei auch andere herbeigerufene Stämme helfen. Als jedoch das Asche-Volk eintrifft, wendet sich das Blatt und die Menschen können durch deren Hilfe mit Schallkanonen bis zu den Tulkunen vordringen und diese nach und nach ausschalten. Jake wird dabei von einem Pfeil ins linke Bein getroffen. Roxto und die schwangere Ronal, Anführerin der Metkayina, werden zudem tödlich verletzt. Kiri greift ein und stellt mit der Hilfe von Spider und ihrer kleinen Schwester Tuk den Kontakt zu Eywa in der angedeuteten Form eines riesigen Na’vi her, wodurch ein riesiger Schwarm von Tintenfischen zur Hilfe kommt. In ihren letzten Momenten kann Ronal anschließend ihr Baby Pril gebären und an Neytiri übergeben. Dabei trifft jedoch Quaritch ein und verschleppt Spider sowie Neytiri mit seinem Ikran. Jake eilt zur Hilfe und kann nach einem Kampf in der Luft für einen gemeinsamen Absturz auf den schwebenden Steinen des Atolls sorgen. Um diese befindet sich ein magnetischer Flusswirbel des Baumes der Seelen, durch welchen die Schiffe der Menschen angezogen und zerstört werden. Trümmer und Feuer werden dabei hinauf getragen. Bei einer Konfrontation wird Quaritch von Spider in den linken Oberarm geschossen. Trotz ihrer schweren Verletzungen kämpfen Jake und Quaritch anschließend erneut. Doch als Spider dadurch der Absturz von den schwebenden Steinen droht, kooperieren Jake und Quaritch wieder zu dessen Rettung. Quaritch sieht sich danach von Neytiri und anderen Na’vi hoffnungslos umstellt. Trotz eines Aufrufes von Jake, eine Wahl zu haben, springt er freiwillig in den Abgrund. Es bleibt dabei unklar, ob Quaritch in den Flammen verbrennt oder im Wasser landet. Nach ihrer gewonnenen Schlacht nehmen die Na’vi sowie Spider alle gemeinsam den Kontakt mit dem Baum der Seelen auf und treffen dabei auf alle ihre Verstorbenen wie Eytukan, Neteyam, Roxto, Ronal, Peylak und Grace im einstigen Heimatbaum der Omatikaya. Über Eywa sind alle unsterblich geworden und akzeptieren Spider trotz seiner menschlichen Gestalt als einen ihres Volkes. Hoch über Pandora zeigt sich dabei stark leuchtend das riesige und komplizierte Netzwerk von Eywa.
Produktion
Entwicklung
2006 erklärte Cameron, er hoffe zwei Fortsetzungen zu machen, wenn Avatar – Aufbruch nach Pandora erfolgreich sei. Der Erfolg bestätigte, dass er dies tun würde. Die Fortsetzungen waren ursprünglich für 2014 und 2015 geplant. Er nahm bestimmte Szenen in den ersten Film für zukünftige Fortsetzungen auf. Cameron plante, die Fortsetzungen hintereinander zu drehen und mit der Arbeit zu beginnen, „sobald der Roman festgenagelt ist“. 2009 wurde bestätigt, dass die Fortsetzungen weiterhin den Figuren von Jake und Neytiri folgen würden. Cameron implizierte, dass die Menschen als Antagonisten der Geschichte zurückkehren würden. 2011 erklärte Cameron, die Fortsetzungen mit einer höheren Bildrate (HFR) als dem Industriestandard von 24 Bildern pro Sekunde zu filmen, um ein gesteigertes Realitätsgefühl hinzuzufügen. Das Hinzufügen von drei weiteren Fortsetzungen (zu der ersten) und die Notwendigkeit, eine neue Technik zu entwickeln, um Performance-Capture-Szenen unter Wasser zu filmen, eine Leistung, die noch nie zuvor erreicht wurde, führten jedoch zu erheblichen Verzögerungen. Um dies zu ermöglichen, hatte die Crew mehr Zeit für das Schreiben, die Vorproduktion und die visuellen Effekte.
2013 kündigte Cameron an, dass die Fortsetzungen in Neuseeland gedreht würden, wobei die Aufzeichnung der Aufführung 2014 stattfinden soll. Eine Vereinbarung mit der neuseeländischen Regierung verlangte, dass mindestens eine Weltpremiere in Wellington stattfinden und mindestens 500 Millionen NZ$ (etwa 410 Millionen US-Dollar zum Wechselkurs von Dezember 2013) für Produktionsaktivitäten in Neuseeland ausgegeben werden sollen, einschließlich Live-Action-Dreharbeiten und visueller Effekte. Die neuseeländische Regierung kündigte an, ihre grundlegende Steuererstattung für das Filmemachen von 15 % auf 20 % zu erhöhen, wobei in einigen Fällen 25 % für internationale Produktionen und 40 % für neuseeländische Produktionen (wie in Abschnitt 18 der New Zealand Film Commission definiert, verfügbar sind (Gesetz 1978)).
