| Alexanderstraße | |
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| Alexanderstraße nach Süden (2008) | |
| Basisdaten | |
| Ort | Berlin |
| Ortsteil | Mitte |
| Angelegt | 17./18. Jahrhundert |
| Neugestaltet | 1960/1965 |
| Hist. Namen | An der Contrescarpe (vor 1749–1819) |
| Querstraßen | Karl-Liebknecht-Straße, Otto-Braun-Straße, Karl-Marx-Allee, Grunerstraße, Voltairestraße, Stralauer Straße, Holzmarktstraße (von Nord nach Süd) |
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr |
| Technische Daten | |
Die Alexanderstraße ist ein Verkehrsweg in Berlin-Mitte, der im 17. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Befestigung der Stadtmauer angelegt wurde. Ihr Verlauf und ihr Name wechselten später.
Lage

Die Alexanderstraße verläuft nordöstlich des Alexanderplatzes von der Karl-Liebknecht-Straße bis zur beginnenden Karl-Marx-Allee, dann in südwestlicher Richtung bis zur beginnenden Grunerstraße und schließlich in südlicher Richtung bis zum S-Bahnhof Jannowitzbrücke. An der Kreuzung zur Brückenstraße geht die Alexanderstraßem in diese über.

Bis 1933 führte die Alexanderstraße von der Kleinen Alexanderstraße über die Prenzlauer Straße am Alexanderplatz vorbei bis zur Neuen Königstraße und Landsberger Straße, dann nach Südwesten vorbei an der Kaiserstraße und schließlich nach Süden an der Magazinstraße und Holzmarktstraße bis zur Stralauer Straße. Danach gehörte der nordwestliche Teil bis 2006 postalisch zum Alexanderplatz.
Geschichte
Spätestens ab 1749 wurde der Weg, der nordöstlich an der ehemaligen Berliner Festungsmauer verlief, als An der Contrescarpe (= vor dem äußeren Festungswall) bezeichnet. Am 29. Mai 1819 wurde er in Alexanderstraße umbenannt wie bereits der anliegende Alexanderplatz nach dem russischen Kaiser Alexander I., der sie 1805 bei seinem Weg nach Berlin gekreuzt hatte. In dieser Zeit war sie bereits mit Wohn- und Geschäftshäusern bebaut. Die Alexanderstraße war eng mit der Entwicklung des Alexanderplatzes (kurz Alex) verbunden, ein großer Teil der dortigen Gebäude trug ihre Adresse.
Die Nummerierung der Parzellen begann ursprünglich am südlichen Alexanderplatz, lief bis zur Jannowitzbrücke (Nr. 20) und zurück bis zur Neuen Königstraße (Nr. 45). Bis zum Jahr 1933 ging sie noch weiter über die Prenzlauer Straße (Nr. 52) zur Kleinen Alexanderstraße (Nr. 55) und wieder zum Alexanderplatz. Seitdem ist dieser letzte Abschnitt als Alexanderplatz adressiert.
Früher war die Straße deutlich markanter und breiter angelegt (als Teil der Magistrale) und war eine der sternförmig auf den Alex zu- bzw. abführenden Straßen. Durch den Wegfall des Kreisverkehrs für den Alexanderplatz (Ende der 1960er Jahre) und dem späteren Bau des Einkaufszentrums Alexa hat sie nur noch den Charakter einer wichtigen Verbindungsstraße zwischen dem Alex und der Spree (Jannowitzbrücke).
Nach den großflächigen Zerstörungen der Berliner Innenstadt 1943 bis 1945 wurde in den folgenden Jahren die gesamte historische Bebauung der Alexanderstraße abgerissen. An deren Stelle wurden in den 1960er Jahren im Rahmen der umfassenden Neugestaltung dieses Bereiches einige herausragende Neubauten errichtet, die bis in die Gegenwart bestehen. 2006 und 2012 kamen zwei größere Einkaufszentren hinzu.
Alexanderstraße,
1836
Alexanderstraße, links Kaufhaus Tietz, 1912
Alexanderstraße,
1962
Haus der Elektroindustrie, Alexanderstraße 1, 3, 5; 2005
;
Gebäude
Gebäude seit 1960
In den 1960er Jahren wurden einige Neubauten errichtet, die bis in die Gegenwart bestehen und alle unter denkmalgeschützt sind. Dazu kamen zwei Einkaufszentren seit 2006. (ungerade Nummern sind auf der nordöstlichen Seite)
- Nr. 1, 3, 5 Haus der Elektroindustrie
- Nr. 7 Haus des Reisens
- Nr. 9 Haus des Lehrers
- Nr. 11 Kongresshalle bcc
- (Nr. 8 oder 10?) die mitte, Geschäftshaus
- (eh. 71) Alexa, Einkaufszentrum an der Grunerstraße, erbaut nach 1990
- Nr. 13–17, 19–23, 25–29, 31–35, Neubaublöcke, erbaut 1964–1966
Gebäude bis 1945
- Nr. 2 Königsstädtisches Theater (1824–1852, 1885 abgerissen)
- Nr. 3/4 Arbeitshaus (1857–1885)
- Nr. 5/6 Polizeipräsidium, 1890–1945
- Nr. 7 Fiskus und Stadtvogtei (1932)
- Nr. 10–11 Kaserne (1836, 1846)
- Nr. 26 Ressource zur Concordia (1822–1845), Theatergesellschaft
- Nr. 45 Haus mit den 99 Schafsköpfen (1783–1927)
- Nr. 45 Minolhaus (1930–1968), von der Neuen Königstraße
- Nr. 46 Gasthaus zum Stelzenkrug (1743–um 1880)
- Nr. 46–48 Bezirksamt Mitte, unter anderem mit Ufa-Filmtheater
- Nr. 51/52 Grand Hôtel Alexanderplatz (1884–1920/1945)
- Nr. 55 Polizeiamt
- Nr. 67–70 Warenhaus Tietz (Alexanderplatz) (1904–1944)
- Nr. 71: Bürohaus am Alex mit vielerlei Gewerbe wie Gewerbeaufsichtsamt, Café Braun, Sprachschule, Rechtsanwälte
Auf der nach der Enttrümmerung unbebaut gebliebenen Fläche wurde nach dem Mauerfall das EKZ Alexa errichtet. - Alexanderplatz 1: Berolinahaus (keine Hausnummer in der Alexanderstraße)
- Berlin-Mitte
- Straße in Berlin
- Straße in Europa
- Königsstadt
- Alexander I. (Russland) als Namensgeber
- 18. Jahrhundert