Im Februar 2016 hieß es, die Produktion der Fortsetzungen solle im April 2016 in Neuseeland beginnen. Kameramann Russell Carpenter, der mit Cameron an True Lies und Titanic arbeitete, und Artdirector Aashrita Kamath traten als Crewmitglieder für die vier Fortsetzungen bei. Kirk Krack, Gründer von Performance Freediving International, arbeitete als Freitauchtrainer für die Besetzung und Crew der Unterwasserszenen. 2017 wurde bekannt gegeben, dass das neuseeländische Studio für visuelle Effekte Weta Digital mit der Arbeit an den Avatar-Fortsetzungen begonnen hatte.
Cameron produzierte den Film mit Jon Landau bei Lightstorm Entertainment. Am Drehbuch waren neben Cameron auch Rick Jaffa, Amanda Silver, Josh Friedman und Shane Salerno beteiligt. Der Großteil der etablierten Besetzung aus den beiden Vorgängerfilmen ist erneut in den entsprechenden Rollen zu sehen, neue Figuren werden von Oona Chaplin und David Thewlis verkörpert. 2024 wurde Avatar: Fire and Ash als offizieller Titel bekanntgegeben, zuvor wurde Avatar: The Seed Bearer als möglicher Titel für den Film in Betracht gezogen. Rick Jaffa und Amanda Silver wurden ursprünglich als Co-Autoren von Cameron angekündigt; später wurde bekannt gegeben, dass Cameron, Jaffa, Silver, Josh Friedman und Shane Salerno am Schreibprozess aller Fortsetzungen beteiligt waren, bevor sie beauftragt wurden, die separaten Skripte fertigzustellen, wodurch die eventuellen Autorenkredite unklar wurden. Josh Friedman gab jedoch 2015 über sein Twitter bekannt, dass er den dritten Film mitgeschrieben hat. 2022 gab Friedman bekannt, dass er tatsächlich auch das Drehbuch für den vierten Film mitgeschrieben hatte.
Casting
2010 wurde bestätigt, dass Sam Worthington und Zoe Saldana ihre Rollen in den Fortsetzungen wiederholen. Cameron erklärte auch, dass Sigourney Weaver in allen drei Fortsetzungen zu sehen sein würde (die vierte war damals nicht geplant) und dass ihre Figur Grace Augustine am Leben sein würde, aber später wurde bekannt, dass sie stattdessen Kiri, Jakes und Neytiris Adoptivtochter, spielen würde. Im August 2017 gab Cameron in einem Interview mit Empire bekannt, dass Stephen Lang nicht nur in allen vier Fortsetzungen zurückkehren, sondern auch den Antagonisten in allen vier Filmen spielen würde.
Im Oktober 2017 hatte Kate Winslet in allen vier Fortsetzungen für eine nicht näher bezeichnete Rolle im Film unterschrieben. Cameron kommentierte: „Kate und ich suchten seit 20 Jahren nach etwas, das wir zusammen tun könnten, seit unserer Zusammenarbeit bei Titanic, die eine der lohnendsten meiner Karriere war“, und fügte hinzu, dass ihre Figur Ronal hieß. Winslet kommentierte, dass ihre Rolle „relativ klein im Vergleich zu den langen Dreharbeiten“ sei, da sie nur einen Monat Dreharbeiten haben würde, aber auch „eine zentrale Figur in der laufenden Geschichte“.
Im Juni 2017 trat Oona Chaplin der Besetzung als Varang bei, „eine starke und lebendige zentrale Figur, die die gesamte Saga der Fortsetzungen umspannt“, beginnend mit Teil 3. Eiza González sprach ebenfalls für diese Rolle vor. 2018 gab David Thewlis seine Beteiligung an der Franchise bekannt, erklärte, dass er in drei der vier Fortsetzungen zu sehen sein würde, und sagte später im Januar 2020, dass sein Charakter ein Na'vi sei. Dies führte dazu, dass Thewlis größtenteils als Teil der Besetzung von Avatar: The Way of Water gemeldet wurde; er erklärte jedoch im Juni 2020, dass die Berichte falsch seien und dass er tatsächlich ein Teil von Avatar 3 bis Avatar 5 sein würde. 2019 trat Michelle Yeoh der Besetzung in einer Live-Action-Rolle als Dr. Karina Mogue bei.
Dreharbeiten
Die Dreharbeiten zu Avatar: The Way of Water und Avatar: Fire and Ash begannen gleichzeitig am 25. September 2017 in Manhattan Beach, Kalifornien. Am 14. November 2018 gab Cameron bekannt, dass die Dreharbeiten mit der Hauptbesetzung der Performance-Capture abgeschlossen waren. Die meisten Dreharbeiten zu den nächsten beiden Fortsetzungen begannen nach Abschluss der Postproduktion der ersten beiden Fortsetzungen. Laut Produzent Jon Landau begannen die Live-Action-Dreharbeiten für Avatar: Fire and Ash und seinen Vorgänger Anfang 2019 in Neuseeland. Am 17. März 2020 gab Landau die Dreharbeiten zu Avatar bekannt. Folgefilme in Neuseeland waren als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Er bestätigte auch, dass die Produktion in Los Angeles bleiben würde. Die Arbeit an visuellen Effekten wurde jedoch bei Weta Digital in Wellington fortgesetzt.
Anfang Mai 2020 wurden von der neuseeländischen Regierung Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle für die Produktion gebilligt, die die Wiederaufnahme der Dreharbeiten im Land ermöglichen. Das Produktionsteam für die Avatar-Fortsetzungen kehrte jedoch vorerst nicht nach Neuseeland zurück. Am 31. Mai wurde einem Teil der Avatar-Crew, einschließlich James Cameron, die Einreise nach Neuseeland unter einer speziellen Visumkategorie für Grenzbefreiungen für Ausländer gewährt, die für ein Projekt von „erheblichem wirtschaftlichem Wert“ als wesentlich erachtet wurden. Am 1. Juni 2020 veröffentlichte Landau ein Bild von sich und Cameron auf Instagram, was zeigt, dass sie nach Neuseeland zurückgekehrt waren, um die Dreharbeiten fortzusetzen. Nach ihrer Ankunft begannen alle 55 Filmcrew-Mitglieder, die nach Neuseeland gereist waren, eine zweiwöchige von der Regierung überwachte Isolationsphase in einem Hotel in Wellington, bevor sie die Dreharbeiten wieder aufnahmen. Dies machte Avatar: The Way of Water und Avatar: Fire and Ash zu den ersten großen Hollywood-Blockbustern, die die Produktion wieder aufnahmen, nachdem die Dreharbeiten aufgrund der Pandemie verschoben wurden. Im September 2020 gab Cameron bekannt, dass 95 % von Avatar: Fire and Ash fertiggestellt seien. Die Dreharbeiten wurden im Dezember 2020 abgeschlossen.
Anfang Juli 2022 bestätigte die neuseeländische Filmkommission, dass die Avatar-Fortsetzungen über den Screen Production Grant des Landes Steuergelder im Wert von über 140 Millionen NZ$ erhalten hatten. Zum Vergleich: Die Hobbit-Trilogie hatte 161 Millionen NZ$ an Filmsubventionen erhalten. Während die stellvertretende Vorsitzende der ACT-Partei, Brooke van Velden, das Filmsubventionsprogramm der Regierung kritisierte, weil es angeblich öffentliche Mittel aus anderen Bereichen umleite, argumentierte der Minister für wirtschaftliche Entwicklung und regionale Entwicklung, Stuart Nash, dass Neuseelands Filmsubventionen für große Hollywood-Produkte erhebliche Investitionen und Arbeitsplätze im Ausland für die neuseeländische Filmindustrie brachten.
Veröffentlichung
Der Kinostart des Films wurde mehrere Male verzögert, zuletzt im Zuge des WGA-Streiks 2023. Die Premiere des Films fand schließlich am 1. Dezember 2025 im Dolby Theatre in Los Angeles statt.
Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Klaus Bickert und unter der Dialogregie von Solveig Duda sowie Dietmar Wunder im Auftrag von Interopa Film, Berlin.
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Rezeption
Einspielergebnis
Am Eröffnungswochenende konnte Avatar: Fire and Ash 89 Millionen US-Dollar in den USA verbuchen, davon 12 Millionen in Previews, womit er sich den ersten Platz der US-amerikanischen Kinocharts sicherte. Damit übertraf die Fortsetzung das Eröffnungswochenende von Avatar – Aufbruch nach Pandora (2009), blieb jedoch deutlich hinter dem Vorgänger The Way of Water zurück. Nach 18 Tagen überschritt der Film bereits die Eine-Milliarden-Grenze.
Die weltweiten Einnahmen aus Kinoveröffentlichungen belaufen sich auf 1,5 Milliarden US-Dollar, wovon die Fortsetzung 403 Millionen US-Dollar im nordamerikanischen Raum erwirtschaften konnte.
In Deutschland verzeichnete Avatar: Fire and Ash 5.417.051 Kinobesucher.
Kritiken
Auf Rotten Tomatoes überzeugte Avatar: Fire and Ash in 66 % von 339 gelisteten Kritiken. Bei Metacritic verzeichnete der Film bei 59 erfassten Kritiken einen Metascore von 61 von 100 möglichen Punkten.
Volker Probst von NTV kritisiert den über drei Stunden dauernden Film im Vergleich zu seinen Vorgängern als langatmig und inhaltlich redundant. Er biete kaum Neues; Handlung und Konflikte wiederholten sich. Man könne im Halbstundentakt in den Film einsteigen, ohne etwas zu verpassen. Die opulente Inszenierung überdecke die vorhersehbare und unoriginelle Handlung.
Auszeichnungen
AFI Awards 2025
- Aufnahme in die Top 10 Filme
Critics’ Choice Awards 2026
- Auszeichnung für die Besten Visuellen Effekte (Joe Letteri, Richard Baneham, Eric Saindon & Daniel Barrett)
Fortsetzungen
Zwei weitere Fortsetzungen befinden sich in Produktion und werden voraussichtlich 2029 bzw. 2031 veröffentlicht.